Solidarität und Einigkeit

Jahreshauptversammlung des Netzwerk Cuba

Traditionsgemäß in Essen fand am 2. Februar2019 die JHV des Zusammenschlusses von Kuba-Solidaritätsgruppen aus ganz Deutschland und von Einzelpersonen statt. Als Gast aus Kuba nahmen Noemí Rabaza Fernández, Vizepräsidentin des Kubanischen Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) und die Leiterin der Außenstelle der kubanischen Botschaft in Bonn, Yamari Pérez Viega, sowie Lisset González López von der Botschaft in Berlin und weitere Botschaftsangehörige teil.

Noemí überbrachte die Grüße von Fernando González Llort, dem Präsident des ICAP und Held der Republik Kubas, und zudem einen Aufruf des ICAP zur Solidaritätskampagne "Freiheit für Lula" unter der Überschrift "LULA LIBRE, YA" eingeschlossen werden auch Dilma Rousseff y Cristina Fernández de Kirchner: Alle Drei stehen für die Versuche, Kämpfer für Fortschritt und das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit juristischen Mitteln aus dem Verkehr zu ziehen. Selbstverständlich schloss sich die Versammlung diesem Aufruf zur Solidarität an.

Natürlich lag der Schatten der aktuellen Ereignisse in und um Venezuela über dem Treffen, so dass auch eine Resolution zur uneingeschränkten Solidarität mit Nicolás Maduro, dem rechtmäßig gewählten Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, verabschiedet wurde, die sich auch gegen die Politik der EU und der Bundesregierung zur Unterstützung des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó richtet.

Neben der Neuwahl des Vorstands des Netzwerks er blieb weitgehend der alte, zwei Mitglieder hatten nicht mehr kandidiert, drei weitere Mitglieder stellten sich erfolgreich zur Wahl stand ausgehend vom Rechenschaftsbericht die Arbeitsplanung der Organisation für 2019 im Vordergrund. Inhaltlich steht der Kampf gegen die Blockade Kubas, deren nochmalige Verschärfung gegenwärtig angedroht wird, im Vordergrund insbesondere auch die extraterritorialen Auswirkungen, die sich nicht nur auf Kuba äußerst negativ auswirken, sondern auch die Entwicklung von politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen der EU, Deutschland und Kuba zum gegenseitigen Vorteil behindern. Dabei sollen die Europawahlen (sie heißen so, auch wenn sie sich nur auf die EU beziehen) als Anknüpfungspunkt bei Kandidaten und Abgeordneten genutzt werden, möglichst im Rahmen einer europaweiten Aktion.

Der neue Vorstand
des Netzwerk Cuba



Angelika Becker,
Vorsitzende FG BRD-Kuba Stuttgart, Cuba Sí
Edgar Göll,
stellv. Vorsitzender FBK Berlin
Anke Amedegnato,
Kassiererin FG BRD-Kuba
Hanno Hehr,
HCH Bochum
Wolfgang Mix,
FG BRD-Kuba Hamburg
Brigitte Schiffler,
Cuba Sí Hamburg
Marianne Schweinesbein,
FG BRD-Kuba Nürnberg
Frank Schwitalla,
Cuba Solidarität konkret Bremen

Die Verbreitung von Informationen über die Realität in Kubas, gegenwärtig insbesondere über den demokratischen, partizipativen Prozess zur Verabschiedung einer neuen Verfassung als Teil eines umfangreichen Erneuerungsprozesses, ist weiterhin unsere Aufgabe. Die JHV gratulierte dem kubanischen Volk und seiner Führung zum 60. Jahrestag der Revolution und aus diesem Anlaß wird am 18. 5. 2019 in Bochum eine größere Veranstaltung durchgeführt, in deren Zentrum das Erbe Fidels und seine Bedeutung auch für unsere Kämpfe stehen wird. Interessante Persönlichkeiten aus Kuba haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

In den letzten Jahren haben wir gemeinsam mit Partnern zwei Jugendkonferenzen durchgeführt, bei der jeweils der Wunsch nach einer Folgeveranstaltung geäußert wurde, so dass wir jetzt eine dritte planen.

Durch alle Debatten zog sich wie ein roter Faden die Betonung der Notwendigkeit der Nutzung der sozialen Medien, die wir nicht dem Feind überlassen dürfen, der sich ihrer sehr erfolgreich bedient. Die Kuba-Solidarität muss stärker werden, insbesondere unter den jungen Menschen. Dafür stehen der neue Vorstand und die Mitglieder in Einigkeit.

CUBA LIBRE Angelika Becker, Vorsitzende des Netzwerks Cuba e. V.

CUBA LIBRE 2-2019