Solidarität ist das Gebot der Stunde

Veranstaltungen in Karlsruhe zu den Auswirkungen der Blockade von Kuba
Von Roland Armbruster

Im Mai fand in Karlsruhe eine Solidaritätskundgebung für Kuba an der Pyramide auf dem Karlsruher Marktplatz statt Foto: privat
Am 17. März fand im gut besuchten DGB -Haus Karlsruhe eine Informationsveranstaltung zur aktuellen Lage in Kuba statt. Veranstalter waren die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, Regionalgruppe Karlsruhe, und die Rosa-Luxemburgs-Stiftung BadenWürttemberg. Eine zweite Veranstaltung zu Kuba – diesmal mit dem Schwerpunkt Blockade und der Rolle der USA – fand am 27. April ebenfalls im DGB Haus statt Hauptthemen waren die Auswirkungen des US-Wirtschaftskrieges gegen Kuba und die Drohung einer Invasion auf Kuba. Die kubanische Regierung veranlasste die teilweise Mobilmachung, um einer Invasion etwas entgegensetzen zu können – auch dies führt zu Einschränkungen.
Als Referent konnte Tobias Kriele gewonnen werden von der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba/Regionalgruppe Mainz. Er stellte sehr anschaulich die Auswirkungen der US-Maßnahmen auf Kuba und seine Menschen dar. Zudem beleuchtete er den Druck der USA auf die Länder des Globalen Südens, die Hilfsmaßnahmen durch kubanische Ärzte zu beenden. Diesem Druck hat zum Beispiel Jamaika nachgeben, obwohl diese Ärzte ihrer Bevölkerung fehlen werden. Zur absoluten Verschärfung der Situation in Kuba trägt auch der Druck auf Venezuela und Mexiko bei, kein ÖL mehr nach Kuba zu liefern. Trotz des Ausbaus der Solarenergie führt dies zu Stromabschaltungen.
Die Stimmung in Kuba veränderte sich nach der Entführung von Maduro und seiner Frau. Bei dieser völkerrechtswidrigen Militärintervention der USA wurden auch 32 kubanische Leibwächter getötet. Für die Kubanerinnen und Kubaner ist klar, dass sie gemeint waren – und es ist auch klar: Sie werden sich verteidigen.
Die Diskussion zeigte viel Unterstützung für Kuba. Solidarität war der am meisten benutzte Begriff. Kuba hat in der Vergangenheit so viel Solidarität geleistet und hat es nun mehr als verdient, Solidarität zu erfahren in dieser zur Zeit sehr schwierigen Lage.