Europäische Solidaritätskonferenz:

Freunde aus 23 Ländern trafen sich in London

Obwohl ich schon einige Zeit aus London zurück bin, überwältigt mich immer noch die Tatsache, daß Kuba so treue Freunde hat, besonders, wenn ich an die Konferenz im September denke, zu der Cuba Solidarity Campaign (CSC), die größte Organisation für Solidarität mit Kuba des Vereinigten Königreiches, aufgerufen hatte.

Diese britische Solidaritätsorganisation hatte europäische Freundschaftsgesellschaften eingeladen, um ihre Meinungen auszutauschen und mit all jenen gemeinsame Aktionen zu planen, die auf diesem Kontinent das Ende der illegalen und verbrecherischen Blockade der USA gegen die kleine Karibikinsel fordern.

Es spielte keine Rolle, dass; unter den beinahe 150 Delegierten junge und alte Leute, Gewerkschafter und Unternehmer, Arbeiter und Intellektuelle, Kämpfer für soziale Gerechtigkeit und namhafte Persönlichkeiten aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben waren, die aus 23 Ländern nach London kamen.

Ihrer Herkunft nach sprachen sie englisch, französisch, deutsch, italienisch oder spanisch; holländisch, finnisch, dänisch, norwegisch, schwedisch oder griechisch, aber alle waren sich darin einig, dass es heute darum geht, die größte Antilleninsel zu verteidigen und zu unterstützen. Die gemeinsame Bemühung der Europäer um Kuba werde zu besseren Ergebnissen führen.

Den Debatten folgten Beschlüsse, die ich hier in einem Absatz zusammenfassen versuche:

Entsprechend der Möglichkeiten jedes Landes soll die international zunehmende Ablehnung der Blockade durch Solidaritätsorganisationen, Gewerkschaften, politische Parteien, NGO's, gesellschaftliche, kulturelle, religiöse Organisationen sowie Parlamente und Regierungen ganz Europas verstärkt werden; gemeinsam will man an der Weltkonferenz der Solidarität mit unserem Volk im November 2002 in Havanna teilnehmen; weiterhin sollen Spenden für die Insel gesammelt werden, vor allem Medikamente, medizinische Ausrüstungen, Nährmittel, Schulbedarf, Rohstoffe zur Herstellung von Medikamenten und Verkehrsmittel, die über das Instituto de Amistad con los Pueblos (ICAP) in Havanna an die Empfänger gesandt werden sollen.

Um nur ein Beispiel zu nennen: allein in Großbritannien sind es Tausende von Freunden, denen die kubanische Sache am Herzen liegt. In diesem gesellschaftlichen Kontext wird Granma Internacional weiterhin in gedruckter Form oder im Internet erscheinen, um den in der Alten Welt bestehenden Durst nach Informationen über die kleine Insel stillen zu helfen.

Für uns ist es wichtig, dass die Nachrichten unserer Ausgabe immer mehr Sektoren, Einrichtungen und Organisationen erreichen, um so das Wissen über die kubanische Wirklichkeit zu erhöhen. Gleichzeitig ist es für uns sehr nützlich und ermutigend, dass die GI-Redaktion von den Aktionen erfährt, die unsere Freunde als solidarische Hilfe für die gerechte Sache Kubas veranstalten. Aus der Vielzahl der weltweit stattfindenden Unternehmungen schöpfen wir neue Kraft.

CUBA LIBRE Orlando Gomez Balado Granma Internacional, Nov. '99

CUBA LIBRE 1-2000