Maximale Eskalation

Der Entführung Nicolás Maduros gingen monatelange Provokationen gegen Venezuela voraus
Von Carsten Hanke, Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität e. V. (GeFiS)

Weltweit (wie hier in New York) gingen Menschen gegen den US-Angriff auf Venezuela und die Entführung Maduros und seiner Frau auf die Straße.
Foto: SWinxy / Wikimedia / CC BY 4.0
In der aktuellen Situation über Venezuela zu berichten, stellt eine besondere Herausforderung unter vielen Gesichtspunkten dar. Eine von diesen zahlreichen Faktoren, die es gilt zu beachten, ist die Prüfung der unzählig eingehenden Informationen in der medialen Berichterstattung.
Ein objektiver und realistischer Medienbericht über die Lage in Venezuela müsste auf Propagandabegriffe und Worthülsen, wie z. B. „Diktator Maduro“, „totalitäres Regime“ oder „autoritär geführter Staat“ verzichten. Leider finden sich diese Begriffe auch querbeet in den Aussagen aller Politiker der im Bundestag vertretenen Parteien wieder.
Beim Beispiel „Diktatur“ (lt. Duden: unumschränkte, andere gesellschaftliche Kräfte mit Gewalt unterdrückende Ausübung der Herrschaft ...) sieht die Realität in Venezuela seit der bolivarischen Revolution unter Hugo Chavéz und unter Führung Nicolas Maduros wie folgt aus: Es wurden in diesen 26 Jahren bisher 33 Wahlen durchgeführt, die im Übrigen nicht alle von der Regierungspartei PSUV gewonnen wurden. Darüber hinaus finden jährlich mindestens vier kommunal durchgeführte Wahlen statt. Die amtierende venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez hat offiziell den Wahlzeitplan für die diesjährigen kommunalen Projektkonsultationen bekannt gegeben. Dieser demokratische Prozess findet in allen 5.336 Gemeindebezirken des Landes statt, wo die Bürger direkt zur Wahl gehen, um Projekte auszuwählen, die sofortige Mittel zur Verbesserung von Dienstleistungen und Infrastruktur in ihren eigenen Gemeinden enthalten.
Es ist also die Frage, ob mit „diktatorisch“ die Teilnahme an der kostenlosen Bildung gemeint ist, wodurch die Alphabetisierung unter dem Programm „Misión Robinson“ nahezu als erfolgreich abgeschlossen bezeichnet werden kann. Ebenso wurden weiterführende Bildungsoffensiven wie z.B „Misión Ribas“ festgelegt. Oder sind es die verschiedenen Maßnahmen der kostenlosen medizinischen Betreuung und des Wohnungsbauprogramms? In diesem Zusammenhang fällt mir die Aussage des Leiters für die Textilproduktion in der „Kommune 23. Januar“ ein, welche ich im Okt./November 2025 besuchte. Er bezog sich auf das Zitat von Obama aus dem Jahr 2015, der Venezuela als eine Gefahr für die Sicherheit der USA einstufte, und meinte, dass Obama eigentlich Recht hat mit seiner Aussage, denn die sozialen Errungenschaften, die demokratische Partizipation, die in Venezuela täglich gelebt wird, ist vorbildlich.
Die aktuelle Situation in Venezuela erscheint mir, rückblickend seit der zweiten Amtseinführung von Donald Trump, wie die Umsetzung eines laut Drehbuch verfassten Masterplanes zu sein. Die seit über 200 Jahre alte – nun wieder aufgelegte – Monroe-Doktrin bekam mit der „Donroe Doktrin“ auch gleich ein passendes „Schimpfwort“.
Es ist die Fortsetzung jener Politik aus Trumps erster Amtszeit. Laut UN-Sonderbericht (Oktober 2021), starben allein in den Jahren 2016/2017 aufgrund fehlender oder nicht ausreichend zur Verfügung stehender Medikamente jährlich 40.000 Menschen, überwiegend Kinder.
Dieses Drehbuch beinhaltet, jetzt nur auf Venezuela bezogen (für Kuba gibt es vergleichbare Fakten), die Verschärfung einer Vielzahl von bestehenden einseitigen völkerrechtswidrigen Sanktionen sowie den Erlass neuer Sanktionen. Es folgte die Erhöhung des Kopfgeldes auf die Ergreifung/Tötung des rechtmäßig gewählten Präsidenten eines souveränen Staates, Nicolas Maduro, auf aktuell 50 Millionen Dollar. Allein diese nicht nur menschlich verwerfliche, sondern völlig gesetzeswidrige Maßnahme, hätte einer Verurteilung durch die Völkergemeinschaft bedurft, sie hätte auch zu verbindlichen „Strafmaßnahmen“ führen müssen.
Parallel zu diesen Maßnahmen sind die Besuche des USA-Kriegsministers und USA-Außenministers in den US-Vasallen-Staaten Lateinamerikas oder der Besuch derer Präsidenten in den USA zu bewerten.
Ab August 2025 wurde von Seiten der USA die Eskalationsstufe gegenüber Venezuela nicht nur mit medialer Begleitung auf eine bisher noch nie dagewesene Stufe gehoben. Sie machte sich auch mit der Stationierung einer Armada von USA-Kriegsschiffen, mit Flugzeugträgern, Zerstörern, Atom U-Booten und mit einer 1.500 Mann starken Besatzung in internationalen Gewässern vor Venezuela sichtbar. Aufgrund dieses Bedrohungsszenarios reagierte die venezolanische Regierung mit der Mobilmachung, der Präsident Maduro rief die Bevölkerung auf, sich den Milizen anzuschließen.
Bis Oktober 2025 meldeten sich 8,5 Millionen Venezolaner bei den Milizen. Als ich im Okt./Nov. für drei Wochen in Venezuela war und im Rahmen unserer Solidaritätsaktion „Medizin für Venezuela“ mit vielen kommunalen Gemeindemitgliedern, ob in Caracas, ob in Playa Verde oder in einem Bergdorf sprach, erlebte ich überall eine große Entschlossenheit aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Hier wurde für mich auf eine bisher noch nie erlebte Weise die enge Verbindung der Bewohner in der Gemeinde, im jeweiligen Barrio mit den verschiedensten kommunalen Behörden sichtbar. Selbst Bewohner, die nicht mit der Hingabe der Chavistas bereit waren, ihr Land sofort mit der Waffe in der Hand zu verteidigen, reihten sich in diese Mobilmachung mit ein. Sie alle eint der Wille für den Frieden, die Unabhängigkeit und für die Freiheit. Obwohl im Tagesablauf alles ruhig und normal wie immer ablief, war für mich gerade an den Wochenenden eine gewisse Anspannung zu registrieren. Den Grund erfuhr ich schnell: An den Wochenenden fuhren viele Venezolaner, die sich bei den Milizen gemeldet hatten, auf eigene Kosten mit dem Bus zur nächsten Milizstation, um dort entsprechend ihres Alters, ihrer Fähigkeiten in den verschiedenen Bereichen eingesetzt zu werden, für den Fall einer USA-Invasion.
Obwohl der Mindestlohn undd die Mindestrente der Venezolaner gering ist, unterstützte man sich solidarisch bei Fahrten zu den Milizstationen. Das Wort Solidarität erfährt im täglichen Leben in Venezuela noch eine andere Wertigkeit als man es hier in Deutschland, noch nicht einmal im Ansatz, versteht. Man muss es vor Ort erleben.
Zusammengefasst kann man mit folgenden Aussagen die Haltung vieler Venezolaner charakterisieren, die mir gegenüber in den Gesprächen immer wieder in unterschiedlicher Version geäußert wurde: „Wir werden eine militärische Invasion der USA nicht verhindern können, aber wir werden verhindern, dass sie unser Land wieder lebend verlassen.“ Oder: „Die Gringos sollen daran denken, Venezuela fängt, wie Vietnam, mit dem gleichen Buchstaben an und wir werden ebenso einen Guerilla-Kampf der Befreiung führen“.
In dieser Zeit fanden bis einschließlich 3. Januar 2026 die Angriffe zur Versenkung von Fischerbooten und die Ermordungen der Besatzungsmitglieder durch die US-Marine statt. Gerechtfertigt wurden diese stets mit der Behauptung, den Drogentransport zu bekämpfen, der angeblich von Venezuela und vom Präsidenten Maduro als Kopf des Drogenkartells „Die Sonne“, organisiert werde. Bis Ende 2025 wurden durch die Versenkung der angeblich Drogen transportierenden Fischerboote 118 Menschen von den USA hingerichtet.US-Marine statt. Gerechtfertigt wurden diese stets mit der Behauptung, den Drogentransport zu bekämpfen, der angeblich von Venezuela und vom Präsidenten Maduro als Kopf des Drogenkartells „Die Sonne“, organisiert werde. Bis Ende 2025 wurden durch die Versenkung der angeblich Drogen transportierenden Fischerboote 118 Menschen von den USA hingerichtet. Obwohl die USA technisch die Voraussetzungen besitzen, so ein angebliches „Drogenboot“ aufzubringen, die Besatzung zu verhaften und die transportierte Ware zu sichern und im Zweifelsfall damit als Beweismittel der Weltöffentlichkeit vorzulegen, wurde dies kurioserweise weder von deutschen noch von EU-Politikern oder Journalisten in Betracht gezogen. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass Venezuela laut UNBericht keine Drogen herstellt und nur ca. fünf Prozent seines Territoriums als Transitland für Drogen missbraucht wird. Weiterhin heißt es, dass Venezuela vorbildlich in der Drogenbekämpfung agiert. Dazu passt auch folgende Meldung: „Venezuela ist stolz auf sein Modell der Drogenbekämpfung: 39 Drogenflieger seit Januar 2025 zerstört“. In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Drogendealer bei den Einsätzen lebend festgenommen. Mit der Operation „Absolut Resolve“ (Absolute Entschlossenheit) kündigte US-Kriegsminister Pete Hegseth eine strategische Wende an. Was sich inhaltlich dahinter verbirgt, wurde am 3. Januar sichtbar. Anfang Dezember 2025 veranlasste Donald Trump einseitig und ohne Vermittlung eines internationalen Gremiums die Schließung des venezolanischen Luftraums. Es folgte eine Ansage auf seiner Plattform Truth Social: „An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Bitte bedenken Sie, dass der Luftraum über und um Venezuela vollständig gesperrt bleibt“. Die Chicagoer Konvention von 1944 besagt, dass jeder Staat „vollständige und ausschließliche Souveränität“ über den Luftraum hat, der sich über seinem Territorium befindet. Auch hier, wie kann es anders sein, gab es keinerlei kritische Anmerkungen, geschweige denn Protest, vonseiten der EU und somit auch Deutschlands. Mit einer inszenierten Farce – der Weitergabe des an die Rechtsaußen stehende Maria Corina Machado verliehenen „Friedensnobelpreises“ an Donald Trump – erhielt das eingangs erwähnte Kriegsdrehbuch noch ein billiges Hollywood- Kapitel. Im Dezember 2025 warnte Maduro in einem Brief an 194 Präsidenten der Welt vor einer militärischen Aggression der USA. Am 2. Januar gegen 20 Uhr (Ortszeit) erteilte Trump den endgültigen Einsatzbefehl zur Entführung des Präsidenten Nicolas Maduro. Nach der US-Bombardierung und der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro, übernahm die Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gemäß bolivarischer Verfassung, die Regierungsgeschäfte. Verschiedene private Videoaufzeichnungen und Fotos bestätigten nicht nur den US-Gewaltakt, sondern auch die zahlreichen Zerstörungen in Caracas und im Land selbst. Es waren nicht „nur“ militärische Einrichtungen Venezuelas, die angegriffen wurden, sondern auch gezielt andere Objekte, wie z. B. ein Forschungszentrum, wo für Dialysepatienten die lebenswichtigen Präparate hergestellt wurden. Ebenso eine Pfarrei und Wohnhäuser in La Guaira, Wohngebiete im Stadtteil Fuerte Tiuna, wo u. a. auch zum Teil militärische Kommandostrukturen bestehen. Auch in den Bundesstaaten Miranda und Aragua wurden neben militärischen auch zivile Objekte angegriffen. Neben vielen zivilen Opfern ist ein Großteil der Präsidentengarde getötet worden. Diese Schutzgarde des Präsidenten setzte sich aus bewährten Kämpfern Kubas und Venezuelas zusammen. Insgesamt töteten die USA 32 kubanische Soldaten der Schutztruppe nach heldenhaftem Widerstand Der kubanische Kämpfer Yohandris Varona Torres, der 23 Dienstjahre Erfahrung mitbrachte, als er vor zwei Monaten und sechs Tagen in die Personenschutzeinheit des Präsidenten versetzt wurde, sah gegen zwei Uhr morgens den ersten Hubschrauber der US-Spezialeinheit. Er hatte kaum Zeit, seinen Posten zu verlassen, erreichte eine wenige Meter entfernte Brüstung und begann sofort zu schießen. Sein Leben verdankte er dieser Entscheidung oder dem Zufall, da wie von einem Flugzeug präzise gesteuert, die Angreifer das Feuer auf die Stellung eröffnete, die er zuvor verlassen hatte.“ „Sie waren feuertechnisch uns weit überlegen, sie schienen außerdem genau zu wissen, wo sich alles befand, so feuerten sie auf Wachposten und die Schlafräume, in denen wir Kubaner untergebracht waren, und töteten unter anderem die Offiziere.“ Weiter berichtete er: „Ich musste schießen und werfen, verteidigen und töten. Wir trafen die Flugzeuge, die auf uns geschossen hatten, obwohl unsere Waffen unterlegen waren. Ich bin sicher, dass wir Verluste verursacht haben, mehr als sie zugeben. Wir haben sie hart getroffen. Wir feuerten weiter, bis fast alle von uns am Boden lagen, tot oder verwundet.“ Diese Aussage wird von verschiedene Meldungen bestätigt. Die USA-Medien berichteten detailliert, dass der US-Operation zur Entführung Nicolás Maduros eine monatelange Mission vorausgegangen war, bei der mit Nachbildungen des befestigten Geländes verschiedene Szenarien, Einfallsreichtum und Timing geprobt wurden.
Obwohl die USA technisch die Voraussetzungen besitzen, so ein angebliches „Drogenboot“ aufzubringen, die Besatzung zu verhaften und die transportierte Ware zu sichern und im Zweifelsfall damit als Beweismittel der Weltöffentlichkeit vorzulegen, wurde dies kurioserweise weder von deutschen noch von EU-Politikern oder Journalisten in Betracht gezogen.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass Venezuela laut UNBericht keine Drogen herstellt und nur ca. fünf Prozent seines Territoriums als Transitland für Drogen missbraucht wird. Weiterhin heißt es, dass Venezuela vorbildlich in der Drogenbekämpfung agiert. Dazu passt auch folgende Meldung: „Venezuela ist stolz auf sein Modell der Drogenbekämpfung: 39 Drogenflieger seit Januar 2025 zerstört“. In diesem Zeitraum wurden zahlreiche Drogendealer bei den Einsätzen lebend festgenommen.
Mit der Operation „Absolut Resolve“ (Absolute Entschlossenheit) kündigte US-Kriegsminister Pete Hegseth eine strategische Wende an. Was sich inhaltlich dahinter verbirgt, wurde am 3. Januar sichtbar.
Anfang Dezember 2025 veranlasste Donald Trump einseitig und ohne Vermittlung eines internationalen Gremiums die Schließung des venezolanischen Luftraums. Es folgte eine Ansage auf seiner Plattform Truth Social: „An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenhändler: Bitte bedenken Sie, dass der Luftraum über und um Venezuela vollständig gesperrt bleibt“.
Die Chicagoer Konvention von 1944 besagt, dass jeder Staat „vollständige und ausschließliche Souveränität“ über den Luftraum hat, der sich über seinem Territorium befindet. Auch hier, wie kann es anders sein, gab es keinerlei kritische Anmerkungen, geschweige denn Protest, vonseiten der EU und somit auch Deutschlands.
Mit einer inszenierten Farce – der Weitergabe des an die Rechtsaußen stehende Maria Corina Machado verliehenen „Friedensnobelpreises“ an Donald Trump – erhielt das eingangs erwähnte Kriegsdrehbuch noch ein billiges Hollywood- Kapitel. Im Dezember 2025 warnte Maduro in einem Brief an 194 Präsidenten der Welt vor einer militärischen Aggression der USA.
Am 2. Januar gegen 20 Uhr (Ortszeit) erteilte Trump den endgültigen Einsatzbefehl zur Entführung des Präsidenten Nicolas Maduro.
Nach der US-Bombardierung und der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro, übernahm die Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gemäß bolivarischer Verfassung, die Regierungsgeschäfte. Verschiedene private Videoaufzeichnungen und Fotos bestätigten nicht nur den US-Gewaltakt, sondern auch die zahlreichen Zerstörungen in Caracas und im Land selbst. Es waren nicht „nur“ militärische Einrichtungen Venezuelas, die angegriffen wurden, sondern auch gezielt andere Objekte, wie z. B. ein Forschungszentrum, wo für Dialysepatienten die lebenswichtigen Präparate hergestellt wurden. Ebenso eine Pfarrei und Wohnhäuser in La Guaira, Wohngebiete im Stadtteil Fuerte Tiuna, wo u. a. auch zum Teil militärische Kommandostrukturen bestehen. Auch in den Bundesstaaten Miranda und Aragua wurden neben militärischen auch zivile Objekte angegriffen.
Neben vielen zivilen Opfern ist ein Großteil der Präsidentengarde getötet worden. Diese Schutzgarde des Präsidenten setzte sich aus bewährten Kämpfern Kubas und Venezuelas zusammen. Insgesamt töteten die USA 32 kubanische Soldaten der Schutztruppe nach heldenhaftem Widerstand
Der kubanische Kämpfer Yohandris Varona Torres, der 23 Dienstjahre Erfahrung mitbrachte, als er vor zwei Monaten und sechs Tagen in die Personenschutzeinheit des Präsidenten versetzt wurde, sah gegen zwei Uhr morgens den ersten Hubschrauber der US-Spezialeinheit. Er hatte kaum Zeit, seinen Posten zu verlassen, erreichte eine wenige Meter entfernte Brüstung und begann sofort zu schießen. Sein Leben verdankte er dieser Entscheidung oder dem Zufall, da wie von einem Flugzeug präzise gesteuert, die Angreifer das Feuer auf die Stellung eröffnete, die er zuvor verlassen hatte.“
„Sie waren feuertechnisch uns weit überlegen, sie schienen außerdem genau zu wissen, wo sich alles befand, so feuerten sie auf Wachposten und die Schlafräume, in denen wir Kubaner untergebracht waren, und töteten unter anderem die Offiziere.“ Weiter berichtete er: „Ich musste schießen und werfen, verteidigen und töten. Wir trafen die Flugzeuge, die auf uns geschossen hatten, obwohl unsere Waffen unterlegen waren. Ich bin sicher, dass wir Verluste verursacht haben, mehr als sie zugeben. Wir haben sie hart getroffen. Wir feuerten weiter, bis fast alle von uns am Boden lagen, tot oder verwundet.“ Diese Aussage wird von verschiedene Meldungen bestätigt.
Die USA-Medien berichteten detailliert, dass der US-Operation zur Entführung Nicolás Maduros eine monatelange Mission vorausgegangen war, bei der mit Nachbildungen des befestigten Geländes verschiedene Szenarien, Einfallsreichtum und Timing geprobt wurden.
Trump selber sagte: „Ich habe es buchstäblich geschaut, als würde ich eine Fernsehserie sehen, es war eine erstaunliche Sache.“ Und weiter: „Es gab viel Widerstand. Es gab viele Schüsse.“ Der General Dan Caine, der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, gab bekannt, dass monatelang Details über Maduro herausgefunden wurden: wie er zu finden ist, wie er sich bewegt, wo er lebte, wohin er reiste, was er aß, was er trug, was seine Haustiere waren.“ Weiterhin sammelte die CIA Informationen von seiner Flotte von Tarnkappendrohnen und einer menschlichen Quelle. Diese Aufklärungskampagne begann bereits seit August 2025, als Trump der CIA den Auftrag dafür übergab. Vor der Operation trainierten alle beteiligten USStreitkräfte an einem Nachbau des sogenannten Maduro-Lagers. „Sie haben tatsächlich ein Haus gebaut, das identisch mit dem war, in das sie gegangen sind, mit all den Tresoren und dem ganzen Stahl“ sagte Trump .
Es wurde bestätigt, dass dieser Überfall zum Tod von mehr als 80 Venezolanern, darunter Zivilisten und Soldaten, geführt hat und zudem wurden 112 in den Reihen der nationalen Verteidigung verwundet. Sie bestätigten, dass mit einer für sie unbekannten Waffe operiert worden sei, die sie plötzlich kampfunfähig machte, ohne dass ein Schuss gefallen war, und sie begannen, aus allen Kopföffnungen zu bluten. Einige übergaben sich mit Blut. Ebenfalls im Militärkrankenhaus erklärte Korporal Yeiber Valbuena von der Präsidenten-Ehrengarde, dass er plötzlich durch eine Rakete o. ä. „… die Wirkung der Explosion und der Schockwelle“ spürte. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde der Einsatz von Hightech- Waffen bestätigt.
Auch diese Schilderungen wurden von Seiten der USA gestützt, ohne in weitere Details gehen zu wollen. Russland hat Trump aufgefordert, sie über diese Waffe aufzuklären.
Sicherlich bleiben viele Fragen offen und werden mit der Zeit ihre Antworten finden. Wenn man die detaillierten Vorbereitungen der USA und ihre extrem genauen Kenntnisse der Situation vor Ort betrachtet, liegt der Verdacht nahe, dass in Venezuela Personen kooperierten und Informationen preisgaben. Das würde auch den fehlenden Einsatz russischer Abwehrwaffen erklären, unabhängig zu überprüfen ist das aber nicht. Es gibt noch eine weitere mögliche Erklärung, warum nicht ein breites Abwehrfeuer den US-Angriff stoppte. Die ist aber auch nicht unabhängig überprüfbar. Sieht man mal von der Wirkung der sogenannten „Schallwaffe“ ab, gilt es zu bedenken, was eine entsprechende Gegenwehr verursacht hätte: Ich kenne Caracas seit sieben Jahren und nach fast 20 Besuchen recht gut. Es liegt im Tal, sehr langgezogen und es haben oft scheinbar geringe Regenfälle in ihrer Auswirkung oft gravierende Schäden ausgelöst. Das hängt mit der geografischen Lage zusammen. Wir alle kennen die Schallwirkung von Pyrotechnik in einem Neubaugebiet, die wir gerade zu Silvester wieder genießen durften. Wenn jetzt mit entsprechenden militärischen Einsatzwaffen reagiert worden wäre, wäre der Folgeschaden nicht im Ansatz kalkulierbar gewesen. Noch viel dramatischer wäre der erfolgreiche Abschuss von USHubschraubern oder gar von Flugzeugen gewesen. Die hätten zwar, wie auf Bildern zu sehen, im Tiefflug ein ideales Ziel abgegeben. Sie wären aber alle in dicht besiedelte Wohngebiete gestürzt. Die Folgen wären neben den unzähligen zu beklagenden Todesopfern und den hohen Sachschäden, weitreichende psychologische Folgewirkungen gewesen. Es hätte auch jene Schock-Bilder in der Welt erzeugt, auf die die USA-Administration gewartet hat, um ohne eigene zusätzliche Kommentierung, ein Signal der Stärke und Einschüchterung zu vermitteln. „Wer nicht nach unserem Willen agiert, denen ergeht es genauso wie den Venezolanern.“
Letztendlich bleibt die Tatsache, dass mit der Geiselnahme von Nicolas Maduro und Ehefrau Cilia Flores, die USA ein enormes Druckmittel gegenüber der amtierenden Regierung in der Hand haben. Auch die bestehenden Sanktionen werden als Erpressungspotenzial weiterhin genutzt. Im Bewusstsein der Tatsache, dass die Weltgemeinschaft fast wirkungslos ist verbessert sich die Verhandlungsbasis nicht gerade. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die internationale Solidarität ohne die eingangs beschriebenen Relativierungsversuche wie „Diktatur, Regime“ etc. weiterhin verstärkt wird und bis zur Freilassung von Maduro und seiner Frau auf einem hohen Protestlevel gehalten wird. Dazu rufen wir vom GeFiS alle friedliebenden Menschen hier im Lande auf, sich mit Aktionen einzubringen.
Gleichzeitig sind diese nationalen wie internationalen Solidaritätsbekundungen für das venezolanische Volk eine große Unterstützung.
Wir sollten bei unseren Solidaritätsaktionen keinerlei Unterschied zwischen denen für Venezuela und Kuba machen. Es ist nicht nur ein Brudervolk, es sind mit Nicaragua zusammen die Leuchttürme der Hoffnung, die in Lateinamerika gerade beim aktuellen Rechtsruck von ganz besonderer Bedeutung sind.
Denken wir daran, dass die Nacht stets am dunkelsten vor jeder Dämmerung ist, aber die Dämmerung nicht aufzuhalten ist.

Venceremos