Die Vorführung war der Schauspielerin Adela Legrá gewidmet, die am 2. Januar dieses Jahres in Santiago de Cuba verstorben ist.
Vor dem Hintergrund der kubanischen Geschichte entfaltet sich ein Film, der persönliche Erinnerung und kollektives Trauma eng miteinander verknüpft. Erzählt wird das Leben einer Frau, deren Biografie in Rückblenden zentrale Phasen der Vergangenheit Kubas darstellt:
den Kampf um die Unabhängigkeit vom spanischen Kolonialismus;den Kampf gegen die Diktatur Gerardo Machados in den 1930er-Jahren; die Hoffnungen und Enttäuschungen der folgenden Jahrzehnte sowie die Umbrüche nach der Revolution von 1959. Im letzten Abschnitt wird besonders das Problem der Gleichberechtigung an Hand eines Ehepaares aufgezeichnet.
Entstanden 1968 unter der Regie von Humberto Solás, gilt das Werk als Schlüsselbeitrag des „Neuen kubanischen Kinos“.
Die Filmvorstellung war mit 47 Gästen gut besucht, auch die Reaktionen waren trotz der Filmlänge mit 160 Minuten durchweg positiv.



