zurück zur Startseite

Die Wahrheit über die im April letzten Jahres in Kuba stattgefundenen Gerichtsverfahren

In Kuba fanden in mehreren Provinzen des Landes 29 Gerichtsverfahren statt, in denen 75 Personen - 74 Männer und eine Frau - angeklagt waren. Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen zwischen 6 und 28 Jahren. Ungeachtet der begangenen schweren Vergehen und den Gefahren, die diese für die nationale Sicherheit des Landes darstellten, wurden in keinem Fall die Todesstrafe oder lebenslängliche Haft ausgesprochen, wie fälschlicherweise von der antikubanischen Propaganda verbreitet.

Die medizinische Betreuung der verhafteten Söldner. Die Wahrheit über einige der namhaftesten Fälle in den Lügenkampagnen gegen Kuba.

Wie die Regierung Kubas einem der Themenkreise der Menschenrechtskommission mitteilte, wiesen die Behörden Espinosa Chepe - nachdem die Angehörigen die Zusammenfassung seiner Krankengeschichte übergeben hatten - am 20. April, d.h. wenige Wochen nach seiner Verhaftung, in die Abteilung für Sträflinge des Militärkrankenhauses "Carlos J. Finlay" in Havanna ein.

Später, am 12. Mai, wurde seine Einlieferung in die Abteilung für Häftlinge des Krankenhauses "Agostinho Neto" verfügt, um eine Leberuntersuchung durchzuführen. Es stellte sich heraus, daß Espinosa Chepe nicht an Leberzirrhose, sondern an Lebergranulomatose leidet, die die normale Funktion der Leber nicht behindert. Hervorgerufen wurde diese durch eine Brucellose, die er sich bereits vor seiner Verhaftung zugezogen hatte.

Während seines Krankenhausaufenthaltes konnten ihn seine Angehörigen besuchen. Am 22. Mai 2003 konnte seine Nichte, Ileana Moreno Espinosa, Ärztin von Beruf, ein Gespräch mit dem Leiter der Medizinischen Dienste des Innenministeriums auf Provinzebene und mit dem Arzt des Krankenhauses "Agostinho Neto", der Espinosa Chepe direkt betreute, führen. Bei dieser Unterredung wurden Frau Dr. Moreno Espinosa die Einzelheiten der durchgeführten Untersuchungen und deren Ergebnisse mitgeteilt. Zudem wurde sie über noch ausstehende Untersuchungen informiert. Danach gab sie ihrer Zufriedenheit Ausdruck.

Ungeachtet der weiteren medizinischen Betreuung, die Espnosa Chepe erhielt, verweigerte er einige Analysen, die für eine tiefgehendere Untersuchung seines Gesundheitszustandes empfehlenswert wären. Am 29. Mai verweigerte er eine Magenspiegelung und andere Routineuntersuchungen, die verordnet worden waren, um seine Verdauungsprobleme abzuklären.

Am 31. Mai wurde er in die Abteilung für Häftlinge des Krankenhauses "Ambrosio Brillo" eingeliefert, um die medizinischen Untersuchungen vertiefen zu können. Bei dieser Gelegenheit wurden ein axiales CT, eine Urinanalyse mit Nierenuntersuchung, eine Gastroskopie, Ultraschall, eine Blutsenkung, eine Koloskopie, eine Untersuchung der Leber, des Bilirubins und des Glomerularfiltrats angeordnet.

Espinosa Chepe lehnte weitere verordnete Untersuchungen ab, wie eine Laparoskopie mit Biopsie der Leber und der Bauchspeicheldrüse und eine Dickdarmuntersuchung mit Einlauf, da diese ihm Unannehmlichkeiten bereiten würden.

Der Gesundheitszustand von Espinosa Chepe ist stabil und völlig vereinbar mit seinen Haftbedingungen. Seit dem 8. August 2003 steht er im Militärkrankenhaus "Carlos J. Finlay" unter medizinischer Beobachtung.

Gleiches könnte gesagt werden hinsichtlich der Kampagne unzutreffender Behauptungen über angebliche Mißhandlungen im Gefängnis und fehlende medizinische Betreuung und Behandlung der Bluthochdruckbeschwerden und der ischämischen Kardiopathie, unter denen Marta Beatriz Roque Cabello leiden würde. Wie in ihrem Fall vorgesehen, sollte sie alle drei Monate von einem Arzt untersucht werden. Dennoch wurde beschlossen, dass sie alle 14 Tage von einer Fachärztin für Innere Medizin und jede Woche vom Arzt der Strafanstalt untersucht wird.

Roque Cabello hat regelmäßig Kontakt zu ihren Angehörigen, die vom Gefängnisarzt genau und eingehend über ihren Gesundheitszustand und die ihr verordnete medizinische Behandlung informiert wurden.

Jedoch im Juli 2003 wies Roque Cabello die medizinische Betreuung zurück, ebenso Medikamente und Nahrungsmittel, die sie im Gefängnis erhalten hatte. Sie akzeptierte nur noch Medikamente und Nahrungsmittel von den Angehörigen.

Am 22. Juli wurde sie wegen Bluthochdruck und Schmerzen in der Brust ins Militärkrankenhaus "Carlos J. Finlay" eingeliefert, wo Echokardiogramme angefertigt worden sind.

Am 27. Juli wurden bei ihr ein axiales CT des Thorax und ein Elektrokardiogramm aufgezeichnet. Beide Untersuchungen erwiesen sich als negativ, d.h. sie zeigten keinerlei Veränderungen, die eine Gefahr für ihr Leben bedeutet hätten, wie es die antikubanische Propaganda verbreitete. Die Ärzte verordneten eine Diät und entsprechende Medikamente.

Während eines Besuches ihrer Nichte, Maria de los Ángeles Falcón Cabello, am gleichen Tag informierte der Leiter der Krankenabteilung des genannten Krankenhauses diese über den Gesundheitszustand der Inhaftierten, über die verordnete Behandlung, das Ergebnis der Analysen und durchgeführten Untersuchungen und über weitere vorgesehene Untersuchungen.

Am 28. Juli erfolgte eine weitere medizinische Untersuchung mit der Einschätzung, daß ihre Lebenszeichen stabil seien. Festgestellt wurde dabei, daß ihr Zuckerspiegel weiterhin hoch sei, weshalb die Ärzte eine Diabetikerdiät verordneten.

Der gegenwärtige Gesundheitszustand von Roque Cabello ist stabil und völlig vereinbar mit den Haftbedingungen. Sie steht seit dem 22. Juli 2003 im Militärkrankenhaus "Carlos J. Finlay" unter medizinischer Beobachtung.

Wie hieraus ersichtlich, wird diesen und allen anderen Inhaftierten eine umfangreiche medizinische Betreuung von hoher Qualität zugesichert. Sie werden in öffentliche Krankenhäuser eingewiesen, wann immer dies erforderlich ist. Dort werden bei ihnen - wie bei allen kubanischen Bürgern - kostspielige und komplizierte Untersuchungen mit Geräten modernster Technologie kostenlos durchgeführt. Ebenso werden ihnen geeignete Medikamente verordnet und verabreicht.