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Solidarität kostet Geld
Ein Schwerpunkt der Arbeit der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba ist die politische Solidarität mit Kuba.
Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba will mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu aktuellen Ereignissen in Kuba
sowie zu historischen, ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Fragen realitätsnah und
wahrheitsgemäß informieren.
Solidaritätsprojekte der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V.
Es gibt zahlreiche Solidaritätsprojekte, die seitens der Freundschaftsgesellschaft in Partnerschaft mit
cubanischen Einrichtungen laufen. Alle Beteiligten sind sich darüber im Klaren, daß mit diesen Projekten
allein die wirtschaftliche Gesundung Cubas nicht gewährleistet ist. Aber einerseits ist die
Solidaritätsbewegung in der Tat weltweit und andererseits können mit diesen Spenden durchaus Engpässe
überwunden werden. Ein grundsätzlicher, sehr wichtiger Aspekt ist, daß die Menschen auf Cuba durch die
materiellen Solidaritätsbeweise spüren.
Darüber hinaus organisieren wir Solidaritätsbrigaden: Die aus der Bundesrepublik jährlich zusammengestellte
Brigade trägt den Namen des cubanischen Dichters, Revolutionärs und Nationalhelden José Martí, der am
19. Mai 1895 im Kampf um die Unabhängigkeit Cubas fiel. Zusammen mit Menschen jeden Alters aus allen
Ländern Europas lernen die TeilnehmerInnen sehr intensiv Menschen, Land und Leben in Cuba kennen.
laufende Projekte
abgeschlossene Projekte
Solidarität kostet Geld
Ein Schwerpunkt der Arbeit der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba ist die politische Solidarität mit Kuba.
Das Ziel des gemeinnützigen Vereins ist laut Satzung die "Freundschaft zwischen der Bundesrepublik
Deutschland und Kuba, zwischen den Völkern beider Staaten zu fördern und zu vertiefen. Deshalb bemüht
sich der Verein, die Beziehungen zwischen beiden auf der Grundlage der friedlichen Koexistenz verbessern zu helfen.
Zu diesem Zweck wird der Verein Informationen über und zwischen den beiden Staaten ermöglichen, die
Beziehungen vor allem auf dem Gebiet von Kultur und Wirtschaft fördern."
Häufig ist die Berichterstattung in hiesigen Medien bezüglich Kuba verzerrend, werden die Erfolge der
Revolution verschwiegen, wird selektiv berichtet oder schlichtweg gelogen, mit dem Zweck Kuba zu diskreditieren.
Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba will mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu aktuellen Ereignissen in Kuba
sowie zu historischen, ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Fragen realitätsnah und
wahrheitsgemäß informieren.
An Publikationen gibt die Freundschaftsgesellschaft alle drei Monate die Zeitschrift CUBA LIBRE heraus. Einmal im
Monat erscheint die Publikation Cuba kompakt. Desweiteren werden Flyer, Flugblätter und Broschüren zu
gegebenen Anlässen, Projekten und Schwerpunktthemen veröffentlicht. Begleitend dazu berichten wir
über unsere Internetseiten aus und über Kuba.
Zudem bieten wir Veranstaltungen mit Referenten, veranstalten Filmvorführungen, sind auf Straßenfesten
mit Informationsständen präsent und organisieren Ausstellungen, Vorträge, Diskussions-, Kultur- und
Konzertveranstaltungen.
All diese Aktivitäten kosten Geld: Druckkosten, Vertrieb, Porto, Telefonkosten, Saal- und Standmieten,
der Betrieb unserer Geschäftsstelle, Kontogebühren, Verwaltung usw. werden ausschließlich von Spenden und
Mitgliedsbeiträgen bestritten.
Unterstützen Sie unsere Öffentlichkeitsarbeit mit einer Spende unter dem
Stichwort "Öffentlichkeitsarbeit" auf das
Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, Konto: 123 69 00, BLZ: 370 205 00
Abzugsfähige Spendenquittungen sind über unsere Geschäftsstelle erhältlich:
Maybachstr. 159, 50670 Köln, Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.
Wir helfen Cuba helfen
Spenden für die cubanische Ärztebrigade "Henry Reeve" in Haiti
Cuba ist das Land, das in den ersten 72 Stunden nach dem schrecklichen Erdbebeben am wirksamsten
geholfen hat.
Schon seit 1998 leisten Ärzte und medizinisches Personal aus Cuba dem ärmsten Land Amerikas
medizinische Hilfe.
Deswegen waren seine 400 Ärzte und sein medizinisches Personal sofort an Ort und Stelle.
Da Cuba in Haiti bereits eine medizinische Infrastruktur aufgebaut hatte, war es ihm ermöglich Leben zu
retten, als sich die Hilfe anderer noch im Stadium der Planung befand.
Die Cubaner errichteten sofort ein Nothospital neben dem vom Erdbeben zerstörten Krankenhaus von
Port-au-Prince und ein weiteres Zelthospital in einem anderen schwer getroffenen Teil der Stadt.
Noch am Tag der Katastrophe flogen 60 Ärzte des Kontingents "Henry Reeves" mit Medikamenten,
Operationsmaterial, Plasma und Lebensmitteln in das Erdbebengebiet.
Spenden bitte unter dem Stichwort Ärztebrigade in Haiti auf das
Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, Konto: 123 69 00, BLZ: 370 205 00
Abzugsfähige Spendenquittungen sind über unsere Geschäftsstelle erhältlich:
Maybachstr. 159, 50670 Köln, Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.
Behindertenzentrum "Gloria Cuadro de la Cruz"
Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit schweren geistigen Behinderungen im Medizinischen Zentrum für Psychopädagogik "Gloria Cuadro de la Cruz" in der Provinz Santiago de Cuba.
Auf Bitten des cubanischen Gesundheitsministeriums haben wir dieses Zentrum in unser Spendenprojekt aufgenommen. Es ist ein Projekt von großer Dringlichkeit und es ist unser einziges, das im Osten der Insel angesiedelt ist.
Dieses Psychopädagogische Zentrum befindet sich Boniato im Bezirk Santiago de Cuba.
Es ist für 37 stationäre Patienten ausgelegt, für deren Betreuung 50 Beschäftigte
verschiedener Bereiche benötigt werden. Unter anderem verfügt das Zentrum über zwei
Ärzte, eine Krankenschwester, zwei Behindertenpädagogen, eine Soziologin, einen
pharmazeutisch-technischer Assistenten, einen Beschäftigungstherapeuten und eine Diätassistentin.
In diesem Zentrum wirkt sich das Fehlen von Ausstattung und elementarem und lebenswichtigem Material auf
eine günstige Entwicklung der Rehabilitation der Betroffenen aus. Wenn es gelingt, diese Materialien
zu erwerben, geht man davon aus, dass die Bewohner des Zentrums Fortschritte machen und in die Lage
versetzt werden, sich gemäß ihrer individuellen Möglichkeiten Fertigkeiten anzueignen.
Dies wird im Augenblick durch den Mangel an entsprechender Ausstattung verhindert.
Das Gebäude der Einrichtung ist 40 Jahre alt. Es hat zwar einige bauliche Veränderungen
erfahren, die aber die bestehenden Probleme nicht gelöst haben. Küche, Essbereich,
Schlafsäle und der psychopädagogische Behandlungsbereich bedürfen einer Restaurierung.
Das Zentrum verfügt über keinerlei Transportmöglichkeit, die es erlauben würde, die
Behinderten in ihr familiäres Umfeld zu fahren, was für eine erfolgreiche Sozialisierung
wichtig wäre.
Eine erfolgreiche Therapie sieht vor, dass die stationär im Zentrum untergebrachten Behinderten das
Wochenende zuhause verbringen, was aber wegen fehlender Transportmöglichkeiten, besonders bei
Fällen aus weit entfernten Dörfern kaum machbar ist. Daher würde ein geeignetes
Transportmittel dieses Problem lösen und die Verwirklichung der Projektziele fördern.
Weiterhin möchte man die Qualität der professionellen und technischen Hilfe, welche
die Menschen mit schwerer geistiger Beeinträchtigung bekommen, verbessern. Zu diesem Zweck plant
man Werkstätten und Fortbildungskurse, um das technische Niveau derer, die an der Rehabilitation
der Behinderten beteiligt sind, zu vervollkommnen.
Ausführlichere Informationen: Behindertenzentrum "Gloria Cuadro de la Cruz"
Spenden bitte unter dem Stichwort "Behindertenzentrum Gloria Cuadro" auf das
Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, Konto: 123 69 00, BLZ: 370 205 00
Abzugsfähige Spendenquittungen sind über unsere Geschäftsstelle erhältlich:
Maybachstr. 159, 50670 Köln, Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.
Hurrikanhilfe für Kuba
Cuba braucht unsere Hilfe! "Gustav" und "Ike" hinterlassen Spur der Verwüstung in Kuba.
Noch nie brachen zwei Hurrikane innerhalb so kurzer Zeit über Cuba herein. Nachdem Hurrikan Gustav die
Insel der Jugend heimgesucht hatte, sah es dort so aus wie nach einem schweren Bombenangriff. als die
Menschen aus ihren Schutzquartieren kamen, kannten sie ihre Insel nicht mehr wieder.
Pinar del Rio erlebte den schwersten Hurrikan seit 50 Jahren mit noch nie vorher gemessenen Windgeschwindigkeiten von 340 km/h.
Eine Woche später bricht Ike, ebenfalls ein Hurrikan Kategorie 4 auf der bis 5 gehenden
Saffir-Simpson-Skala von Osten über Cuba herein. Dieses Mal werden mehr als 2,5 Millionen Menschen
evakuiert.
14 der 15 Provinzen Cubas waren in Alarmbereitschaft, denn Ike durchquerte die Insel von Osten nach
Westen, teils über Land, teils eng an der Südküste Cubas entlang, um dann erneut, genau wie Gustav, über
Pinar del Rio zu stürmen, das gerade damit begonnen hatte, die Trümmer zu beseitigen, die Hurrikan Gustav
hinterlassen hatte.
Die malerische Stadt Baracoa ist ein Trümmerfeld, von riesigen Wellen zerstört. In der zum Weltkulturerbe
gehörenden Stadt camagüey traten alle Flüsse über die Ufer und überschwemmten den ganzen Stadtkern.
Schmerz und Trostlosigkeit, zerstörte Wohnungen und soziale Einrichtungen, Obstplantagen, Getreidefelder
und Gemüsebeete verschwunden, über das Ufer getretene Flüsse, ins Land eingedrungenes Meer; Kleidung,
Nahrungsmittel, elektrische Geräte und Möbel zerstört. Wichtige Anpflanzungen wie Kaffee- Reis und
Zuckerrohr ruiniert, Industriebetriebe stehen still, Geflügelfarmen und Schweinezucht und Milchproduktion
außer Betrieb, Verkehrswege unterbrochen, Hunderte von elektrischen Umleitungsmasten und Bäume
niedergerissen oder umgeknickt. (...)
Gustav zerstörte 140.000 Gebäude, wovon 90.000 Wohnungen waren. Ike hatte den Stillstand der gesamten
Nickelproduktion zur Folge, einer der wichtigsten Exportzweige Cubas und verwandelte Lagerhäuser und
Hafeninstallationen in Katastrophenzonen.
- Die Regierungen Europas lassen die Menschen in Cuba im Stich.
- Helfen sie Cuba, diese Katastrophe zu überstehen.
- Helfen Sie mit beim Wiederaufbau des Landes.
Spendenaufruf: Hurrikanhilfe (pdf)
Spendet unter dem Stichwort "Hurricanhilfe"
Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, Konto: 123 69 00, BLZ: 370 205 00
Abzugsfähige Spendenquittungen sind über unsere Geschäftsstelle erhältlich:
Maybachstr. 159, 50670 Köln, Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.
Gesellschaft für motorisch Behinderte ACLIFIM
Die Gesellschaft für motorisch Behinderte ACLIFIM (Asosiación Cubana de Limitados Físico-Motores) hat ca.
36.000 Mitglieder.
Ein Hauptbestandteil der Arbeit ist die berufliche Ausbildung. Neben der Beschäftigung in staatlichen
Betrieben gibt es 150 Werkstätten auf Kuba, wo sich vor allem Rollstuhlfahrer/-innen in verschiedenen
Fachbereichen qualifizieren können. Das Zentrum wird von uns durch Geld- und Sachspenden (Rollstühle, Schienen,
Gehhilfen, Ersatzteile) unterstützt. Insbesondere die Brigade José Martí ist hierbei seit Jahren stark
engagiert.
ACLIFIM-Projekt mit neuem Schwung
Seit vielen Jahren unterstützt die Freundschaftsgesellschaft die 1980 gegründete Gesellschaft für motorisch
Behinderte. Unsere Spenden wurden immer mit grosser Dankbarkeit aufgenommen und für die vielen Projekte der
Organisation in ganz Cuba eingesetzt.
Computerlehrwerkstatt
Im nationalen Zentrum des ACLIFIM (CENCAP) wurde eine Computerlehrwerkstatt eingerichtet. Dort sollen
Schüler aus allen Provinzen des Landes am Computer ausgebildet werden, um so Chancen auf eine qualifizierte
Arbeitsstelle zu bekommen. Um eine erfolgreiche Ausbildung gewährleisten zu können, ist die Installation eines
Netzes, das die einzelnen Computer miteinander und dem Computer des Lehrers verbindet, von grosser Notwendigkeit.
Schwerpunkte Transportpark
In Zukunft wird einer unserer Schwerpunkte in der Verbesserung und Erhaltung des Transportparks bestehen.
Wie man sich leicht vorstellen kann, ist die Fortbewegungsmöglichkeit für motorisch Behinderte von enormer
Wichtigkeit. Von einem Ort zum andern gelangen zu können, ist Voraussetzung einer erfolgreichen Integration.
Im Augenblick würden ca. 53.000 Menschen eine behindertengerechte Transportmöglichkeit benötigen, aber dies
kann die Organisation nicht leisten. Sie besitzt zwar einige Transportmöglichkeiten, aber die haben im Laufe
der Jahre gelitten und sind teilweise nicht mehr einsetzbar. Sie bedürfen dringender Reparaturen und
Ersatzteile.
So benötigt zum Beispiel der ACLIFIM der Provinz Havanna einen neuen Motor für seinen "Giron V" im Wert von
4150 $. Besonders schlimm sieht es offensichtlich in der Provinz Granma aus. Dort benötigen 6 Transporter
verschiedener Marken entweder einen neuen Motor oder eine Reparatur, wobei der "Moskovich" mit 1.000 $ noch am
günstigsten wiederherzustellen ist. Ausserdem bedarf der "Pegaso" einer Karosseriereparatur von 500 $.
Aber auch die anderen Provinzen haben grössere und kleinere Ausfälle und Unterstützung nötig.
Dazu benötigen wir Eure Hilfe. Es wäre schön, wenn es uns gelänge, vielen motorisch Behinderten die Bewegung
zu ermöglichen, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Spenden erbitten wir unter Angabe des Stichwortes "Behinderten-Selbsthilfe ACLIFIM"
Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, Konto: 123 69 00, BLZ: 370 205 00
Abzugsfähige Spendenquittungen sind über unsere Geschäftsstelle erhältlich:
Maybachstr. 159, 50670 Köln, Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.
Krankenhaus Miguel Enriquez
Das Universitätskrankenhaus "Miguel Enriquez" umfasst ein Einzugsgebiet von ca. 500.000 Menschen. Es ist
spezialisiert auf die Behandlung von mehrfach traumatisierten Patienten und das Provinzzentrum für die
chirurgische Behandlung von HIV-Positiven und AIDS-Kranken. Außerdem besitzt es eine Abteilung zur Behandlung
von schweren Verbrennungen, eine neurochirurgische Abteilung und eine Dialysestation.
Zwischen 1980 und 1989 wurde das Krankenhaus renoviert und um drei Blöcke erweitert. In den
Spezialabteilungen für Neurochirurgie, Verbrennungen und plastischer Chirurgie werden Patienten aus dem
ganzen Land behandelt. Mit unseren Spenden versuchen wir das trotz aller Schwierigkeiten hervorragend
arbeitende Krankenhaus zu unterstützen. Mit unserer letzten Spende ermöglichten wir den Kauf von PCs und
die Vernetzung der Intensiv- und Wachstationen innerhalb des Krankenhauses aber auch zu den Computern des
nationalen Gesundheitssystems. Dadurch kann in schwierigen Fällen sofort Beratung eingeholt und adäquat
reagiert werden.
Auch zur Beschaffung von Verbrauchsmaterialien wie dringend erforderliche Reagenzien, Batterien und
Ersatzteile braucht das Krankenhaus dauerhaft unsere Unterstützung.
Helfen Sie Sie uns bei der Finanzierung dieses Projekts. Helfen Sie Cuba bei der Aufrechterhaltung
seines vorbildlichen Gesundheitssystems.
Überweisen Sie bitte Ihre Spenden unter dem Stichwort "Krankenhaus Miguel Enriquez"
Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft, Köln, Konto: 123 69 00, BLZ: 370 205 00
Abzugsfähige Spendenquittungen sind über unsere Geschäftsstelle erhältlich:
Maybachstr. 159, 50670 Köln, Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.
Brigade José Martí
Schon seit den 60er Jahren, kurz nach dem legendären Sieg der kubanischen Revolution, verbringen viele meist junge Menschen aus allen Kontinenten einen Teil ihres Urlaubs in Kuba, um das Land solidarisch zu unterstützen – vor allem durch Einsätze in der Landwirtschaft. Sie arbeiten in Brigaden. Heute spricht man eher von "Workcamp" oder "Aktiv-Camp" – es bleibt sich gleich. In diesem Jahr wird die Brigade José Martí ihren 40. Jahrestag feiern!
Die Brigade bietet den Teilnehmer/innen die Möglichkeit, Kuba und seine Geschichte kennen zu lernen, Freundschaften mit Kubaner/innen und Menschen aus aller Welt - insbesondere Europa - zu schließen und sich über die Lebensbedingungen der jeweiligen Länder auszutauschen.
Teilnahmevoraussetzungen
Bereitschaft, in einem Kollektiv selbst organisiert und solidarisch zu leben und zu arbeiten. Bereitschaft, sich "international" in Worten oder mit "Händen und Füßen" zu verständigen. Gute Gesundheit, Neugierde und Offenheit für Unbekanntes, Toleranz. Mindestalter 16 Jahre, ein Höchstalter gibt es nicht. Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen, voraussichtlich in Köln (siehe unten).
Organisation
Einlader und Organisator der internationalen Brigaden ist das "Instituto de Amistad con los Pueblos" (ICAP), auf deutsch: "Kubanisches Institut der Freundschaft zwischen den Völkern".
Anliegen des ICAP ist es, zwischen Kuba und anderen Nationen eine Brücke zu bauen sowie die Errungenschaften der kubanischen Revolution denjenigen Menschen näher zu bringen, die mit Kuba sympathisieren und das sozialistische Land unterstützen möchten.
Für die Vorbereitung der Brigade aus Deutschland ist die Freundschaftsgesellschaft BRD – Kuba e.V. in Zusammenarbeit mit der Reiseagentur SoliArenas zuständig. Anmeldung und Organisation erfolgt über die Freundschaftsgesellschaft BRD – Kuba e.V.
Das Campamento Julio Antonio Mella (CJAM)
Die Teilnehmer/innen der Brigade "José Martí" sind im Campamento Julio Antonio Mella (kurz CJAM) untergebracht.
Hier kommen für die Zeit der Brigade rund 200 Menschen meist junge Menschen aus vielen (west)europäischen Ländern zusammen. Verständigungsprobleme gibt es im Prinzip nicht – auch ohne Fremdsprachenkenntnisse können sich die Brigadista verständigen! Generationsprobleme gibt es übrigens auch nicht – ob 16 oder 70 Jahre alt, das Alter spielt keine Rolle. Es kommt auf Offenheit und Toleranz an.
Das Camp liegt in der Nähe des Dorfes Caimito, etwas 40 km von der Hauptstadt Havanna entfernt. Es wurde in den siebziger Jahren aufgebaut und ist seitdem mehrmals modernisiert worden. Dennoch ist die Unterbringung für europäische Verhältnisse eher bescheiden. Wer sich für die Brigade entscheidet, verzichtet bewusst auf den Luxus eines Hotels oder sogar auf den einer modernen westeuropäischen Jugendherberge und lebt genauso einfach, wie die Kubaner/innen selbst.
Gewohnt und gelebt wird unter Palmen im Freien und in Bungalows mit 8 Bett-Zimmern. Jede/r Brigadista hat einen privaten Spind zur Verfügung. Die sanitären Einrichtungen sind Gemeinschaftsanlagen, in denen sich gelegentlich auch mal eine Eidechse oder ein Frosch umschaut. Die Mahlzeiten finden in einem gemeinsamen Essraum statt.
Beliebte Treffpunkte im Camp sind die Caféteria und die Bar. Außerdem gibt es einen Einkaufladen, Telefon und kostenlosen Internetzugang sowie für jede/n Teilnehmer/in einen Tresor für Dokumente und Wertgegenstände.
Arbeit und Freizeit

Die Brigadista arbeiten auf Feldern in der Nähe des Campamento. Die Arbeit erfolgt unter Anleitung von kubanischen Facharbeiter/innen. Wie aus dem Programm zu ersehen ist, beginnt der Arbeitstag früh – er endet aber für die Brigadista auch schon am Mittag. Der frühe Arbeitseinsatz hat den Vorteil, dass die Sonne am Morgen noch nicht so unbarmherzig brennt.
Die Nachmittage und Abende bieten Zeit für Erholung, Gespräche, Sport und Spiel, Ausflüge sowie Kontakte mit anderen Brigadista und kubanischen Ansprechpartner/innen. Das von der ICAP organisierte Programm beinhaltet Besuche der Hauptstadt Havanna, der Provinzen Villa Clara und Guantánamo sowie Veranstaltungen und Treffen mit Repräsentanten der kubanischen Gesellschaft. Auch Besuche von Schulen, Sportstätten und Krankenhäusern sind vorgesehen.
Gesundheit / Krankheit
Kuba hat für lateinamerikanische Verhältnisse ein hervorragendes Gesundheitssystem. Dennoch ist es mit den in Deutschland gewohnten Verhältnissen nicht zu vergleichen. Wer Vorsorge für die Krankheiten treffen will oder aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft Medikamente einnehmen muss, sollte die entsprechenden Medikamente in ausreichender Menge mitnehmen.
Ärztliche Behandlungen und Medikamente müssen selbst bezahlt werden. Wir empfehlen daher den Abschluss einer Reisekrankenversicherung.
Für alle Fälle: Ein ärztlicher Notdienst ist über das Camp garantiert.
Währung
Die nationale Währung ist der kubanische Peso. Von Touristen erwartet man im Allgemeinen die Zahlung in "Peso Convertible" (CUC). Wir raten zur Mitnahme von Euro in Form von Bargeld und empfehlen, schon bei Ankunft im Flughafen Havanna Euro in CUC zu wechseln. Weitere Möglichkeiten des Umtauschs bestehen in Hotels und Banken in Havanna. Zahlungen in Dollar werden seit November 2004 nicht mehr akzeptiert, da der Dollar durch den CUC ersetzt wurde. (Wechselstube = CADECA)
Vorbereitungstreffen
Sinn des Treffens ist das gegenseitige Kennenlernen aller Brigadeteilnehmer/innen sowie eine intensive Vorbereitung auf das Land Kuba und die Brigade selbst.
Ein wichtiges Thema ist die "Ausrüstung" für die Brigade – was ist erforderlich bzw. nützlich?
Ein Höhepunkt der Brigade wird das gemeinsame Kochen eines typischen Gerichtes der jeweiligen Nation sein. Was wollen wir zum gemeinsamen Essen des gesamten Campamentos kochen? Welche Zutaten können vor Ort besorgt werden und was sollte dafür von Deutschland aus mitgenommen werden?
Ein weiteres Thema wird die praktische Solidarität mit Cuba sein: Welche Sachspenden sind sinnvoll und wie können die Brigadista hierzu beitragen?
Politischer Schwerpunkt der Kuba-Solidarität ist momentan der internationale Einsatz für die Freilassung der fünf widerrechtlich in den USA eingekerkerten Kubaner. Wie können sich die Brigadista solidarisieren und dies auch auf der Brigade deutlich machen?
Das Vorbereitungstreffen für die Brigade findet etwa vier Wochen vor Beginn der Brigade statt. Ort und Zeit werden rechtzeitig mitgeteilt und wird von erfahrenen Brigadista durchgeführt. Die Teilnahme ist obligatorisch.
Wir bieten kostenlose Übernachtung mit Frühstück (private Unterkunft) an. Essen werden wir zu günstigen Preisen in einer "Kneipe um die Ecke". Fahrtkosten zum Vorbereitungstreffen müssen selbst getragen werden; bei der Organisation von Fahrgemeinschaften helfen wir aber gerne.
Preis und Leistungen
Im Preis von 1.600,00 Euro sind folgende Leistungen enthalten:
- Drei Wochen Unterkunft und Verpflegung im Campamento
- Flug von Deutschland nach Cuba und zurück einschl. Transfer zwischen Flughafen und Camp (gilt auch für individuelle Anreise)
- Gebühren für Brigadevisum (einschl. Beantragung bei der Botschaft und Zusendung an die Teilnehmer/innen per Einschreiben)
- Reisekrankenversicherung
- Kulturveranstaltungen im Camp, Begegnungen mit Repräsentanten Kubas, Reise in eine Provinz mit Übernachtungen
- Vorbereitungstreffen
- Organisation durch die Geschäftsstelle der FG BRD – Kuba e.V.
Teilnahmevoraussetzungen offiziell
Zur Einreise nach Cuba ist ein noch 6 Monate gültiger Reisepass erforderlich. Bitte rechtzeitig beantragen! Das erforderliche Visum besorgen wir nach Eingang der Anmeldung und senden es per Post zu.
Mindestalter: 16 Jahre – eine Grenze nach oben gibt es nicht
Seit 01.05.2010 ist für die Einreise nach Cuba der Abschluss einer Reisekrankenversicherung erforderlich. Diese Versicherung ist im Teilnahmepreis enthalten und wird – wenn nicht bereits eine Reise-Krankenversicherung besteht – automatisch über das Reisebüro abgeschlossen.
Nachdem Eingang des Anmeldeformulars und einer Anzahlung von 500,00 Euro werden die Flugbuchungen durch die Reiseagentur SoliArenas vorgenommen. Der Flug ist von verschiedenen Orten Deutschlands möglich. Nach vollständiger Bezahlung senden wir unverzüglich die Teilnahmebestätigung mit allen erforderlichen Unterlagen zu.
Für Teilnehmer/innen, die nicht von Deutschland aus nach Cuba fliegen, gelten ggfs. gesonderte Zahlungskonditionen (mindestens Camp-Kosten in Höhe von 400,00 €).
Für den Teilnehmerausweis im Camp müssen zwei Passbilder mitgebracht werden.
Reiserücktritt
Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung über die Reiseagentur SoliArenas. Hierüber ist ein Reiserücktritt (Erstattung der Kosten) im Falle von Krankheit (Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich) oder plötzlicher Arbeitslosigkeit oder Wiedereinstellung nach Arbeitslosigkeit abgesichert. Kosten: 38,00 € mit 20% Selbstbeteiligung, 51,00 € ohne Selbstbeteiligung (Informationen der Reiseagentur SoliArenas).
Verlängerung des Aufenthalts auf Cuba
Wer auf eigene Kosten nach Ende der Brigade noch zwei Wochen (maximal 14 Tage Verlängerung) auf Cuba bleiben möchte, kann dies mit dem Brigadevisum tun. Wer noch länger bleiben möchte, sollte die Konditionen mit der Reiseagentur SoliArenas abklären. Es ist ein Touristenvisum erforderlich; die maximale Aufenthaltsdauer eines Touristen ist auf zwei Monate begrenzt.
Noch Fragen?
Wir sind für alle Fragen ansprechbar, einfach anrufen oder mailen.
Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Maybachstr. 159, 50670 Köln
Tel.: 0221/2405120, Fax: 0221/6060080
info@fgbrdkuba.de
abgeschlossene Solidaritätsprojekte
Cátedra Alexander von Humboldt
Restauration, Renovierung, Wiedereröffnung
Tausende von Studentinnen und Studenten haben im Laufe der Jahre ihre ersten Deutschkenntnisse an der
Cátedra Humboldt erworben. Dort besuchen sie die Seminare und bereiten sich in der gut ausgestatteten
Bibliothek auf ihr Examen vor.
Die Cátedra macht regelmäßig Ausstellungen, die sich über regen Zulauf freuen können. Auch ihre
Vorführabende deutscher Filme, ihre Literaturlesungen und Veranstaltung mit deutschen Kulturschaffenden
werden über den Kreis der Germanistikstudenten hinaus geschätzt.
Im Augenblick gibt es 12 Kurse mit jeweils 25 Schülern pro Klasse, unter denen sich auch Studenten von
technischen- oder Kunsthochschulen befinden. Den Schülern werden bald PCs mit interaktiven
Sprachprogrammen zur Verfügung stehen, mit denen sie auch in ihrer Freizeit ihre Sprachkenntnisse
perfektionieren können.
In absehbarer Zeit wird die Cátedra zusätzlich weitere Räumlichkeiten im dritten Stock des Convento San
Geronimo im Herzen Alt-Havannas beziehen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit über den Universitätsbereich
hinaus zu agieren.
Die Freundschaftsgesellschaft und eine Vertreterin der cubanischen Botschaft, stellvertretend für das
Hochschulministerium der Republik Cuba und dem Rektorat der Universität Havanna haben den Vertrag über
ein Kooperationsprojekt unterzeichnet.
Dieser erstreckt sich über den Ausbau der deutschsprachigen Präsenzbibliothek, die Teilnahme an
Filmvorführungen und politisch-kulturellen Veranstaltungen, gemeinsames Auftreten bei der Buchmesse in
Havanna, gemeinsame wissenschaftliche Projekte, wissenschaftlicher und kultureller Austausch zwischen
beiden Ländern usw.
Im Jahre 2010 soll das 20 jährige Bestehen der Cátedra in einem großen Festakt begangen werden.
Aufgaben der Cátedra Humboldt:
- Unterstützung der Deutsch-InteressentInnen
- Deutschsprachige Präsenzbibliothek (Lexika, Literatur, Film, Zeitschriften
- Sprachkurse, Lehrwerke, Sprachprüfungen für Germanistik-StudentInnen an der FLEX (Fremdsprachliche Fakultät der Universität Havanna)
- Fortbildung und Betreuung der kubanischen Deutschlehrer an Schulen und Hochschulen
- Lesungen, Filmvorführungen, politisch-kulturelle Veranstaltungen zu Themen im deutschsprachigen Raum
- Vermittlung von EU/BRD-kritischer Literatur und Medien aller Art, etc.
FG-Kooperationspartner:
- Ministerio de Educación Superior der Republik Kuba
- Rektorat der Universidad de la Habana, Amt für Internationale Beziehungen
Gesundheitsprojekte / Flickzeug
Dieses Projekt ist eines, das ganz entsprechend ihrem Bedarf, allen Krankenhäusern in Kuba zugute kommt. Die
dringend benötigten Materialien, chirurgische Fäden für die verschiedenen Einsatzgebiete, entsprechende
Nadeln und sonstiges Zubehör können von uns zu einem sehr günstigen Preis von einer Spezialfirma bezogen und durch die Firma auch
direkt nach Kuba transportiert werden. Das Problem dabei: der günstige Preis kann nur erzielt werden,
wenn mindestens ein komplettes Sortiment - zusammengestellt entsprechend den Bedürfnissen der kubanischen
Krankenhäuser - für jeweils ca. 10.000 DM abgenommen wird.
Oft können medizinisch notwendige Operationen erst verspätet durchgeführt werden, weil Nahtmaterial fehlt.
Alljährlich zum Jahreswechsel können die oben genannten, verbilligten Bestellungen aufgegeben werden.
Daher bitten wir Euch: wenn vielleicht vom Urlaubsgeld noch etwas übriggeblieben ist oder wenn das
Weihnachtsgeld kommt, an dieses Projekt zu denken!
Es wäre wirklich toll, wenn wir es gemeinsam schaffen, daß bald wieder eine Lieferung OP-Material in die
kubanischen Krankenhäuser kommt ...
Kinder mit chronischer Niereninsuffizienz
Verbesserung des Gesundheitszustands bei Kindern mit chronischer Niereninsuffizienz, die auf ein Transplantat warten.
Neues Projekt in der Provinz Santiago de Cuba
Dieses Projekt steht auf der Prioritätenliste des Gesundheitsministeriums ganz oben. Die Nutznießer sind
Kinder, die kurz vor einer Nierentransplantation stehen. Dafür müssen sie aber in einer einigermaßen
guten körperlichen Verfassung sein, damit eine solche Transplantation Erfolg verspricht.
Die Kinder, die in dieser Einrichtung versorgt werden, kommen aus den östlichen Provinzen Guantánamo,
Granma, Las Tunas, Holguín und Camagüey. Sie haben oft angeborenen Fehlbildungen, weisen Anzeichen von
Mangelernährung auf oder sind anämisch. In ihrer Mehrheit stammen sie aus ländlichen Gebieten.
Zunächst wollen wir mit unseren Spenden dazu beitragen, dass die äußeren Bedingungen in dieser
Einrichtung verbessert werden, damit den Kindern eine ganzheitlich bessere Versorgung zuteil wird.
Sie sollen außerdem auf die Eingliederung ins normale Schulsystem vorbereitet werden.
Wir wollen ferner die technischen Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Institution direkt an das
nationale Transplantationsnetz angeschlossen werden kann.
Das in dieser Einrichtung arbeitende Hilfspersonal soll dahingehend ausgebildet werden, die kranken
Kinder fachgerecht zu betreuen.
Das Projekt Niereninsuffizienz wurde von der cubanischen Regierung notgedrungenermaßen sofort übernommen,
nachdem der Hurrikan alles zerstört hatte. Man konnte da nicht warten, bis wir das Geld zusammen hatten.
Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung. Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Bundesvorstand
Solidaritätsprojekt Benita Presente
Am 29. März 2005 starb, erst 53jährig, unsere Compañera, Freundin und FG-Gründungsmitglied Benita Lederer.
Als entschiedene Internationalistin und leidenschaftliche Pädagogin war es ihr Wunsch, ein Schulprojekt in
Cuba zu unterstützen.
Gemeinsam mit der Familie Lederer hat die Regionalgruppe der Freundschaftsgesellschaft BRD-KUBA dieses
Vermächtnis aufgegriffen und das Solidaritätsprojekt BENITA PRESENTE für die Komplettrenovierung der
Landschule »Conrado Benitez« in Pipián, Kreis Madruga, Provinz Havanna initiiert
Die Ortschaft Pipián liegt im Kreis Madruga in der Provinz Havanna. Haupterwerbszweig ist seit ihrer Gründung
die Landwirtschaft mit Obstanbau, Zuckerrohrplantagen und Kleintierzucht. Pipián erstreckt sich über eine
Fläche von 107,2 km2 mit 2.771 Einwohnern. Davon sind 189 im schulfähigen Alter von 4 bis 12 Jahren, die in
der Landschule "Conrado Benitez" unterrichtet werden. Die Schule befindet sich am Eingang der Ortschaft und
ist seit 32 Jahren ununterbrochen in Betrieb. Sie hat 7 Klassenzimmer, eine Schulbibliothek, eine Küche, zwei
WCs, zwei Lagerräume, einen Computerraum, eine Turnhalle und Direktionsräume. Täglich werden die Mahlzeiten
für alle Schüler und Mitarbeiter/innen zubereitet.
An der Schule sind 152 Schüler/innen von der Vorschule bis zur 6. Klasse eingeschrieben. Der Unterricht ist
selbstverständlich kostenlos. An Lehrpersonal arbeiten in dem Zentrum 23 Lehrkräfte und außerdem 17 Personen
des technischen Personals.
Die Schule besuchen Schüler/innen aus der ländlichen Umgebung der Ortschaft. Sie ist das wichtigste
kulturelle Zentrum, in dem Kinder und Erwachsene betreut werden. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene
ist sie der Mittelpunkt in allen kulturellen, sportlichen, kreativen und politischen Aktivitäten, die am Ort
stattfinden. Insgesamt sind 1.700 Personen Nutznießer der Einrichtung.
Bis zum 1. Januar 2006 konnten insgesamt 22.472,58 Euro für die Komplettrenovierung der Schule gesammelt
werden. Hierfür erhielten wir aus Pipián detaillierte Verwendungsnachweise: In der Schule wurden 10
Klassenzimmer repariert, sowie ein Laboratorium, eine Bibliothek, die Schuldirektion, die Schulküche mit
Speisesaal und der Lagerraum. 30 Innen- und Außentüren wurden ausgewechselt und 83 Holzfenster ersetzt durch
Fenster mit Metallrahmen. Das Dach befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Dort mußten 85 m2
Dachverschalung repariert werden. Außerdem wurden 75 m2 Wandfläche repariert. In der Küche wurde die
Verwendung von Brennholz auf Gas umgestellt und 88 m2 Fließen verlegt. Die ganze Schule wurde außen und innen
getüncht, so wurden etwa 1.470 m2 gestrichen.
Am 9. April 2006 fand die feierliche Eröffnung der renovierten Einrichtung in Anwesenheit von Herbert und
Paul Lederer statt. Die sehr gut ausgestattete Bibliothek der Schule ist nach Benita benannt worden.
Vor Abschluß des Projekts waren einige weitere Baumaßnahmen (Errichtung einer Umfassungsmauer, Imprägnierung des durchlässigen
Daches, Einzäunung der Spielfelder für Basket- und Volleyball sowie die Wasserinstallationen) erforderlich,
für die wir eine Summe von weiteren 7.500,- Euro aufgebracht haben.
Weitere Informationen, Artikel, über das Solidaritätsprojekt Benita Presente,
sowie Bilder und Briefe aus Pipián finden Sie auf der
Sonderseite der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Regionalgruppe Essen
Rohstoffe zur Medikamentenherstellung, Aciclovir
Cuba ist nicht allein, Wir stehen an seiner Seite, auf vielfältige Weise. Zum Beispiel auch, indem wir
dabei helfen, sein vorbildliches Gesundheitssystem zu unterstützen. Da nahezu alle pharmazeutischen
Unternehmen der Welt US-Aktienbeteiligung aufweisen und viele Medikamente ein US-Patent haben, gestaltet
sich die Beschaffung von Medikamenten für den cubanischen Staat jedes Mal zu einem neuen Abenteuer.
Daher ist es für Cuba günstig, so viele Medikamente wie möglich selber herstellen zu können. Außerdem
schafft dies Arbeitsplätze in Forschung und Produktion.
Rohstoff Aciclovir
In Absprache mit dem Gesundheitsministerium und dem pharmazeutischen Unternehmen "Reinaldo Gutierrez" hat
sich die Freundschaftsgesellschaft BRD-Cuba dazu verpflichtet, jedes Jahr 100 kg Aciclovir-Pulver als
Rohstoff nach Cuba zu liefern. Es handelt sich dabei um ein höchst wirksames Mittel zur Behandlung des
Herpes Simplex Virus und des Virus von Varicella Zoster. Es wird zur Behandlung bei der Entstehungsstufe
des Genitalvirus Herpes und bei Rückfällen bei Patienten mit oder ohne Immunschwäche angewandt. Eine
rechtzeitige Anwendung vermindert den heftigen Schmerz, der mit dieser Krankheit einhergeht.
Das Medikament wird auch bei AIDS Patienten und bei Patienten angewandt, die unter einer anderen
Schwächung des Immunsystems leiden. Der Herpes-Virus kann viele Organe befallen. Aciclovir verhindert
auch das Wiederauftreten von Augenherpes. Da das Medikament keine bekannten Nebenwirkungen hat, kann es
auch zur Vorbeugung benutzt werden.
Benötigt wurden 100 kg Aciclovir-Pulver jährlich für den nationalen Bedarf (Druck Juni 2003). Daraus
werden Tabletten in einer Dosis von 200 mg hergestellt. Um den Jahresbedarf Cubas an diesem Rohstoff zu
decken und um zu gewährleisten, dass dieses Medikament den Patienten durchgängig zur Verfügung steht,
war jährlich ein Betrag von ca. 7.000 Euro erforderlich.
Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung. Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V., Bundesvorstand
Aufruf für Brillensammlung von Käthe Reichel
(...) Gestern hat mich die Cuba-Delegation gefragt, ob och "Schirmherrin" sein will für die Sammlung
jener geschliffenen aber nicht mehr genutzten Brillengläser, die in Deutschland millionenhaft in den
Ecken dunkler Schubladen herumliegen und vielen Augen wieder Licht und das Vergnügen bringen könnten, zu
erfahren, was auf der Erde sich bewegt fernab von jenem großen, jenem gewaltigen Nachbarn, der sich auf
dieser Insel seit 40 Jahren den Titel "SCHURKENSTAAT" "erkämpft" hat und ihn auch verdient. (...)
Aufruf: Glück ist Hilfe (pdf)
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