Gemeinsam, solidarisch und erfolgreich: Mehr als eine Viertelmillionen Euro für die Spendenkampagne „Unterstützen wir Kuba im Kampf gegen die Corona-Pandemie“ eingegangen.

Spenden

Liebe Freundinnen und Freunde Kubas, Liebe Spenderinnen und Spender, Zuallererst einen großen und unschätzbaren Dank im Namen Kubas für die anhaltende und große Spendenbereitschaft, Kuba im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterstützen. Seit Beginn der Pandemie konnten über den „Gemeinsamen Spendenaufruf“ 243.737,56 Euro (Stand: 27.8.2021) für medizinisches Material zur Verfügung gestellt werden. Seit Anfang Januar wurde der Schwerpunkt der Spendenkampagne auf die Versorgung mit für die Impfungen notwendigen Präzisionsspritzen und Kanülen gelegt. Dank der internationalen Solidarität und Eurer Spenden konnte dieser Bedarf aktuell abgedeckt werden!

Seit Mitte Juli schlägt die Delta-Variante von Covid-19 auch in Kuba zu, brachte die Krankenhäuser in einigen Provinzen an ihre Grenzen und ließ die Infektionszahlen mehr als exponentiell wachsen. Die Impfkampagne läuft derzeit in Kuba nach allen Kräften. Die durchschnittliche Impfquote der vollständig Geimpften beträgt mit Stand zu Mitte August 25% und Dank der vorangegangenen Interventionistischen Studie in Havanna 90%.

Das kubanische Gesundheitsministerium meldet einen hohen Bedarf an Material zur Herstellung der Impfstoffe, zur Prävention von Infektionen und an Medikamenten, die Kuba wegen der Blockade auf dem internationalen Markt oft nur auf Umwegen zu höheren Preisen besorgen kann. Angesichts der durch die US-Blockade verschärften Situation in Kuba, der Destabilisierungsversuche und der weiterhin schwierigen Pandemielage, bitten wir darum, nicht nachzulassen und für medizinisches Material im Kampf gegen das Coronavirus weiter zu spenden und den Aufruf zu verbreiten.

Cuba

Nun wirkt sich die Pandemie schon ein Jahr weltweit verheerend aus, und wir sind alle sehr erschöpft von den Auswirkungen auf unser Leben: die vielen Toten, die zahlreichen Erkrankungen mit Langzeitfolgen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens, das notwendige Distanzhalten zu unseren Lieben, kaum öffentliche Veranstaltungen und Gruppentreffen.

Gleich zu Beginn hatten wir zu einer Spendensammlung für Kuba aufgerufen, das mit konsequenter Nachverfolgung, Quarantäne und Begrenzung der Mobilität sowie einem gut vorbereiteten Gesundheitssystem die Epidemie im Lande in Grenzen halten konnte.

Die Spendenfreudigkeit war groß, so groß, dass wir schon zu Ostern 2020 rund 70.000 € nach Kuba überweisen konnten.

Donald Trump hat in seinem letzten Regierungsjahr wirkungsvoll die Blockade und die Sanktionen unablässig ausgeweitet mit dem Ziel, Kuba „zu erdrosseln“. Wegen des ausbleibenden Tourismus leidet Kuba zudem unter einem extremen Devisenmangel. Das Land hat, „dank“ der extraterritorial wirkenden Blockade, nicht die Möglichkeit, u.a. Material, Lebensmittel und auch Medikamente selbst direkt auf internationalen Märkten zu kaufen.

So haben wir im Verlaufe des letzten Jahres dann auf Basis konkreter Bedarfslisten des kubanischen Gesundheitsministeriums mehrfach medizinische Geräte und Verbrauchsmaterialien nach Kuba gesandt. Insgesamt gingen bis Ende 2020 rund 180.000 € auf unseren Konten ein, die insgesamt Kuba zu Gute kamen.

Corona-Impfung

Der kubanischen Wissenschaft ist es in einzigartiger Leistung gelungen, in kürzester Zeit – knapp 10 Monate – 4 Impfstoffe zu entwickeln. Heute, im Februar 2021, befinden sich „Soberana 1“ und „Soberana 2“ bereits in der klinischen Erprobung, dazu kommen „Mambisa“ (neuartiges Nasenimpfspray) und in Entwicklung bereits der vierte Impfstoff „Abdala“.

Zu der mit der Impfstoffentwicklung verbundenen Hoffnung für viele in Armut gehaltene Länder der „Dritten Welt“, unterstützen kubanische medizinische Brigaden den Kampf gegen die Pandemie weiter weltweit vor Ort.

An den neuen US-Präsidenten besteht weiterhin die Forderung nach der Aufhebung der Blockade. Konkrete Schritte aber bleiben (bisher) aus und würden wegen der erforderlichen Verfahren zudem viel Zeit in Anspruch nehmen.

Die Wirtschaftsleistung Kubas hat im vergangenen Jahr um 11 % abgenommen. Die Strategie zur Überwindung der Krise, die Kuba jetzt entwickelt hat, zielt darauf ab, bei Beibehaltung des sozialistischen Weges, gleichzeitig strukturelle Maßnahmen in der kubanischen Wirtschaft und Gesellschaft vorzunehmen.

Das heißt für uns: Kuba braucht weiterhin dringend unsere materielle und finanzielle Unterstützung – wir rufen erneut auf: Bitte lasst nicht nach, spendet weiter!

Corona-Impfstoff Soberana

Die Organisation „mediCuba-Europa“ ruft zu einer Spendenaktion auf, um das Finlay-Impfinstitut zu unterstützen. Zusammen mit der Universität von Havanna und dem CIM (Zentrum für molekulare Immunologie) ist „das Finlay“ auch maßgeblich an der Entwicklung der kubanischen Impfstoffe gegen COVID 19 beteiligt. Zur Überwachung und Beurteilung der Effektivität der Impfungen benötigt das Institut spezielle Geräte. Das bedeutet konkret: 350.000€ werden benötigt.

Das Netzwerk Cuba, die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und Cuba Sí schließen sich der Spendenaktion von mediCuba-Europa an und rufen auf, diese Sammlung zu unterstützen.

Abzugsfähige Spendenquittungen sind über die jeweiligen Geschäftsstellen erhältlich.

Flugblatt: Spendenaufruf für Kuba in Coronazeiten

Netzwerk Cuba, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und Cuba Sí

Weitere Unterstützergruppen können sich unter newsletter@fgbrdkuba.de melden.

Infos, Presse, Hintergründe: Kubas Kampf gegen den Coronavirus