Ort:
Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin(U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz)
Zeit:
Sonnabend, 11. April 2026, 13 bis 18 Uhr
Seit nunmehr sechs Jahrzehnten ist Kuba mit Versuchen der wirtschaftlichen Erdrosselung durch den US-Imperialismus konfrontiert. Und die Lage ist aktuell gefährlicher denn je. „Ich werde die Ehre haben, Kuba einzunehmen. Ob ich es befreie oder einnehme – ich glaube, ich kann damit machen, was ich will“, drohte Donald Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus, während ein landesweiter Stromausfall die „wunderschöne Insel“ lahmlegte.
Bei allen US-Versuchen, mithilfe völkerrechtswidriger Blockaden und einem kompletten Ölembargo Konzessionen der kubanischen Regierung zu erzwingen, zeigt diese und die kubanische Bevölkerung laut Ignacio Ramonet „großen Willen weiterzumachen, um die Revolution und ihre sozialen Errungenschaften zu verteidigen“. Mit großer Kreativität und Widerstandskraft werde nach Lösungen gesucht, trotz stärkerer Diversifizierung ihrer bislang zentralisierten Wirtschaft deren sozialistische Grundstruktur zu bewahren. Selbst extreme Erschwernisse des täglichen Lebens – rationierte Lebensmittel und Strom, nur noch sporadisch fahrende Busse, Züge und Fähren, zeitweise geschlossene Universitäten, verkürzte Arbeitszeiten für Staatsbedienstete, und selbst eine gefährdete Trinkwasserversorgung – vermögen es bisher nicht, Resignation zu verbreiten.
In dieser humanitären Krise braucht Kuba internationale Solidarität! Darum veranstalten wir am Sonnabend, 11. April 2026, in Berlin im Kino Babylon eine Solidaritätskonferenz mit Kuba und den Völkern Lateinamerikas, welche der 2. Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an Aleida Guevara vorangeht.
Sie erhält diesen Preis für ihr praktisches Wirken als kubanische Internationalistin und Ärztin, die konsequent die Werte der kubanischen Revolution verteidigt. Darüber hinaus wird Aleida Guevara den Preis stellvertretend für das widerständige kubanische Volk entgegennehmen, das seit sechs Jahrzehnten der US-Blockade trotzt und an seinem sozialistischen Weg festhält.
Mit dem Rosa-Luxemburg-Preis zeichnen die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus fortschrittliche Künstler, Wissenschaftler, Aktivisten und Politiker für ihr internationalistisches, klassenkämpferisches, antimilitaristisches und aufklärerisches Engagement aus. Erster Preisträger war im vergangenen Jahr der Schauspieler, Gewerkschafter und Kommunist Rolf Becker, der im Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren in Hamburg verstorben ist. Guevara ist die zweite Preisträgerin. Die Statuette gestaltete der Berliner Künstler Rolf Biebl.
Programm
Konferenz von 13 bis 16 Uhr
Vorträge von:
Liz Oliva Fernández (Belly of the Beast, Kuba)
Julieta Daza (Journalistin, Venezuela)
Ignacio Ramonet (Journalist, Spanien)
Podiumsgespräch:
Verteidigen wir das Selbstbestimmungsrecht gerade jener Völker, die eine gerechte Welt und Sozialismus wollen!
Mit: Liz Oliva Fernández (Kuba), Fanny-Michaela Reisin (Initiatorin und Mitgründerin von Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Deutschland), Enrique Ubieta (Direktor der Zeitschrift Revolución y Cultura, Kuba) sowie Franco Cavalli (Vizevorsitzender der Solidaritätsorganisation MediCuba, Schweiz). Moderation: Nick Brauns (jW-Chefredakteur)
Preisverleihung von 16.30 bis 18 Uhr
Mit Beiträgen von:
Aleida Guevara (Kuba)
Enrique Ubieta (Kuba)
Franco Cavalli (Schweiz)
Belly of the Beast (Kuba)
Nicolás Miquea (Chile/Deutschland)
Die gesamte Veranstaltung wird simultan in die Sprachen Deutsch und Spanisch übersetzt.
Tickets
Eintritt: 20€ Normalpreis/ 25€ Solipreis/ 15€ ermäßigt
Tickets erhalten Sie unten auf dieser Seite oder im junge Welt-Laden in der Torstraße 6, 10119 Berlin (geöffnet donnerstags von 13 bis 19 Uhr), telefonisch unter +49 030/ 5363 5537 oder online unter www.jungewelt.de/rosa-luxemburg-preis.
