Fidel zu Che

Auszüge aus Kapitel 13 des Buches von Gianni Miná "Un Encuentro Con Fidel", La Habana 1987

Fidel Castro: Als wir ihn (Che) in Mexiko kennenlernten, kam er aus Guatemala, wo er als Arzt gearbeitet hatte und sehr begeistert war von den politischen Entwicklungen in Guatemala und von der Agrarreform. Er war Zeuge der nordamerikanischen Intervention und hat sehr darunter gelitten. Das saß tief in seinem Innersten und er hat sich uns sehr schnell angeschlossen, wie er es auch sagte. Nach dem ersten Gespräch schloß er sich uns an.

Natürlich sah er eine antiimperialistische Revolution der nationalen Befreiung, er sah noch keine sozialistische Revolution, die schien ihm noch weit entfernt, und dennoch schloß er sich uns an. Keiner sah damals in ihm den großen Soldaten. Er war begeisterter Sportler. Fast jede Woche versuchte er, den Popocatépetl zu besteigen, nie erreichte er den Gipfel, aber jede Woche versuchte er es. Er litt an Asthma, seine Möglichkeiten waren dadurch eingeschränkt und strengte sich jedes Mal bis zum Äußersten an. Er schaffte den Aufstieg nie und dennoch versuchte er es immer wieder, das ist auch charakteristisch für ihn.

Gianni Miná: Commandante, vor zwanzig Jahren verließ Che Kuba, um in Bolivien zu kämpfen. Können Sie mir sagen, wo er sich aufhielt seit seiner Abreise aus Havanna bis zu seiner Ankunft in Bolivien?

Fidel Castro: Er wollte wirklich nach Südamerika. Das war eine alte Idee von ihm, denn als er sich uns in Mexiko anschloß, da stellte er zwar keine Bedingungen, aber er stellte eine Sache fest: "Das einzige, was ich nach dem Sieg der Revolution möchte, ist die Rückkehr nach Argentinien, um dort zu kämpfen; dies muß mir möglich sein, die Staatsräson darf dem nicht entgegenstehen." Das habe ich ihm damals versprochen. Das alles schien damals in weiter Ferne, nicht wahr? Keiner konnte damals wissen, ob wir den Krieg gewinnen würden und wer ihn überleben würde. Er hatte wegen seines Temperaments sicherlich wenig Überlebenschancen, aber er stellte diese Frage. Mehrfach erinnerte er in der Sierra an seine Idee und an das Versprechen, da war er sehr weitsichtig.

Natürlich, nachdem er die Erfahrungen in der Sierra Maestra gesammelt hatte, vervielfachte sich seine Begeisterung für die Idee, die Revolution in seinem eigenen Land zu machen. Er, der unsere besonderen Erfahrungen kannte und die großen Schwierigkeiten, unter denen wir unsere Streitkräfte wieder aufbauen mußten und die unseren Kampf prägten, entwickelte daraus großes Vertrauen in die Möglichkeiten der revolutionären Bewegung in Südamerika. Wenn ich Südamerika sage, dann meine ich hauptsächlich den südlichen Teil. Dieses Versprechen gab es und ich sagte ihm stets: "Sorge dich nicht, dieses Versprechen wird eingehalten." Vielleicht zwei oder drei Mal erinnerte er daran.

Nach dem Sieg der Revolution gab es vielfältige Aufgaben und Probleme, die gelöst werden mußten: Politische, die Einheit, staatliche und wirtschaftliche Probleme.

Später wurde Che zum Industrieminister ernannt, er arbeitete dort sehr methodisch. Er hatte verschiedene Ämter. Immer wenn ein ernsthafter Mann für ein wichtiges Amt gesucht wurde, war Che zu dieser Arbeit bereit. Vorher war er zum Präsidenten der Nationalbank ernannt worden zu einem Zeitpunkt, als die Banker, Spezialisten in ihrem Metier, aber ohne politisches Bewußtsein, das Land verließen.

Che hatte stets eine große Autorität. Jede Aufgabe die er übernahm, erfüllte er gewissenhaft und hervorragend, arbeitete sehr intensiv, sammelte seine ersten Erfahrungen beim Aufbau des Sozialismus bei der Organisation der Produktion in der verstaatlichten Industrie, in der Produktionskontrolle und bei der freiwilligen Arbeit: er war einer der Pioniere der freiwilligen Arbeit.

Damit verbrachten wir die ersten Jahre der Revolution. Später begann er ungeduldig zu werden, er wollte seine alten Pläne und Ideen verwirklichen. Ich glaubte, daß dabei der Faktor Zeit eine Rolle spielte. Er wußte, daß er eine gute körperliche Verfassung für seine Pläne benötigte, er traute sich zu, und tatsächlich befand er sich auf dem Höhepunkt seiner physischen und mentalen Leistungskraft. Auf der Grundlage seiner Erfahrungen in Kuba hatte er viele Ideen, was er in seinem Land machen könnte. Er dachte an seine Heimat, aber nicht nur an sie; er dachte an ganz Amerika, im allgemeinen an Südamerika.

Er war ungeduldig. Da ich auch aus eigener Erfahrung weiß, daß die erste Phase eines Unternehmens, wie er es sich vorstellte, schwierig ist, dachte ich daran, die besten Bedingungen für das bereitzustellen, was er vorhatte, und so sagte ich ihm, daß er nicht ungeduldig werden sollte, weil wir Zeit benötigten. Denn er wollte losziehen und von Anfang an alles selber tun, und ich wollte, daß andere, weniger bekannte Kader all diese ersten Schritte tun sollten.

Er war auch sehr an internationalen Problemen interessiert, an den Problemen Afrikas. Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte im ehemaligen Belgisch-Kongo und heutigem Zaire eine Intervention von Söldnern stattgefunden; Lumumbas Tod; all das, ein neokoloniales Regime, und es gab in Zaire eine Bewegung des bewaffneten Kampfes. Das haben wir niemals veröffentlicht. Damals hat uns die revolutionäre Bewegung um Unterstützung, wir sollten in internationalistischer Mission Instrukteure schicken.

Gianna Miná: Die Bewegung Lumumbas?

Fidel Castro: Damals wurde sie von Soumialot geführt. Es war dieselbe Bewegung, aber Lumumba lebte nicht mehr.

Damals schlug ich Che vor, daß wir Zeit gewinnen müßten und daß wir warten sollten, er wollte Kader entwickeln, Erfahrungen sammeln, und so wurde er der Verantwortliche für die Gruppe, die den Revolutionären im heutigen Zaire helfen sollte. Sie reisten nach Tansania und überquerten den Tanganica-See. Es waren rund 100 Kubaner und sie blieben dort mehrere Monate.

Er verfolgte die Linie, die Zairer den Kampf zu lehren. Dort kämpften Kubaner und Patrioten aus Zaire gegen weiße Söldner und Regierungstruppen. Es gab zahlreiche Kämpfe gegen die Söldner, aber die Idee war nicht, den Krieg für die Afrikaner, für die Zairer zu führen, sondern ihnen zu helfen und sie zu unterstützen, wie zu kämpfen sei.

Aber jene Bewegung stand noch am Anfang und verfügte nicht über ausreichende Kräfte, nicht über die erforderliche Einheit, so daß die revolutionären Führer in der ehemaligen belgischen Kolonie selber beschlossen den Kampf aufzugeben. Unsere Leute wurden zurückgezogen. In der Tat war diese Entscheidung richtig, es war bewiesen, daß zum damaligen Zeitpunkt die Bedingungen für den Kampf nicht gegeben waren. Die Zairer analysierten zusammen mit den Kubanern die Lage und wir waren einverstanden, daher zogen sich die Kräfte zurück und die Kubaner kehrten in ihr Land zurück.

Che, der ungefähr sieben Monate in Zaire war, blieb noch für eine Zeit in Tansania, um die erlebten Erfahrungen auszuwerten. Sein Verhalten bei dieser Aufgabe war wie stets exemplarisch und unübertreffbar. Sein Aufenthalt in Afrika war vorübergehend, denn er wartete darauf, daß die Bedingungen für die Reise nach Südamerika geschaffen wurden.

Während dieser Zeit war unsere Lage nicht einfach, denn er hatte sich verabschiedet, hatte bei der Abreise den (Abschieds-)Brief geschrieben und reiste natürlich sehr diskret aus dem Land aus, man kann sagen in aller Heimlichkeit. Wir bewahrten seinen Brief auf. Dies führte dazu, daß damals viele Gerüchte im Umlauf waren, es wurde sogar verleumdet. Es gab Leute, die behaupteten, daß Che verschwunden sei, daß er getötet worden sei, daß es Streit gegeben hätte und all jene Geschichten. Wie haben schweigend alle diese Gerüchte und Verleumdungen ertragen, weil wir die Mission nicht gefährden wollten, die er erfüllen Wollte, und auch nicht die Leute, mit denen er sein eigentliches Ziel Südamerika erreichen wollte.

Als jene Etappe in Zaire beendet ist, befindet er sich in Tansania, gewinnt Zeit, er blieb Monate lang dort. Danach reiste er in ein osteuropäisches sozialistisches Land. Nun, ich werde nicht sagen, wo er war, denn ich habe mit dem Land nicht geklärt, ob ich es mitteilen soll. Er hielt sich dort auf, er wollte nicht zurückkehren, denn es war ihm peinlich, da sein Abschiedsbrief bereits publik war.

In einem bestimmten Moment mußte der Brief veröffentlicht werden, denn jene Kampagne war ohne eine Antwort an die internationale Öffentlichkeit schon sehr schädlich. Es blieb nichts anderes übrig, als seinen Brief zu veröffentlichen. Natürlich sagte der Brief nichts über seine Mission aus. Es war nur die Rede davon, in anderen Ländern der Erde zu kämpfen. Nachdem der Brief bekannt geworden war, denn es war politisch notwendig, ihn zu veröffentlichen, war es für ihn sehr schwierig, nach seinem Abschied nach Kuba zurückzukehren. Letztendlich überzeugte ich ihn doch zur Rückkehr, weil es am sinnvollsten im praktischen Sinne für seine Ziele ist, und so kehrt er heimlich nach Kuba zurück. Hier hielt er sich in einer schwer zugänglichen Gebirgsgegend auf und bildet sich monatelang mit jenen aus, die ihn begleiten werden.

Er hatte um die Mitarbeit einer Gruppe von Genossen gebeten, von alten, aber auch einigen neuen Guerilleros, die in Zaire waren und bat um Unterstützung. Er suchte sich seine Leute aus, sprach mit jedem einzelnen, und wir gestatteten es, daß ihn eine Gruppe von erfahrenen Leuten begleitete, denn die Aufgabe, die er sich gestellt hatte, erforderte diese Gruppe erfahrener Freiwilliger. Er übte mit ihnen monatelang, in der Zwischenzeit wurden alle Vorbereitungen für die Reise von ihm und seiner Leute nach Bolivien getroffen.

Er hatte den Ort ausgesucht und er hatte den Schlachtplan entworfen. Wir gewährten ihm Unterstützung für die Realisierung dieser Idee, obwohl wir uns selbstverständlich der Risiken bewußt waren.

Wir hätten eine wesentlich besser entwickelte Bewegung vorgezogen, in der Che mitgewirkt hätte, aber er wollte fast von Anfang an alles selbst tun. Uns gelang es, ihn wenigstens solange zurückzuhalten, bis die ersten Aufgaben gelöst waren und daß er etwas sicherer reisen konnte, denn am schwierigsten ist der Anfang.

Tatsache ist,, daß dies alles minutiös und perfekt organisiert wurde, auch die Reise Ches und seiner Compañeros zu jenem Lager in jener Gegend. So war es, große Hindernisse und komplizierte Orte mußten überwunden werden. Die Aufgabe war nicht einfach aber alles gelang mit Hilfe der benutzten Methoden, und so versammelte er sich mit der ganzen Gruppe in der Gegend von Nancahuazú, so hieß sie wohl, in der von ihm ausgewählten Gegend Boliviens.

Das ist ungefähr seine Route: Eine Reise durch Afrika, dann, als er Kuba verließ, Tansania, der Osten Zaires, ein europäisches sozialistisches Land, erneut Kuba und dann die Reise zu der von ihm ausgewählten Gegend Boliviens.

Gianna Miná: War die Wahl Boliviens ein Fehler, da die dortige Bevölkerung wahrscheinlich noch nicht reif genug für eine Revolution war? War es ein romantischer Fehler, bedingt durch eine geographische Entscheidung, die taktisch oder strategisch nicht gerechtfertigt war?

Fidel Castro: Ich würde es nicht sagen. Ihn interessierte Argentinien; er war inspiriert von der Idee, die Revolution in Argentinien zu machen. Aber damals gab es keine Beziehungen mit einem Land Südamerikas, alle jene Regierungen hatten sich mit den Vereinigten Staaten verbündet. Er hatte bereits in den Anfängen eine Gruppe von Argentiniern vereint, unter ihnen befand sich auch der Argentinier Jorge Ricardo Massetti, der als Journalist in der Sierra Maestra war und später Prensa Latina gegründet hat. Che hatte alle für seine Idee des Kampfes in Argentinien gewonnen. In Abstimmung mit Che versuchte Massetti im Norden Argentiniens, im Gebiet von Salta, eine Guerilla-Front aufzubauen. Massetti verlor dabei sein Leben.

Che kannte die charakteristischen Eigenschaften der bolivianischen Bauern, sehr verschlossen, sehr zurückhaltend, sehr mißtrauisch; er wußte, daß sie ganz anders waren als die Eigenschaften der Kubaner, weil er nach dem Studium mit einem Motorrad durch Südamerika gereist ist, er hatte zahlreiche Kontakte mit dieser Bevölkerung und kannte die Tragödie der Indianer und ihre Eigenheiten. Er wußte das und mehr als einmal erklärte er es mir und erzählte darüber, wie sie sind, wie mit ihnen gearbeitet werden mußte und daß dies viel Zeit erfordern würde, daß dies nicht einfach sein würde. Er war sich der Schwierigkeiten der vor ihm liegenden Aufgaben bewußt.

Aber was geschah? Er hatte unsere Erfahrungen gelebt, unsere fast unglaubliche Erfahrung; wie nach den ersten Niederlagen eine so kleine Gruppe sich reorganisierte, einen Kampf unter sehr schwierigen Bedingungen führt. Er hatte blindes Vertrauen zu dieser Form des Kampfes und zu seinen Möglichkeiten, zumal er bereits über so umfassende Erfahrungen verfügte.

Er suchte sich das Gebiet aus, er suchte den Ort aus. Ich meine, daß es da grundsätzlich keinen Irrtum gegeben hat. Er versuchte Unterstützung zu erreichen von organisierten Kräften, con organisierten politischen Kräften. Er konnte davon ausgehen, daß er von der Kommunistischen Partei Boliviens und anderen Kräften unterstützt würde; es gab andere Kräfte, die sich anschlossen, denn zu dieser Zeit gab es Spaltungen in der Linken, in der kommunistischen Bewegung.

Gianna Miná: Ches Vater behauptet, daß die Kommunistische Partei Boliviens verantwortlich ist für Ches Tod, denn wenn sie ihn nicht verraten haben, dann haben sie ihn mindestens sterben lassen. Ist andererseits die Behauptung von Régis Debray richtig, daß Che hätte gerettet werden können durch eine Expedition von jungen bolivianischen Kommunisten aus Cochabamaba?

Fidel Castro: Ich teile Meinungen nicht und bin sicher, über alle diese Fragen gut informiert zu sein.

Die Kommunistische Partei hatte mehrere führende Persönlichkeiten. Mit dem Generalsekretär Mario Monje war gesprochen, eine gewisse Übereinkunft war erzielt worden. Aber es gab auch andere führende Persönlichkeiten, da entzündete sich tatsächlich der Konflikt mit Monje. Das ist bekannt, das ist Geschichte: Es kommt zu einem Konflikt zwischen Che und Monje wegen gewisser Positionen Monjes, vielleicht wollte er anführen und Che akzeptierte dies nicht. Meiner Meinung nach überwogen bei Monje formale Faktoren, denn es war sein Land, in dem die Aktivitäten begonnen wurden, und er war Generalsekretär der Partei dieses Landes. Aber keiner war besser geeignet und keiner besser vorbereitet als Che für die Leitung dieses Unternehmens, das von Bedeutung über die Grenzen Boliviens hinaus hatte. Aber daraus entstanden Missverständnisse und sie konnten sich nicht einigen. Monje zog sich zurück. Als wir die Information erhielten, zitierten wir sofort andere wichtige und anerkannte Führer der Partei zu uns: Kolle und einen sehr bekannten und guten Arbeiterführer, Simón Reyes. Ich bat sie, nach Kuba zu kommen, unterhielt mich mit ihnen und sagte: "Diese Krise ist aufgetreten und ist sehr delikat, ich habe euch zitiert, um mich mit euch zu unterhalten; es ist unbedingt notwendig, daß ihr Che unterstützt." Sie versprachen Unterstützung und waren bereit, ihm zu helfen und mit ihm zusammenzuarbeiten. Sie taten alles ihnen mögliche, auch wenn sie damit im Widerspruch zum Generalsekretär der Partei standen. Aber dann überschlugen sich die Ereignisse und sie konnten nicht handeln. Sie hatten aber eine hervorragende Einstellung und verstanden alles bei dem Treffen mit mir. Kolle führte dann nach Monje die Partei, und Simón Reyes übernahm wichtige Aufgaben in der Leitung der Partei. Sie waren Mitglieder der Kommunistischen Partei und hatten sich verpflichtet.

Als wir Informationen über jene Situation erhielten, suchten wir die Form der Lösung. Wir hatten die Unterstützung anderer Bewegungen und einiger Lateinamerikaner erreicht. Dies alles war Arbeit, als sich die Ereignisse komplizierten, und seine Anwesenheit wird entdeckt. Ich glaubte, er hätte noch etwas mehr Zeit benötigt Aber aus dem einen oder anderen Grund, aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren wurde die Gruppe entdeckt, die sich noch in der Vorbereitungsphase befand.

Monje hat eine gewisse Verantwortung zu tragen, aber es ist historisch nicht gerecht, dies der Kommunistischen Partei anzulasten. Mehrere Kommunisten kämpften mit Che, so die Peredos, sehr gute Leute, die sich als hervorragende Kader zeigten, und wichtige Kader der Parteileitung wollten Che im Widerspruch zu Monje unterstützen.

Und was Debray angeht, so gehört das in das Reich der Phantasie. Nicht die minimalsten Voraussetzungen waren dafür gegeben, es gab weder Waffen noch ausgebildete Männer, um eine Truppe zusammenzustellen, die Che helfen könnte. Das ist alles Theorie und Phantasie. Das war kein regulärer Krieg, das war ein Guerillakrieg, der seine eigenen Gesetzmäßigkeiten hat. So leicht lassen sich die Dinge nicht lösen.

Heute ist die vollständige Geschichte bekannt, denn viele Bücher wurden darüber geschrieben und ich habe sie gelesen, zuerst habe ich Ches Tagebuch sehr, sehr intensiv studiert. Ich kannte Che sehr gut und so konnte ich über das Tagebuch seine Stimmung erkennen, so gut kannte ich ihn.

Später sind die Berichte und Dokumente der bolivianischen Armee bekanntgeworden und alle Informationen, die sie erhalten hatten: Wann, zu welchem Zeitpunkt , wie sie interpretiert wurden, was sie machten. Diese Geschichte ist aufgeschrieben, nicht nur, was die Revolutionäre geschrieben haben es gibt darüber hinaus die Tagebücher der überlebenden Compañeros, die mit Che bis zum letzten Augenblick zusammen waren, einige Tagebücher sind in die Hände der bolivianischen Armee gefallen. Dann haben wir Aussagen der Augenzeugen und wissen Schritt für Schritt, was dort geschah: Es gab einige Fälle von Disziplinlosigkeiten, die dem Feind einige Hinweise lieferten, auch wenn er sich ihrer Bedeutung nicht immer bewußt war. Das ist heute alles bekannt.

Sie hatten bereits ein Lager, hatten alle Voraussetzungen geschaffen und diese Fakten sind beschrieben. Die Armee merkt, daß etwas Merkwürdiges passiert ist, aber das fällt mit anderen Ereignissen zusammen. Che beginnt mit einer starken Truppe einen ausgedehnten Erkundungsmarsch durch jenes Gebiet. Im Lager bleiben die jüngsten und unerfahrensten Leute, die kurz zuvor angekommen waren. Dieser Erkundungsmarsch dauert aber mehrere Wochen, er ist eine wahre Odyssee. Che beschreibt es detailliert in seinem Tagebuch, sie überwinden schroffe Berge, schwieriges Gelände, Flüsse mit Hochwasser. Dabei haben sie auch Verluste, einige ertrinken, einen oder zwei Männer verlieren sie, aber die Truppe kehrt völlig erschöpft nach Märschen während mehrerer Wochen zurück. Als sie das Lager erreichen, waren dort während Ches Abwesenheit einige Probleme aufgetreten. Das Schlimmste ist jedoch, daß bei der Rückkehr der Truppe diese völlig erschöpft ist und einige Kranke keine Zeit haben, um sich zu erholen, denn wenige Tage später beginnen die Erkundungen der Armee und die ersten Gefechte, in denen sie keine Verluste hatten wegen ihrer Erfahrungen: bei den von ihnen mit wenigen Männern aufgebauten Hinterhalten erbeuteten sie Waffen und fügten in jenen Tagen dem Gegner schwere Verluste zu.

Ich meinte, daß dies alles zu früh erfolgte. Danach erfolgt eine Erkundung, sie verlassen das Lager und dort verbleibt ein Teil der Kräfte, und dann erfolgt die Teilung der Gruppe, die danach nie wieder Kontakt haben sollten. Che hat sogar nicht genügend Medikamente bei sich. Es passiert das Gleiche wie während der "Granma" oder in der Sierra Maestra, wo außerordentliche große Anstrengungen unternommen werden mußten, um zu jedem Preis Medikamente zu besorgen, weil entsetzliche Asthma-Anfälle ihn paralysierten. Er brauchte die Medikamente und während dieser ganzen zeit hatte er keine.

Alles weitere ist sehr genau und in einer großen erzählerischen Kraft in Ches Tagebuch dargestellt. Es war eine Heldentat, denn monatelang konnten sie sich der Armee entziehen und sie gleichzeitig bekämpfen. Unter diesen Umständen kann nicht an eine Unterstützungs-Truppe gedacht werden. Keiner wußte wo sie sich befanden, alle Kommunikationsstränge waren durch den Feind unterbrochen und in den Städten hatten sie die Kontakt-Punkte unter Kontrolle.

Bereits in diesem Augenblick hing das Schicksal der Guerilla von den eigenen Aktivitäten ab. Che wußte sogar, daß wenn er sich mit 20 Mann wie geplant in ein anderes Gebiet absetzt, wo eine soziale Basis vorhanden war, weil Inti und Coco Peredo dort bekannt waren, daß dort die Guerilla eine Überlebenschanche hatte, das wußte er und daher marschierte er in diese Richtung. Über alle Beschreibungen der Ereignisse, und nicht nur in seinem Tagebuch, sondern auch durch die der bolivianischen Armee, ist belegt, wie beeindruckend seine Heldentat war, so auch die Zahl der Gefechte gegen die Armee, es war schon eine Großtat. Das ist alles bekannt.

Was hat ihn beeinflußt? Ich habe dazu meine eigene Meinung. Ich glaube, daß er sehr niedergeschlagen war, als er von dem Tod der anderen Gruppe erfährt. Uns erreicht die Nachricht der anderen Gruppe über die Pressemeldungen. Auf Grundlage meiner Erfahrungen folgere ich sofort, daß die Nachricht exakt, richtig, wahr ist der Tod von Tamara, von Joaquin, der ganzen Gruppe. Er aber will dies nicht glauben und das wird im Tagebuch deutlich, monatelang sperrt er sich dagegen, glaubt an eine Lüge der Armee, weil die schon viele Falschmeldungen verbreitet hat. Wir hingegen sind sofort beim Eintreffen der Meldungen davon überzeugt, daß diese Nachricht wahr ist.

Als er schließlich auch davon überzeugt ist, weil fast seine gesamten Anstrengungen und viele Märsche darauf zielen, die andere Gruppe zu finden, als er davon überzeugt ist, daß es sie nicht mehr gibt, daß er sie nicht mehr finden kann, erst dann beginnt er seinen Marsch auf der Suche nach einer sozialen Basis. Da verfügt er bereits über einige gute bolivianische Kader, die sich bereits hervorgetan hatten. Das war richtig und er hatte Überlebenschancen.

Wie weit hat der Tod der Compañeros seinen Gemütszustand beeinflußt? Ich glaube, daß er am Ende mit einer gewissen Leichtfertigkeit gehandelt hat, denn auf dem Weg hielt er inne und sagt: "Die Gerüchte sind uns vorausgeeilt, alle warten bereits auf uns". So ungefähr sagt er es, das kann im Tagebuch nachgelesen werden.

Ich glaube, daß die Gewißheit über den Tod von Juaquins Gruppe erheblich seinen Gemütszustand beeinflußt hat. Ich kenne ihn gut, und ich glaube, daß er in diesem Augenblick tollkühn gehandelt hat, denn er wurde von den Dingen stark beeinflußt.

Er setzt den Marsch fort, erreicht tagsüber ein menschenleeres Dorf. Ein menschenleeres Dorf ist ein Zeichen dafür, daß etwas vorgefallen ist, die Bevölkerung weiß, daß es ein Gefecht geben wird. Jede, wirklich jede Truppe konnte auf diesem Weg nur anhalten und einen Hinterhalt aufbauen. Am hellichten Tag, über Baumlose Berghänge marschiert die Truppe weiter, so als ob es keine Armee gibt. Dann gerät diese Vorhut tagsüber in einen Hinterhalt, mehrere von ihnen werden getötet, das war ein schwerer Schlag.

Die Gruppe hatte einige kranke bei sich, der Arzt war krank und Che nahm ihn mit, obwohl der Marsch dadurch langsamer wurde. In ähnlicher Lage hatten wir einen Ort gesucht, um den Kranken, wenn er beim marschieren nicht mithalten konnte, in der Obhut einer Person zu lassen. Er suchte sicherlich eine derartige Lösung. Aber dann verliert er die Vorhut, ist lokalisiert, er befindet sich im Tal, es werden sogar einige der guten bolivianischen Männer getötet. Er, der monatelang nicht gestellt werden konnte, befand sich nun in einer sehr kritischen Lage. Er wird lokalisiert, sie greifen an und verwunden ihn, zerstören sein Gewehr und dann gelingt es ihnen, Che gefangenzunehmen.

Meine Meinung: Auf dem Marsch waren sie 20 Mann stark, verfügten bereits über einige bolivianischee Kader und wenn sie das anvisierte Gebiet erreicht hätten, dann hätten sie gute Chancen gehabt. Unter Berücksichtigung von Ches Kenntnissen und unserer gesammelten Erfahrungen hatten sie bis zu diesem Moment noch gute Chancen. Dies verändert sich, als während eines Marsches am hellichten Tag auf einem breiten Weg auf jenen Bergen die Vorhut in einen Hinterhalt gerät.

Etwas muß auf ihn stark eingewirkt haben: Diese Todesverachtung, manchmal ging er direkt auf den Tod zu, besonders in gewissen Momenten. Denn eigentlich hätten sie sich unter jenen Bedingungen viel vorsichtiger bewegen müssen, hätten sich von den Wegen fernhalten müssen. Denn der Hinterhalt, in den sie geraten sind, hätte nachts keinen großen Schaden angerichtet, denn es hätte in der Dunkelheit geschossen werden müssen oder sie hätten den Feind durch ein Licht oder einen anderen Hinweis ausmachen können. Ich bin überzeugt, daß gewisse Charaktereigenschaften in diesem Augenblick eine Rolle gespielt haben.

Gianna Miná: Hätten Sie nicht etwas tun können, um ihm zu helfen? Ich meine in der letzten Phase?

Fidel Castro: Unmöglich. Was hätte getan werden können? Ein Batallion entsenden, eine Kompanie, eine reguläre Armee? Die Gesetzmäßigkeiten des Guerillakampfes sind anders, es hängt alles davon ab, was die Guerilla macht. Sie haben eine Heldengeschichte geschrieben, eines Tages wird mit größerer Objektivität über die Dinge berichtet werden, die sie vollbracht haben. Selbst die bolivianische Armee hat in ihren Darstellungen Es gibt einen General, Gary Prado, ich habe sein Buch gelesen: natürlich sind dort regierungsamtliche Standpunkte dargestellt, aber er leugnet die Bewunderung für den Gegner nicht.

Oft sind sie auf die Armee gestoßen. Er wußte es so gut wie ich, denn als wir die Sierra erreichten, wurden wir auseinandergetrieben, sieben Gewehre fanden wieder zusammen; wir begannen erneut den Kampf in der Sierra Maestra, wo wir keinen kannten, mit ganzen sieben Gewehren. Als wir 20 waren, da waren wir schon eine Streitkraft. Er hatte Vertrauen in die Möglichkeiten des irregulären Kampfes, er wußte es. Unter solchen Umständen hängt das Schicksal der Guerilla von sich selber ab: sie kann nicht auf Hilfe von Außen warten, noch sie erhoffen, weil das praktisch unmöglich ist. Geheime Unterstützung war auch nicht möglich, denn die Untergrund-Organisation war zerschlagen worden.

Gianna Miná: In Europa ist Kuba vorgeworfen worden, daß beim Gipfeltreffen von Glassboro die USA und die UdSSR ein Stillhalteabkommen in Asien und Lateinamerika vereinbart hätten, und daß deshalb Kuba nichts mehr tun konnte, um Che in Bolivien zu unterstützen.

Fidel Castro: Ich bin immer wieder erstaunt über die Unzahl von Gerüchten und die Phantasie in Europa.

Also, an diesem Gipfel erinnere ich mich nicht mehr. Der Krieg in Vietnam war voll entbrannt und hier war Che aktiv. Das eine hatte mit dem anderen nichts zu tun, es gab keinerlei sowjetische Beteiligung dabei, es gab keine Diskussion über strategische Fragen. Wir haben Che jegliche Unterstützung gewährt, um die er gebeten hatte. Wir hielten unser Wort.

Was hätten wir lieber gesehen? Daß Che noch gewartet hätte. Wir hätten es vorgezogen, wenn bereits eine Front aufgebaut worden wäre, aber wir konnten ihm diese Entscheidung nicht aufzwingen.

Uns hätten Probleme aller Art entstehen können, politische, staatliche, Enthüllungen, aber dennoch haben wir alle diese Unannehmlichkeiten in Kauf genommen, um unser Wort ihm gegenüber zu halten. Wir hatten nicht nur großen Respekt vor ihm, sondern wir glaubten an das, was er tat, und waren überzeugt, daß er seine Ziele erreichen könne.

Ich sage immer, daß der Erfolg oder Mißerfolg kein Beweis füür die Richtigkeit einer Konzeption ist. Ich hätte während unseres Kampfes sterben können, mehr als einmal stand es auf Messers Schneide. Wenn ich tot wäre, hätten viele Menschen gesagt, daß ich geirrt hätte. Ich glaube, daß auch wenn ich das Leben verloren hätte, ich mich nicht geirrt hatte und unser Weg der richtige war. Aber viele unvorhersehbare Faktoren einschließlich des Zufalls spielen eine Rolle und es ist fast ein Wunder, daß ich jene Zeit überlebte.

Mit dieser Aufgabe (in Bolivien HEG) haben wir ihn nicht betraut. Die Idee, der Plan, alles stammt von ihm. Ich teilte seine Meinung, denn ich war überzeugt, daß seine Überlegungen richtig waren. Ich denke nicht, daß weil aus verschiedenen Gründen die Guerilla zerschlagen wurde und Che sein Leben verlor, Ches Linie nicht gerecht war, denn die Gerechtigkeit einer Sache kann nicht am Erfolg oder Mißerfolg gemessen werden.

Gianni Miná: Warum hat die bolivianische Regierung nicht Ches Leichnahm herausgegeben? Fürchteten sie ihn auch nach seinem Tod?

Fidel Castro: Sie wollten den Leichnahm verschwinden lassen, um zu verhindern, daß er Anlaß für Verehrung und Besichtigung wird. Auch heute ist unbekannt, was sie mit Ches Leichnahm gemacht haben und wo er sich befindet. Das konnte nicht aufgeklärt werden. Von beiden Seiten her ist bekannt, was geschah, es gibt da viel Übereinstimmung. Nicht bekannt ist jedoch, wo sie Che begraben haben. Hinzu kommt, daß die Yankees Che verschwinden lassen wollten.

Dennoch wurde Che in der ganzen Welt ein großes Symbol für den beispielhaften, den revolutionären, den heroischen Menschen. Ich meine, daß er einer der herausragendsten Beispiele für einen Kämpfer und Revolutionär der Dritten Welt und sogar der industrialisierten Welt ist. Diese Konzeption und dieses Bild ist nicht ungerechtfertigt.

Gianni Miná: Es gibt merkwürdige Zufälle im Zusammenhang mit Ches Tod. Bereits 16 oder 17 Menschen, die direkt oder indirekt Verantwortung für seine Ermordung in Bolivien tragen, sind unter nicht immer deutlichen Umständen zu Tode gekommen.

Fidel Castro: Es scheint so. als ob es Personen gibt, die an seiner Ermordung beteiligt waren und die so gestorben sind. Nun, es kann festgestellt werden, daß dies niemand organisiert hat, so daß das Volk spontan Gerechtigkeit geübt hat gegenüber jenen, die eine schändliche Rolle spielten. Ich meine damit nicht die Militärs, die gegen ihn kämpften, sondern jene, denen vertraut wurde, die Verräter, die Spitzel.

Gianni Miná: Sogar der Bauer, der

Fidel Castro: Ich glaube er hieß Honorato.

Gianni Miná: Honorato Rojas.

Fidel Casro: Ich las darüber in einem Buch, das verfaßt wurde von diesem bolivianischen General Gary Prado, der Probleme mit einer Behinderung hat. Ich glaube, daß er in Washington als Militär-Attaché ist. (Anmerkung des Übersetzers: Das Buch von Gary Prado trägt den Titel "Como capturé el Che" "Wie ich Che gefangennahm" und erschien in Barcelona 1987. Der ehemalige General ist heute Herbst 1992 Botschafter seines Landes in Großbritannien. Er bestreitet, daß seine heutige Gehbehinderung etwas mit seinem Kampf gegen Che zu tun hat).

Gianna Miná: Wie haben sich zwei so zurückhaltende Männer wie sie und Che sich beim letzten Treffen verabschiedet? Mit einer Umarmung wie alte Freunde oder mit einem Händedruck?

Fidel Castro: Wir hatten uns bereits so oft gesehen. Nun gut, sehr herzlich. Nein, eine Umarmung, aber nicht überschwänglich, denn wir sind beide nicht überschwänglich. Er war es nicht, ich bin es nicht; aber wir können sehr intensiv fühlen. Wir hatten sehr großes Vertrauen zueinander. Ich habe oft mit ihm gesprochen, ich habe ihn oft dort besucht, wo er sich mit der ganzen Gruppe vorbereitete. Er war mehrere Monate in der Provinz Pinar del Rio.

Gianna Miná: Und am Tag seiner Abreise?

Fidel Castro: An diesem Tag habe ich sogar einen Spaß gemacht. Als er endgültig abreiste, da lud ich einige Compañeros der Parteileitung, mit denen ich am meisten vertraut war, zu einem Essen mit einem Gast ein. Keiner erkannte ihn, der bereits sein Aussehen verändert hatte. Che nahm an einem Mittagessen in einem Haus hier in Havanna einen Tag vor seiner Abreise teil, die Compañeros erkannten ihn nicht. Ihnen mußte ich es sagen, daß es Che war. Als er abreiste, war er wirklich gut vorbereitet, keiner erkannte ihn. Es war perfekt, selbst seine engsten Freunde sprachen mit ihm wie mit einem fremden Gast. Darüber haben wir am Tag vor der Abreise viel gewitzelt.

Gianni Miná: Ich bedanke mich sehr.

Fidel Castro: Wir sind verpflichtet, gerecht zu sein, wir dürfen keine Anschuldigungen erheben. Jeder hat seine Verantwortung, so Monje, so der andere Deshalb habe ich diesen Aspekt so ausführlich geschildert.

So gibt es auch die Einführung, die ich als notwendige bezeichnete, die ich schrieb, als Ches (bolivianisches, HEG) Tagebuch veröffentlicht wurde. Dieses Tagebuch wurde in der ganzen Welt veröffentlicht. Wir müssen objektiv sein.

Ich glaube, daß ich sehr gut weiß, was geschehen ist, denn ich habe viel darüber nachgedacht, habe alle Dokumente analysiert und glaube, Che gut gekannt zu haben; sehr sehr, sehr gut habe ich ihn gekannt. Über die Ereignisse und wie sie sich ereigneten, bin ich mir sehr sicher; auch darüber, welche Faktoren dieses Ergebnis bedingten.

Darüber habe ich nicht gesprochen. Über manche Dinge, die ich erzählt habe, wurde vorher noch nie gesprochen. Viel Geschichte ist noch schriftlich niederzulegen, aber es gibt keinen, der sie schreiben kann, denn jene, die sie schreiben könnten haben dafür keine Zeit.

Auswahl und Übersetzung von Horst-Eckhart Gross
Auslassungen wurden nicht gekennzeichnet

Quelle: CUBA LIBRE 3-1992