Lena Kreymann
Vorsitzende der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ)

40 Jahre Zärtlichkeit

Zeitschrift der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Von April 2018 bis März 2019 verursachte der Wirtschaftskrieg Washingtons gegen Kuba Schäden in Höhe von 4,343 Milliarden US-Dollar. Aber dieser Krieg kostet Kuba nicht nur jeden Tag Geld. Er kostet auch Menschenleben, weil zum Beispiel bestimmte Ersatzteile für medizinische Geräte fehlen. 2019 wurde die Blockade noch weiter verschärft. Ziel der US-Regierung ist es, wirklich jeden Handel und jede Zusammenarbeit jedes Unternehmens und jeden Staats mit Kuba zu verbieten. Das ist die aktuell wichtigste Art und Weise, Kuba wieder zu dem zu machen, was es für den Imperialismus sein soll: eine billige Rohstoffquelle mit sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen im Dienste der Profite. Da stören menschliche Würde und Selbstbestimmung nur. Die Blockade ist die heutige Version der Invasion in der Schweinebucht.

Krieg, Gewalt, Unterdrückung. Das ist die Sprache des Imperialismus. Verwirklichung der Menschenrechte, inklusive der sozialen und ökologischen Menschenrechte, Frieden, internationale Solidarität. Das ist die Sprache des Sozialismus. Die "Cuba Libre" gibt dem kubanischen Sozialismus in Deutschland eine Stimme. Sie tut das, was Kuba am meisten braucht. Sie schafft Öffentlichkeit für dieses Verbrechen des Imperialismus und für die internationale Solidarität, die Kuba trotz der Blockade leistet: mit Ärzten in aller Welt, mit Ausbildung von Fachkräften aus der "Dritten Welt" auf Kuba, mit einem Beispiel, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Das ist die Zärtlichkeit des kubanischen Volkes mit den Unterdrückten dieser Welt. Die "Cuba Libre" gibt ein Stück dieser Zärtlichkeit zurück seit 40 Jahren.

In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch, liebe Cuba Libre!

CUBA LIBRE

CUBA LIBRE 1-2020