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Obama würde Castro treffen


Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat einen grundlegenden Wechsel in der Außenpolitik angekündigt. Sollte er Präsident werden, würde er einen direkten Dialog mit Cuba aufnehmen.

Er wäre auch zu einem Treffen mit dem cubanischen Staatschef Raúl Castro bereit, sagte Obama laut vorab verbreitetem Redetext vor der Cubanisch-Amerikanischen Nationalstiftung in Miami.

"Nach acht Jahren desaströser Politik von George W. Bush ist es an der Zeit, direkte Diplomatie gleichermassen zu Freund und Feind zu betreiben", sagte Obama. Bush hatte in seiner Amtszeit eine Lockerung der US-Sanktionen gegen Cuba verhindert.

Obama will sich im Falle seiner Wahl für eine neue Cuba-Politik stark machen. "Es ist an der Zeit, dass wir den Amerikanern mit cubanischen Wurzeln gestatten, ihre Mütter, Väter und Geschwister zu sehen", sagte er am Freitag auf einem Treffen mit Vertretern der cubanischen Gemeinschaft in Miami. Neben uneingeschränkten Reisen müsse es ihnen zudem erlaubt werden, Geld nach Cuba zu schicken, "um ihre Familien unabhängiger vom Castro-Regime zu machen". Obama forderte deshalb eine "neue Strategie" in der Cuba-Politik. "Es gibt keine bessere Botschaft der Freiheit als Amerikaner cubanischen Ursprungs." Botschafter der Freiheit! - damit ist einiges, wenn nicht gar alles gesagt!

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CUBA LIBRE 3-2008