Was passiert in Kuba?“

Von Brigitte Schiffler und Wolfgang Mix

Liz Oliva, am Rand der Bühne stehend, moderierte souverän. Sie ließ Aufmerksamkeit und Beteiligung des Publikums niemals abreißen. Ein gelungener Abend.
Foto: privat
Drei Tage nach ihrem Auftritt in Berlin aus Anlass der Verleihung des Rosa-Luxemburg-Preises an Aleida Guevara durch die junge Welt stand die junge Journalistin Liz Oliva Fernández im Mittelpunkt einer Kuba-Veranstaltung im Hamburger Gewerkschaftshaus. Organisiert war das Treffen durch den Arbeitskreis Frieden von ver.di Hamburg und das Netzwerk Cuba unter Mitwirkung der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und von Cuba Sí aus Hamburg.

Die in Havanna lebende Kubanerin arbeitet für den Blog „Belly of the Beast“, ein Medienkollektiv von unabhängigen Journalisten, die Kubas unbekannte Geschichten aus erster Hand erzählen wollen. Die Arbeit von Liz ist preisgekrönt. Eine sechsteilige Folge über die Blockade und den Medienkrieg findet man auf der Webseite von bellyofthebeastcuba.com. Die Serie hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den gut 100 Interessierten, die zu dem Treffen „Was passiert in Kuba?“ gekommen waren. Anfänglicher Irritation über Probleme mit der Technik zog Liz den Stecker, indem sie von der klassischen Veranstaltungsform Vortrag/Film/Diskussion zu einem offenen Dialog mit Fragen ins Publikum, Antworten und Kommentaren überging und die Zuhörer ohne Pause mitzog. Sie brachte Beispiele aus dem durch die US-Aggressionen erschwerten Alltag der Menschen. Der bleibende Eindruck war, dass die Menschen Kubas unsere Unterstützung dringend benötigen und verdienen, um weiter ihren eigenen Entwicklungsweg gehen zu können.

Am meisten haben Liz die Menschen beeindruckt, die sich selbst an einem Ort, der weit von Kuba entfernt ist und zu einer anderen Kultur gehört, für Kuba einsetzen und es im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.

Unter den Zuhörern waren erfreulich viele junge Leute aus den Gewerkschaften. Nach dem offiziellen Ende wurde noch lange diskutiert und Kontakte wurden geknüpft. Der Erlös der Veranstaltung ging an „GewerkschafterInnen für Kuba“ und ihren bundesweiten Spendenaufruf „Mehr Solar-Energie für Kuba“.