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Nachrichten aus und über Kuba

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Millionen Kubaner am Kopfende eines Bettes

Kaum hatte sich die Nachricht von der Ebola-Ansteckung des kubanischen Arztes herumgesprochen trafen Tausende Botschaften von überall ein.

Félix Báez Sarría



Obwohl nicht unerwartet, schlug die Nachricht doch wie ein Blitz ein. Seit man in Kuba wusste, dass kubanische Mitarbeiter mitten im Zentrum der Epidemie eine Schlacht gegen das Ebola-Virus austragen, regte sich bei allen die Befürchtung, dass einer von ihnen daran erkranken könnte. Als dann bekannt wurde, dass der Arzt Dr. Félix Báez sich angesteckt hatte, war mit einem Schlag Kuba bereit, ihm beizustehen.

Sofort begannen Botschaften einzutreffen, die ihm Mut zusprachen. Bald waren es Tausende auf jeder kubanischen Webseite, die die Nachricht veröffentlichte. Ganz Kuba war an der Seite von Félix und seiner Familie.


Der Leser Rigoberto schrieb: "Halte durch, Felíx, ein ganzes Volk ist mit dir. Viele von uns, die dir heute Mut zusprechen, würden ihre Pflicht erfüllen, so wie du es tust, wenn man auf uns zugekommen wäre. Verliere den Mut nicht. Denk daran, dass du den Namen Kubas hochhältst und dass auch du ein Held unseres Landes bist."

Oder Jorge Luis in Cubadebate "... 11 Millionen Kubaner stehen am Kopfende deines Bettes während du Ebola besiegst. Wir werden uns in Kuba wiedersehen, Sieger, der du bist ..."

Aus der Schweiz schrieb Martin an Granma: "Ich bin in Gedanken bei dir. Wie tapfer sind diese Männer. Eine Umarmung."

Es gab auch welche, die Ratschläge gaben: "Die anderen Mitarbeiter, bitte, passt auf euch auf und wendet alle Schutzmaßnahmen an", schrieb Michelangelo. Auch Vilma war dieser Meinung: "Brüder, ihr dürft nicht die kleinste Unvorsichtigkeit begehen, müsst extrem vorsichtig sein Passt gut auf euch auf, für eure Familie, für dieses Volk, die von eurer Arbeit abhängen und die stolz darauf sind, der Welt die größte Geste der Bescheidenheit und des Altruismus seit Jahren zeigen zu können. Wir sind die ganze Zeit bei euch und wir wollen euch lebend zurück ..."

Angesichts all dieser Beweise der Zuneigung bedankte sich der Sohn von Félix auf der Webseite von Cubasí:

"Ich heiße Alejandro. Ich möchte all jenen danken, die auf die eine oder andere Weise unserer Familie und meinem Vater Mut zusprechen. Ich möchte auch den Gesundheitsbehörden meine Anerkennung aussprechen, die es möglich gemacht haben, dass mein Vater so schnell medizinisch behandelt und nach Genf gebracht werden konnte, wo alle verfügbaren Mittel angewandt werden können.

Ich weiß, dass alles gut ausgehen wird und dass dies in ein paar Monaten nur noch eine Geschichte sein wird, die wir uns erzählen können. Auf der anderen Seite möchte ich denen Mut zusprechen, die weiterhin ihre schöne Arbeit trotz des damit verbundenen Risikos ausüben. Ich danke allen, die sich um meinen Vater kümmern, solange ich nicht da bin. All unsere Hoffnungen liegen bei euch Papa, sei stark, alles wird gut werden, ganz Kuba ist hier und wartet auf dich."

Granma Internacional Nuria Barbosa León
Granma Internacional, 15.12.2014