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Internationale Brigade José Martí

Informationen zur Internationalen Brigade José Martí
Zeit: 30.06 - 22.07. 2012
Die Brigade
Schon seit den 60er Jahren, kurz nach dem legendären Sieg der kubanischen Revolution, verbringen viele meist junge Menschen aus allen Kontinenten einen Teil ihres Urlaubs in Kuba, um das Land solidarisch zu unterstützen – vor allem durch Einsätze in der Landwirtschaft. Sie arbeiten in Brigaden. Heute spricht man eher von "Workcamp" oder "Aktiv-Camp" – es bleibt sich gleich. In diesem Jahr wird die Brigade José Martí ihren 40. Jahrestag feiern!
Die Brigade bietet den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, Kuba und seine Geschichte kennen zu lernen, Freundschaften mit Kubaner/innen und Menschen aus aller Welt - insbesondere Europa - zu schließen und sich über die Lebensbedingungen der jeweiligen Länder auszutauschen.
Teilnahmevoraussetzungen
Bereitschaft, in einem Kollektiv selbst organisiert und solidarisch zu leben und zu arbeiten. Bereitschaft, sich "international" in Worten oder mit "Händen und Füßen" zu verständigen. Gute Gesundheit, Neugierde und Offenheit für Unbekanntes, Toleranz. Mindestalter 16 Jahre, ein Höchstalter gibt es nicht. Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen, voraussichtlich in Köln (siehe unten).
Organisation
Einlader und Organisator der internationalen Brigaden ist das "Instituto de Amistad con los Pueblos" (ICAP), auf deutsch: "Kubanisches Institut der Freundschaft zwischen den Völkern".
Anliegen des ICAP ist es, zwischen Kuba und anderen Nationen eine Brücke zu bauen sowie die Errungenschaften der kubanischen Revolution denjenigen Menschen näher zu bringen, die mit Kuba sympathisieren und das sozialistische Land unterstützen möchten.
Für die Vorbereitung der Brigade aus Deutschland ist die Freundschaftsgesellschaft BRD – Kuba e.V. in Zusammenarbeit mit der Reiseagentur SoliArenas zuständig. Anmeldung und Organisation erfolgt über die Freundschaftsgesellschaft BRD – Kuba e.V.
Das Campamento Julio Antonio Mella (CJAM)
Die Teilnehmer/innen der Brigade "José Martí" sind im Campamento Julio Antonio Mella (kurz CJAM) untergebracht.
Hier kommen für die Zeit der Brigade rund 200 Menschen meist junge Menschen aus vielen (west)europäischen Ländern zusammen. Verständigungsprobleme gibt es im Prinzip nicht – auch ohne Fremdsprachenkenntnisse können sich die Brigadista verständigen! Generationsprobleme gibt es übrigens auch nicht – ob 16 oder 70 Jahre alt, das Alter spielt keine Rolle. Es kommt auf Offenheit und Toleranz an.
Das Camp liegt in der Nähe des Dorfes Caimito, etwas 40 km von der Hauptstadt Havanna entfernt. Es wurde in den siebziger Jahren aufgebaut und ist seitdem mehrmals modernisiert worden. Dennoch ist die Unterbringung für europäische Verhältnisse eher bescheiden. Wer sich für die Brigade entscheidet, verzichtet bewusst auf den Luxus eines Hotels oder sogar auf den einer modernen westeuropäischen Jugendherberge und lebt genauso einfach, wie die Kubaner/innen selbst.
Gewohnt und gelebt wird unter Palmen im Freien und in Bungalows mit 8 Bett-Zimmern. Jede/r Brigadista hat einen privaten Spind zur Verfügung. Die sanitären Einrichtungen sind Gemeinschaftsanlagen, in denen sich gelegentlich auch mal eine Eidechse oder ein Frosch umschaut. Die Mahlzeiten finden in einem gemeinsamen Essraum statt.
Beliebte Treffpunkte im Camp sind die Caféteria und die Bar. Außerdem gibt es einen Einkaufladen, Telefon und kostenlosen Internetzugang sowie für jede/n Teilnehmer/in einen Tresor für Dokumente und Wertgegenstände.
Arbeit und Freizeit

Die Brigadista arbeiten auf Feldern in der Nähe des Campamento. Die Arbeit erfolgt unter Anleitung von kubanischen Facharbeiter/innen. Wie aus dem Programm zu ersehen ist, beginnt der Arbeitstag früh – er endet aber für die Brigadista auch schon am Mittag. Der frühe Arbeitseinsatz hat den Vorteil, dass die Sonne am Morgen noch nicht so unbarmherzig brennt.
Die Nachmittage und Abende bieten Zeit für Erholung, Gespräche, Sport und Spiel, Ausflüge sowie Kontakte mit anderen Brigadista und kubanischen Ansprechpartner/innen. Das von der ICAP organisierte Programm beinhaltet Besuche der Hauptstadt Havanna, der Provinzen Villa Clara und Guantánamo sowie Veranstaltungen und Treffen mit Repräsentanten der kubanischen Gesellschaft. Auch Besuche von Schulen, Sportstätten und Krankenhäusern sind vorgesehen.
Gesundheit / Krankheit
Kuba hat für lateinamerikanische Verhältnisse ein hervorragendes Gesundheitssystem. Dennoch ist es mit den in Deutschland gewohnten Verhältnissen nicht zu vergleichen. Wer Vorsorge für die Krankheiten treffen will oder aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft Medikamente einnehmen muss, sollte die entsprechenden Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen.
Ärztliche Behandlungen und Medikamente müssen selbst bezahlt werden. Wir empfehlen daher den Abschluss einer Reisekrankenversicherung.
Für alle Fälle: Ein ärztlicher Notdienst ist über das Camp garantiert.
Währung
Die nationale Währung ist der kubanische Peso. Von Touristen erwartet man im Allgemeinen die Zahlung in "Peso Convertible" (CUC). Wir raten zur Mitnahme von Euro in Form von Bargeld und empfehlen, schon bei Ankunft im Flughafen Havanna Euro in CUC zu wechseln. Weitere Möglichkeiten des Umtauschs bestehen in Hotels und Banken in Havanna. Zahlungen in Dollar werden seit November 2004 nicht mehr akzeptiert, da der Dollar durch den CUC ersetzt wurde. (Wechselstube = CADECA)
Vorbereitungstreffen
Sinn des Treffens ist das gegenseitige Kennenlernen aller Brigadeteilnehmer/innen sowie eine intensive Vorbereitung auf das Land Kuba und die Brigade selbst.
Ein wichtiges Thema ist die "Ausrüstung" für die Brigade – was ist erforderlich bzw. nützlich?
Ein Höhepunkt der Brigade wird das gemeinsame Kochen eines typischen Gerichtes der jeweiligen Nation sein. Was wollen wir zum gemeinsamen Essen des gesamten Campamentos kochen? Welche Zutaten können vor Ort besorgt werden und was sollte dafür von Deutschland aus mitgenommen werden?
Ein weiteres Thema wird die praktische Solidarität mit Cuba sein: Welche Sachspenden sind sinnvoll und wie können die Brigadista hierzu beitragen?
Politischer Schwerpunkt der Kuba-Solidarität ist momentan der internationale Einsatz für die Freilassung der fünf widerrechtlich in den USA eingekerkerten Kubaner. Wie können sich die Brigadista solidarisieren und dies auch auf der Brigade deutlich machen?
Das Vorbereitungstreffen für die Brigade findet etwa vier Wochen vor Beginn der Brigade statt. Ort und Zeit werden rechtzeitig mitgeteilt und wird von erfahrenen Brigadista durchgeführt. Die Teilnahme ist obligatorisch.
Wir bieten kostenlose Übernachtung mit Frühstück (private Unterkunft) an. Essen werden wir zu günstigen Preisen in einer "Kneipe um die Ecke". Fahrtkosten zum Vorbereitungstreffen müssen selbst getragen werden; bei der Organisation von Fahrgemeinschaften helfen wir aber gerne.
Preis und Leistungen
Im Preis von 1.600,00 Euro sind folgende Leistungen enthalten:
- Drei Wochen Unterkunft und Verpflegung im Campamento
- Flug von Deutschland nach Cuba und zurück einschl. Transfer zwischen Flughafen und Camp (gilt auch für individuelle Anreise)
- Gebühren für Brigadevisum (einschl. Beantragung bei der Botschaft und Zusendung an die Teilnehmer/innen per Einschreiben)
- Reisekrankenversicherung
- Kulturveranstaltungen im Camp, Begegnungen mit Repräsentanten Kubas, Reise in eine Provinz mit Übernachtungen
- Vorbereitungstreffen
- Organisation durch die Geschäftsstelle der FG BRD – Kuba e.V.
Teilnahmevoraussetzungen offiziell
Zur Einreise nach Cuba ist ein noch 6 Monate gültiger Reisepass erforderlich. Bitte rechtzeitig beantragen! Das erforderliche Visum besorgen wir nach Eingang der Anmeldung und senden es per Post zu.
Mindestalter: 16 Jahre – eine Grenze nach oben gibt es nicht
Seit 01.05.2010 ist für die Einreise nach Cuba der Abschluss einer Reisekrankenversicherung erforderlich. Diese Versicherung ist im Teilnahmepreis enthalten und wird – wenn nicht bereits eine Reise-Krankenversicherung besteht – automatisch über das Reisebüro abgeschlossen.
Nachdem Eingang des Anmeldeformulars und einer Anzahlung von 500,00 Euro werden die Flugbuchungen durch die Reiseagentur SoliArenas vorgenommen. Der Flug ist von verschiedenen Orten Deutschlands möglich. Nach vollständiger Bezahlung senden wir unverzüglich die Teilnahmebestätigung mit allen erforderlichen Unterlagen zu.
Für Teilnehmer/innen, die nicht von Deutschland aus nach Cuba fliegen, gelten ggfs. gesonderte Zahlungskonditionen (mindestens Camp-Kosten in Höhe von 400,00 €).
Für den Teilnehmerausweis im Camp müssen zwei Passbilder mitgebracht werden.
Reiserücktritt
Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung über die Reiseagentur SoliArenas. Hierüber ist ein Reiserücktritt (Erstattung der Kosten) im Falle von Krankheit (Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich) oder plötzlicher Arbeitslosigkeit oder Wiedereinstellung nach Arbeitslosigkeit abgesichert. Kosten: 38,00 € mit 20% Selbstbeteiligung, 51,00 € ohne Selbstbeteiligung (Informationen der Reiseagentur SoliArenas).
Verlängerung des Aufenthalts auf Cuba
Wer auf eigene Kosten nach Ende der Brigade noch zwei Wochen (maximal 14 Tage Verlängerung) auf Cuba bleiben möchte, kann dies mit dem Brigadevisum tun. Wer noch länger bleiben möchte, sollte die Konditionen mit der Reiseagentur SoliArenas abklären. Es ist ein Touristenvisum erforderlich; die maximale Aufenthaltsdauer eines Touristen ist auf zwei Monate begrenzt.
Noch Fragen?
Wir sind für alle Fragen ansprechbar, einfach anrufen oder mailen.
Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Maybachstr. 159, 50670 Köln
Tel.: 0221/2405120, Fax: 0221/6060080
info@fgbrdkuba.de
Reisepartner:

Unkraut jäten für die Revolution
Sonne, Palmen, Sozialismus. Was fällt jemandem da als erstes ein? Kuba natürlich! Die nur 140 km von den USA entfernte Insel
ist DAS sozialistische Paradebeispiel.
17.08.2011: KJÖ
José Martí Brigade 2010, Interview
In diesem Jahr nahmen zehn Brigadista aus der Bundesrepublik Deutschland an der europäischen Brigade im Juli
teil.
Eine bunt gemischte Gruppe zwischen 16 und 65 Jahren, jeweils fünf Compañeras und Compañeros.
Nach den ereignisreichen drei Wochen auf Cuba, noch vor dem Rückflug, führte unser Redaktionsmitglied
Marianne, die ebenfalls teilgenommen hatte, ein Interview mit einigen der Brigadista.
CUBA LIBRE 4-2010: Interview
Kuba – einmal anders
Als Teilnehmer der europäischen Solidaritätsbrigade José Martí stellte ich mir anfangs die
Frage, ob ich in diesem Artikel das Augenmerk hauptsächlich auf eine politische Betrachtung Kubas, oder meine
"Urlaubs"-Erfahrungen richten sollte. Nach längerem Hin und Her kam ich zu dem Ergebnis, dass sich
beides nicht voneinander trennen ließe, um meine Eindrücke akkurat wiedergeben zu können.
CUBA LIBRE 4-2010: Brigadebericht

Fotogalerie: Internationale Brigade José Martí 2010
Brigade José Martí
2010
"Von Mangelwirtschaft ist nichts zu bemerken"
Bericht eines Brigadisten: Die Versorgungslage auf Kuba ist gut, junge Leute vermissen aber Konsumwaren,
Gespräch mit Bernd Zimdahl.
16.08.2010: junge Welt
Schwitzen für den Sozialismus!
Mit der Europäischen Brigade "José Martí" zur freiwilligen Arbeit in Kuba
Im Juli fand, wie in jedem Jahr, die vom Cubanischen Institut für Völkerfreundschaft (ICAP)
organisierte Brigade "José Martí" statt, die ein gut zweiwöchiges Programm aus
freiwilliger Arbeit, Kultur und Freizeit für Teilnehmer aus ganz Europa bietet.
Oktober 2009: CUBA LIBRE 4-09
Auf Brigade in Cuba
Brigade, was ist das eigentlich? Gab es das nicht in der DDR, als Samstags manchmal freiwillige Extra-Arbeit
geleistet wurde? Gibt’s das überhaupt noch? Wo denn? Was geht da ab? Wie kann ich mir das vorstellen?
Die Zahl der Cubafreunde und -freundinnen, die eigene Erfahrungen mit Arbeitsbrigaden haben, liegt weit
unter der Anzahl der Pauschal- und Individual-, Rundreise- oder Tauch-TouristInnen. Aber: wer einmal dabei
war, hat Cuba auf eine ganz besondere Weise kennen gelernt und meist unvergessliche Eindrücke mit
zurück gebracht.
Oktober 2008: CUBA LIBRE 4-08
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