Maximale Eskalation
Der Entführung Nicolás Maduros gingen monatelange Provokationen gegen Venezuela voraus
Von Carsten Hanke, Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität e. V. (GeFiS)
Weltweit (wie hier in New York) gingen Menschen gegen den US-Angriff auf Venezuela und die Entführung
Maduros und seiner Frau auf die Straße. Foto: SWinxy / Wikimedia / CC BY 4.0
|
In der aktuellen Situation über Venezuela
zu berichten, stellt eine besondere
Herausforderung unter
vielen Gesichtspunkten dar. Eine
von diesen zahlreichen Faktoren,
die es gilt zu beachten, ist die Prüfung
der unzählig eingehenden
Informationen in der medialen Berichterstattung.
Ein objektiver und realistischer
Medienbericht über die Lage in Venezuela
müsste auf Propagandabegriffe
und Worthülsen, wie z. B.
„Diktator Maduro“, „totalitäres
Regime“ oder „autoritär geführter
Staat“ verzichten. Leider finden
sich diese Begriffe auch querbeet
in den Aussagen aller Politiker der
im Bundestag vertretenen Parteien
wieder.
Beim Beispiel „Diktatur“ (lt. Duden:
unumschränkte, andere gesellschaftliche
Kräfte mit Gewalt
unterdrückende Ausübung der
Herrschaft ...) sieht die Realität in
Venezuela seit der bolivarischen
Revolution unter Hugo Chavéz
und unter Führung Nicolas Maduros
wie folgt aus: Es wurden in
diesen 26 Jahren bisher 33 Wahlen
durchgeführt, die im Übrigen
nicht alle von der Regierungspartei
PSUV gewonnen wurden. Darüber
hinaus finden jährlich mindestens
vier kommunal durchgeführte
Wahlen statt. Die amtierende
venezolanische Präsidentin
Delcy Rodríguez hat offiziell
den Wahlzeitplan für die diesjährigen
kommunalen Projektkonsultationen
bekannt gegeben.
Dieser demokratische Prozess findet
in allen 5.336 Gemeindebezirken
des Landes statt, wo die Bürger
direkt zur Wahl gehen, um
Projekte auszuwählen, die sofortige
Mittel zur Verbesserung von
Dienstleistungen und Infrastruktur
in ihren eigenen Gemeinden
enthalten.
Es ist also die Frage, ob mit „diktatorisch“
die Teilnahme an der
kostenlosen Bildung gemeint ist,
wodurch die Alphabetisierung unter
dem Programm „Misión Robinson“
nahezu als erfolgreich abgeschlossen
bezeichnet werden kann.
Ebenso wurden weiterführende
Bildungsoffensiven wie z.B „Misión
Ribas“ festgelegt. Oder sind es
die verschiedenen Maßnahmen
der kostenlosen medizinischen Betreuung
und des Wohnungsbauprogramms?
In diesem Zusammenhang
fällt mir die Aussage des Leiters
für die Textilproduktion in der
„Kommune 23. Januar“ ein, welche
ich im Okt./November 2025
besuchte. Er bezog sich auf das Zitat
von Obama aus dem Jahr 2015,
der Venezuela als eine Gefahr für
die Sicherheit der USA einstufte,
und meinte, dass Obama eigentlich
Recht hat mit seiner Aussage, denn
die sozialen Errungenschaften, die
demokratische Partizipation, die in
Venezuela täglich gelebt wird, ist
vorbildlich.
Die aktuelle Situation in Venezuela
erscheint mir, rückblickend seit
der zweiten Amtseinführung von
Donald Trump, wie die Umsetzung
eines laut Drehbuch verfassten
Masterplanes zu sein. Die seit über
200 Jahre alte – nun wieder aufgelegte
– Monroe-Doktrin bekam mit
der „Donroe Doktrin“ auch gleich
ein passendes „Schimpfwort“.
Es ist die Fortsetzung jener Politik
aus Trumps erster Amtszeit.
Laut UN-Sonderbericht (Oktober
2021), starben allein in den Jahren
2016/2017 aufgrund fehlender
oder nicht ausreichend zur Verfügung
stehender Medikamente jährlich
40.000 Menschen, überwiegend
Kinder.
Dieses Drehbuch beinhaltet, jetzt
nur auf Venezuela bezogen (für
Kuba gibt es vergleichbare Fakten),
die Verschärfung einer Vielzahl
von bestehenden einseitigen
völkerrechtswidrigen Sanktionen
sowie den Erlass neuer Sanktionen.
Es folgte die Erhöhung des Kopfgeldes
auf die Ergreifung/Tötung des
rechtmäßig gewählten Präsidenten
eines souveränen Staates, Nicolas
Maduro, auf aktuell 50 Millionen
Dollar. Allein diese nicht nur
menschlich verwerfliche, sondern
völlig gesetzeswidrige Maßnahme,
hätte einer Verurteilung durch die
Völkergemeinschaft bedurft, sie
hätte auch zu verbindlichen „Strafmaßnahmen“
führen müssen.
Parallel zu diesen Maßnahmen
sind die Besuche des USA-Kriegsministers
und USA-Außenministers
in den US-Vasallen-Staaten Lateinamerikas
oder der Besuch derer
Präsidenten in den USA zu bewerten.
Ab August 2025 wurde von Seiten
der USA die Eskalationsstufe
gegenüber Venezuela nicht nur mit
medialer Begleitung auf eine bisher
noch nie dagewesene Stufe gehoben.
Sie machte sich auch mit der
Stationierung einer Armada von
USA-Kriegsschiffen, mit Flugzeugträgern,
Zerstörern, Atom U-Booten
und mit einer 1.500 Mann starken
Besatzung in internationalen
Gewässern vor Venezuela sichtbar.
Aufgrund dieses Bedrohungsszenarios
reagierte die venezolanische
Regierung mit der Mobilmachung,
der Präsident Maduro rief die Bevölkerung
auf, sich den Milizen anzuschließen.
Bis Oktober 2025 meldeten sich
8,5 Millionen Venezolaner bei den
Milizen. Als ich im Okt./Nov. für
drei Wochen in Venezuela war und
im Rahmen unserer Solidaritätsaktion
„Medizin für Venezuela“
mit vielen kommunalen Gemeindemitgliedern,
ob in Caracas, ob
in Playa Verde oder in einem Bergdorf sprach, erlebte ich überall eine
große Entschlossenheit aller Bevölkerungsschichten
und Altersgruppen.
Hier wurde für mich auf
eine bisher noch nie erlebte Weise
die enge Verbindung der Bewohner
in der Gemeinde, im jeweiligen
Barrio mit den verschiedensten
kommunalen Behörden sichtbar.
Selbst Bewohner, die nicht mit
der Hingabe der Chavistas bereit
waren, ihr Land sofort mit der Waffe
in der Hand zu verteidigen, reihten
sich in diese Mobilmachung mit
ein. Sie alle eint der Wille für den
Frieden, die Unabhängigkeit und
für die Freiheit. Obwohl im Tagesablauf
alles ruhig und normal wie
immer ablief, war für mich gerade
an den Wochenenden eine gewisse
Anspannung zu registrieren.
Den Grund erfuhr ich schnell: An
den Wochenenden fuhren viele Venezolaner,
die sich bei den Milizen
gemeldet hatten, auf eigene Kosten
mit dem Bus zur nächsten Milizstation,
um dort entsprechend ihres
Alters, ihrer Fähigkeiten in den
verschiedenen Bereichen eingesetzt
zu werden, für den Fall einer
USA-Invasion.
Obwohl der Mindestlohn undd
die Mindestrente der Venezolaner
gering ist, unterstützte man sich
solidarisch bei Fahrten zu den Milizstationen.
Das Wort Solidarität
erfährt im täglichen Leben in Venezuela
noch eine andere Wertigkeit
als man es hier in Deutschland,
noch nicht einmal im Ansatz,
versteht. Man muss es vor Ort erleben.
Zusammengefasst kann man mit
folgenden Aussagen die Haltung
vieler Venezolaner charakterisieren,
die mir gegenüber in den Gesprächen
immer wieder in unterschiedlicher
Version geäußert wurde:
„Wir werden eine militärische
Invasion der USA nicht verhindern
können, aber wir werden verhindern,
dass sie unser Land wieder lebend
verlassen.“ Oder: „Die Gringos
sollen daran denken, Venezuela
fängt, wie Vietnam, mit dem gleichen
Buchstaben an und wir werden
ebenso einen Guerilla-Kampf
der Befreiung führen“.
In dieser Zeit fanden bis einschließlich
3. Januar 2026 die Angriffe
zur Versenkung von Fischerbooten
und die Ermordungen der
Besatzungsmitglieder durch die
US-Marine statt. Gerechtfertigt
wurden diese stets mit der Behauptung,
den Drogentransport zu bekämpfen,
der angeblich von Venezuela
und vom Präsidenten Maduro
als Kopf des Drogenkartells
„Die Sonne“, organisiert werde.
Bis Ende 2025 wurden durch die
Versenkung der angeblich Drogen
transportierenden Fischerboote
118 Menschen von den USA hingerichtet.US-Marine statt. Gerechtfertigt
wurden diese stets mit der Behauptung,
den Drogentransport zu bekämpfen,
der angeblich von Venezuela
und vom Präsidenten Maduro
als Kopf des Drogenkartells
„Die Sonne“, organisiert werde.
Bis Ende 2025 wurden durch die
Versenkung der angeblich Drogen
transportierenden Fischerboote
118 Menschen von den USA hingerichtet.
Obwohl die USA technisch die
Voraussetzungen besitzen, so ein
angebliches „Drogenboot“ aufzubringen,
die Besatzung zu verhaften
und die transportierte Ware zu
sichern und im Zweifelsfall damit
als Beweismittel der Weltöffentlichkeit
vorzulegen, wurde dies kurioserweise
weder von deutschen
noch von EU-Politikern oder Journalisten
in Betracht gezogen.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen,
dass Venezuela laut UNBericht
keine Drogen herstellt und
nur ca. fünf Prozent seines Territoriums
als Transitland für Drogen
missbraucht wird. Weiterhin
heißt es, dass Venezuela vorbildlich
in der Drogenbekämpfung agiert.
Dazu passt auch folgende Meldung:
„Venezuela ist stolz auf sein Modell
der Drogenbekämpfung: 39 Drogenflieger
seit Januar 2025 zerstört“.
In diesem Zeitraum wurden
zahlreiche Drogendealer bei den
Einsätzen lebend festgenommen.
Mit der Operation „Absolut Resolve“
(Absolute Entschlossenheit)
kündigte US-Kriegsminister Pete
Hegseth eine strategische Wende
an. Was sich inhaltlich dahinter
verbirgt, wurde am 3. Januar sichtbar.
Anfang Dezember 2025 veranlasste
Donald Trump einseitig und
ohne Vermittlung eines internationalen
Gremiums die Schließung
des venezolanischen Luftraums. Es
folgte eine Ansage auf seiner Plattform
Truth Social: „An alle Fluggesellschaften,
Piloten, Drogenhändler
und Menschenhändler: Bitte bedenken
Sie, dass der Luftraum über
und um Venezuela vollständig gesperrt
bleibt“.
Die Chicagoer Konvention
von 1944 besagt, dass jeder
Staat „vollständige und ausschließliche
Souveränität“ über
den Luftraum hat, der sich über
seinem Territorium befindet.
Auch hier, wie kann es anders sein,
gab es keinerlei kritische Anmerkungen,
geschweige denn Protest,
vonseiten der EU und somit auch
Deutschlands.
Mit einer inszenierten Farce – der
Weitergabe des an die Rechtsaußen
stehende Maria Corina Machado
verliehenen „Friedensnobelpreises“
an Donald Trump – erhielt das
eingangs erwähnte Kriegsdrehbuch
noch ein billiges Hollywood-
Kapitel. Im Dezember 2025 warnte
Maduro in einem Brief an 194 Präsidenten
der Welt vor einer militärischen
Aggression der USA.
Am 2. Januar gegen 20 Uhr (Ortszeit)
erteilte Trump den endgültigen
Einsatzbefehl zur Entführung
des Präsidenten Nicolas Maduro.
Nach der US-Bombardierung
und der Entführung des venezolanischen
Präsidenten Maduro, übernahm
die Vizepräsidentin Delcy Rodríguez
gemäß bolivarischer Verfassung,
die Regierungsgeschäfte.
Verschiedene private Videoaufzeichnungen
und Fotos bestätigten
nicht nur den US-Gewaltakt,
sondern auch die zahlreichen Zerstörungen
in Caracas und im Land
selbst. Es waren nicht „nur“ militärische
Einrichtungen Venezuelas,
die angegriffen wurden, sondern
auch gezielt andere Objekte,
wie z. B. ein Forschungszentrum,
wo für Dialysepatienten die lebenswichtigen
Präparate hergestellt
wurden. Ebenso eine Pfarrei und
Wohnhäuser in La Guaira, Wohngebiete
im Stadtteil Fuerte Tiuna,
wo u. a. auch zum Teil militärische
Kommandostrukturen bestehen.
Auch in den Bundesstaaten Miranda
und Aragua wurden neben militärischen
auch zivile Objekte angegriffen.
Neben vielen zivilen Opfern ist
ein Großteil der Präsidentengarde
getötet worden. Diese Schutzgarde
des Präsidenten setzte sich aus bewährten
Kämpfern Kubas und Venezuelas
zusammen. Insgesamt töteten
die USA 32 kubanische Soldaten
der Schutztruppe nach heldenhaftem
Widerstand
Der kubanische Kämpfer Yohandris
Varona Torres, der 23
Dienstjahre Erfahrung mitbrachte,
als er vor zwei Monaten und sechs
Tagen in die Personenschutzeinheit
des Präsidenten versetzt wurde,
sah gegen zwei Uhr morgens den
ersten Hubschrauber der US-Spezialeinheit.
Er hatte kaum Zeit, seinen
Posten zu verlassen, erreichte
eine wenige Meter entfernte Brüstung
und begann sofort zu schießen.
Sein Leben verdankte er dieser
Entscheidung oder dem Zufall,
da wie von einem Flugzeug präzise
gesteuert, die Angreifer das Feuer
auf die Stellung eröffnete, die er zuvor
verlassen hatte.“
„Sie waren feuertechnisch uns
weit überlegen, sie schienen außerdem
genau zu wissen, wo sich alles
befand, so feuerten sie auf Wachposten
und die Schlafräume, in denen
wir Kubaner untergebracht
waren, und töteten unter anderem
die Offiziere.“ Weiter berichtete er:
„Ich musste schießen und werfen,
verteidigen und töten. Wir trafen
die Flugzeuge, die auf uns geschossen
hatten, obwohl unsere Waffen
unterlegen waren. Ich bin sicher,
dass wir Verluste verursacht haben,
mehr als sie zugeben. Wir haben
sie hart getroffen. Wir feuerten
weiter, bis fast alle von uns am
Boden lagen, tot oder verwundet.“
Diese Aussage wird von verschiedene
Meldungen bestätigt.
Die USA-Medien berichteten detailliert,
dass der US-Operation zur
Entführung Nicolás Maduros eine
monatelange Mission vorausgegangen
war, bei der mit Nachbildungen
des befestigten Geländes verschiedene
Szenarien, Einfallsreichtum
und Timing geprobt wurden.
Obwohl die USA technisch die
Voraussetzungen besitzen, so ein
angebliches „Drogenboot“ aufzubringen,
die Besatzung zu verhaften
und die transportierte Ware zu
sichern und im Zweifelsfall damit
als Beweismittel der Weltöffentlichkeit
vorzulegen, wurde dies kurioserweise
weder von deutschen
noch von EU-Politikern oder Journalisten
in Betracht gezogen.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen,
dass Venezuela laut UNBericht
keine Drogen herstellt und
nur ca. fünf Prozent seines Territoriums
als Transitland für Drogen
missbraucht wird. Weiterhin
heißt es, dass Venezuela vorbildlich
in der Drogenbekämpfung agiert.
Dazu passt auch folgende Meldung:
„Venezuela ist stolz auf sein Modell
der Drogenbekämpfung: 39 Drogenflieger
seit Januar 2025 zerstört“.
In diesem Zeitraum wurden
zahlreiche Drogendealer bei den
Einsätzen lebend festgenommen.
Mit der Operation „Absolut Resolve“
(Absolute Entschlossenheit)
kündigte US-Kriegsminister Pete
Hegseth eine strategische Wende
an. Was sich inhaltlich dahinter
verbirgt, wurde am 3. Januar sichtbar.
Anfang Dezember 2025 veranlasste
Donald Trump einseitig und
ohne Vermittlung eines internationalen
Gremiums die Schließung
des venezolanischen Luftraums. Es
folgte eine Ansage auf seiner Plattform
Truth Social: „An alle Fluggesellschaften,
Piloten, Drogenhändler
und Menschenhändler: Bitte bedenken
Sie, dass der Luftraum über
und um Venezuela vollständig gesperrt
bleibt“.
Die Chicagoer Konvention
von 1944 besagt, dass jeder
Staat „vollständige und ausschließliche
Souveränität“ über
den Luftraum hat, der sich über
seinem Territorium befindet.
Auch hier, wie kann es anders sein,
gab es keinerlei kritische Anmerkungen,
geschweige denn Protest,
vonseiten der EU und somit auch
Deutschlands.
Mit einer inszenierten Farce – der
Weitergabe des an die Rechtsaußen
stehende Maria Corina Machado
verliehenen „Friedensnobelpreises“
an Donald Trump – erhielt das
eingangs erwähnte Kriegsdrehbuch
noch ein billiges Hollywood-
Kapitel. Im Dezember 2025 warnte
Maduro in einem Brief an 194 Präsidenten
der Welt vor einer militärischen
Aggression der USA.
Am 2. Januar gegen 20 Uhr (Ortszeit)
erteilte Trump den endgültigen
Einsatzbefehl zur Entführung
des Präsidenten Nicolas Maduro.
Nach der US-Bombardierung
und der Entführung des venezolanischen
Präsidenten Maduro, übernahm
die Vizepräsidentin Delcy Rodríguez
gemäß bolivarischer Verfassung,
die Regierungsgeschäfte.
Verschiedene private Videoaufzeichnungen
und Fotos bestätigten
nicht nur den US-Gewaltakt,
sondern auch die zahlreichen Zerstörungen
in Caracas und im Land
selbst. Es waren nicht „nur“ militärische
Einrichtungen Venezuelas,
die angegriffen wurden, sondern
auch gezielt andere Objekte,
wie z. B. ein Forschungszentrum,
wo für Dialysepatienten die lebenswichtigen
Präparate hergestellt
wurden. Ebenso eine Pfarrei und
Wohnhäuser in La Guaira, Wohngebiete
im Stadtteil Fuerte Tiuna,
wo u. a. auch zum Teil militärische
Kommandostrukturen bestehen.
Auch in den Bundesstaaten Miranda
und Aragua wurden neben militärischen
auch zivile Objekte angegriffen.
Neben vielen zivilen Opfern ist
ein Großteil der Präsidentengarde
getötet worden. Diese Schutzgarde
des Präsidenten setzte sich aus bewährten
Kämpfern Kubas und Venezuelas
zusammen. Insgesamt töteten
die USA 32 kubanische Soldaten
der Schutztruppe nach heldenhaftem
Widerstand
Der kubanische Kämpfer Yohandris
Varona Torres, der 23
Dienstjahre Erfahrung mitbrachte,
als er vor zwei Monaten und sechs
Tagen in die Personenschutzeinheit
des Präsidenten versetzt wurde,
sah gegen zwei Uhr morgens den
ersten Hubschrauber der US-Spezialeinheit.
Er hatte kaum Zeit, seinen
Posten zu verlassen, erreichte
eine wenige Meter entfernte Brüstung
und begann sofort zu schießen.
Sein Leben verdankte er dieser
Entscheidung oder dem Zufall,
da wie von einem Flugzeug präzise
gesteuert, die Angreifer das Feuer
auf die Stellung eröffnete, die er zuvor
verlassen hatte.“
„Sie waren feuertechnisch uns
weit überlegen, sie schienen außerdem
genau zu wissen, wo sich alles
befand, so feuerten sie auf Wachposten
und die Schlafräume, in denen
wir Kubaner untergebracht
waren, und töteten unter anderem
die Offiziere.“ Weiter berichtete er:
„Ich musste schießen und werfen,
verteidigen und töten. Wir trafen
die Flugzeuge, die auf uns geschossen
hatten, obwohl unsere Waffen
unterlegen waren. Ich bin sicher,
dass wir Verluste verursacht haben,
mehr als sie zugeben. Wir haben
sie hart getroffen. Wir feuerten
weiter, bis fast alle von uns am
Boden lagen, tot oder verwundet.“
Diese Aussage wird von verschiedene
Meldungen bestätigt.
Die USA-Medien berichteten detailliert,
dass der US-Operation zur
Entführung Nicolás Maduros eine
monatelange Mission vorausgegangen
war, bei der mit Nachbildungen
des befestigten Geländes verschiedene
Szenarien, Einfallsreichtum
und Timing geprobt wurden.
Trump selber sagte: „Ich habe
es buchstäblich geschaut, als würde
ich eine Fernsehserie sehen, es
war eine erstaunliche Sache.“ Und
weiter: „Es gab viel Widerstand.
Es gab viele Schüsse.“ Der General
Dan Caine, der Vorsitzende der
Joint Chiefs of Staff, gab bekannt,
dass monatelang Details über Maduro
herausgefunden wurden: wie
er zu finden ist, wie er sich bewegt,
wo er lebte, wohin er reiste, was er
aß, was er trug, was seine Haustiere
waren.“ Weiterhin sammelte
die CIA Informationen von seiner
Flotte von Tarnkappendrohnen
und einer menschlichen Quelle.
Diese Aufklärungskampagne
begann bereits seit August 2025,
als Trump der CIA den Auftrag
dafür übergab. Vor der Operation
trainierten alle beteiligten USStreitkräfte
an einem Nachbau
des sogenannten Maduro-Lagers.
„Sie haben tatsächlich ein Haus gebaut,
das identisch mit dem war, in
das sie gegangen sind, mit all den
Tresoren und dem ganzen Stahl“
sagte Trump .
Es wurde bestätigt, dass dieser
Überfall zum Tod von mehr als 80
Venezolanern, darunter Zivilisten
und Soldaten, geführt hat und zudem
wurden 112 in den Reihen der
nationalen Verteidigung verwundet.
Sie bestätigten, dass mit einer
für sie unbekannten Waffe operiert
worden sei, die sie plötzlich kampfunfähig
machte, ohne dass ein
Schuss gefallen war, und sie begannen,
aus allen Kopföffnungen zu
bluten. Einige übergaben sich mit
Blut. Ebenfalls im Militärkrankenhaus
erklärte Korporal Yeiber Valbuena
von der Präsidenten-Ehrengarde,
dass er plötzlich durch eine
Rakete o. ä. „… die Wirkung der Explosion
und der Schockwelle“ spürte.
Zu einem späteren Zeitpunkt
wurde der Einsatz von Hightech-
Waffen bestätigt.
Auch diese Schilderungen wurden
von Seiten der USA gestützt,
ohne in weitere Details gehen zu
wollen. Russland hat Trump aufgefordert,
sie über diese Waffe aufzuklären.
Sicherlich bleiben viele Fragen
offen und werden mit der Zeit
ihre Antworten finden. Wenn man
die detaillierten Vorbereitungen
der USA und ihre extrem genauen
Kenntnisse der Situation vor Ort
betrachtet, liegt der Verdacht nahe,
dass in Venezuela Personen kooperierten
und Informationen preisgaben.
Das würde auch den fehlenden
Einsatz russischer Abwehrwaffen
erklären, unabhängig zu überprüfen
ist das aber nicht. Es gibt
noch eine weitere mögliche Erklärung,
warum nicht ein breites Abwehrfeuer
den US-Angriff stoppte.
Die ist aber auch nicht unabhängig
überprüfbar. Sieht man mal von der
Wirkung der sogenannten „Schallwaffe“
ab, gilt es zu bedenken, was
eine entsprechende Gegenwehr
verursacht hätte: Ich kenne Caracas
seit sieben Jahren und nach fast
20 Besuchen recht gut. Es liegt im
Tal, sehr langgezogen und es haben
oft scheinbar geringe Regenfälle in
ihrer Auswirkung oft gravierende
Schäden ausgelöst. Das hängt mit
der geografischen Lage zusammen.
Wir alle kennen die Schallwirkung
von Pyrotechnik in einem Neubaugebiet,
die wir gerade zu Silvester
wieder genießen durften. Wenn
jetzt mit entsprechenden militärischen
Einsatzwaffen reagiert worden
wäre, wäre der Folgeschaden
nicht im Ansatz kalkulierbar gewesen.
Noch viel dramatischer wäre
der erfolgreiche Abschuss von USHubschraubern
oder gar von Flugzeugen
gewesen. Die hätten zwar,
wie auf Bildern zu sehen, im Tiefflug
ein ideales Ziel abgegeben. Sie
wären aber alle in dicht besiedelte
Wohngebiete gestürzt. Die Folgen
wären neben den unzähligen
zu beklagenden Todesopfern und
den hohen Sachschäden, weitreichende
psychologische Folgewirkungen
gewesen. Es hätte auch jene
Schock-Bilder in der Welt erzeugt,
auf die die USA-Administration gewartet
hat, um ohne eigene zusätzliche
Kommentierung, ein Signal
der Stärke und Einschüchterung zu
vermitteln. „Wer nicht nach unserem
Willen agiert, denen ergeht es
genauso wie den Venezolanern.“
Letztendlich bleibt die Tatsache,
dass mit der Geiselnahme von Nicolas
Maduro und Ehefrau Cilia Flores,
die USA ein enormes Druckmittel
gegenüber der amtierenden
Regierung in der Hand haben.
Auch die bestehenden Sanktionen
werden als Erpressungspotenzial
weiterhin genutzt. Im Bewusstsein
der Tatsache, dass die Weltgemeinschaft
fast wirkungslos ist verbessert
sich die Verhandlungsbasis
nicht gerade. Deshalb ist es besonders
wichtig, dass die internationale
Solidarität ohne die eingangs
beschriebenen Relativierungsversuche
wie „Diktatur, Regime“ etc.
weiterhin verstärkt wird und bis
zur Freilassung von Maduro und
seiner Frau auf einem hohen Protestlevel
gehalten wird. Dazu rufen
wir vom GeFiS alle friedliebenden
Menschen hier im Lande auf, sich
mit Aktionen einzubringen.
Gleichzeitig sind diese nationalen
wie internationalen Solidaritätsbekundungen
für das venezolanische
Volk eine große Unterstützung.
Wir sollten bei unseren Solidaritätsaktionen
keinerlei Unterschied
zwischen denen für Venezuela und
Kuba machen. Es ist nicht nur ein
Brudervolk, es sind mit Nicaragua
zusammen die Leuchttürme
der Hoffnung, die in Lateinamerika
gerade beim aktuellen Rechtsruck
von ganz besonderer Bedeutung
sind.
Denken wir daran, dass die Nacht
stets am dunkelsten vor jeder Dämmerung
ist, aber die Dämmerung
nicht aufzuhalten ist.
Venceremos