Solidarität gegen Blockade
Am 5. Juli versammelten sich rund 500 Freundinnen und Freunde Kubas vor dem Brandenburger in Berlin neben der US-Botschaft. Sie protestierten gegen die Einmischung in Lateinamerika und besonders gegen den Versuch, Kuba zu strangulieren. Auf Anregung von Cuba sí hatte die Partei Die Linke neben zahlreichen anderen Organisationen zu der Kundgebung aufgerufen. Neben der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch, dem Krebsforscher Franco Cavalli aus der Schweiz und dem Vorsitzenden des Netzwerkes Cuba, Edgar Göll, sprach der Kollege Andreas Nolte von GewerkschafterInnen für Kuba. Wir dokumentiern seine Rede.
Foto: Marion Leonhardt
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute ist es hier so warm wie am 1. Mai vor der US-Botschaft in Havanna, wo wir mit 500.000 demonstriert haben. Das war eine eindrucksvolle Manifestation! Und dafür bestraft Trump Kuba, weil es eine Maidemonstration war!*
Dazu sage ich: Pfui! – sagt ihr auch Pfui!? ...
Mein Name ist Andreas Nolte. Ich bin aktiver Gewerkschafter in der IG Metall und Sprecher der Initiative „GewerkschafterInnen für Kuba – Sindicalistas por Cuba!“
Am 20. März haben wir uns mit vielen aktiven GewerkschafterInnen zu einer Gründungsversammlung im Gewerkschaftshaus in Frankfurt am Main getroffen und unsere Gründungserklärung unter dem Motto „Gemeinsam gegen die US-Blockade! Solidarität gewinnt!“ verabschiedet.
Sie wird von ca. 100 ErstunterzeichnerInnen aus den Gewerkschaften GEW, NGG, EVG, der IG BAU, ver.di und der IG Metall getragen und unterstützt. Und seit dem kommen laufend weitere UnterstützerInnen dazu.
Seid Ihr auch schon alle Mitglied einer Gewerkschaft?
Auslöser für die Gründung ist die Situation Kubas unter der US-Blockade und deshalb die Kontaktaufnahme zu den kubanischen Industriegewerkschaften, mit denen wir vor drei Jahren die Zusammenarbeit begonnen haben.
In unserer Gründungserklärung formulieren wir dieses Ziel:
Wir wollen den Gedanken der Internationalen Solidarität mit Kuba in unseren Gewerkschaften wieder verstärken, verbreitern und konkrete Taten folgen lassen.
Aktive und AnsprechpartnerInnen der genannten Gewerkschaften gibt es schon in:
Nürnberg, Ansbach, Würzburg, Aschaffenburg, Darmstadt, Offenbach, Frankfurt a.M., Mönchengladbach, Köln, Dortmund, Hannover, Lehrte, Braunschweig, Salzgitter, Berlin, Hamburg und Kiel.
Das ist doch ein guter Anfang! Wir wachsen!
Die Zeiten des „Mach mal“ sind längst vorbei!
Wir laden euch, wie laden dich zum MITMACHEN ein!
Mehr Solarenergie für Kuba – Jetzt! Denn: Unsere kubanischen KollegInnen haben keine Zeit, um zu warten! Über unsere Homepage könnt ihr/kannst du Kontakt zu uns aufnehmen. Sie lautet: gewerkschafterinnen-fuer-kuba.org
Viele Fragen uns: Können denn die gespendeten Solaranlagen Kuba überhaupt noch erreichen? Meine klare Antwort lautet: Ja! Erst am 16. Juni hat unser Projektpartner INTERRED vier 40-FußContainer für weitere Solarprojekte durch eine Reederei von Rotterdam in Richtung Kuba verschiffen lassen.
Deshalb Kolleginnen und Kollegen, wo ihr auch seid, rufen wir euch auf: Spendet jetzt und wartet nicht! Wofür?
Für eine Solaranlage für einen Betrieb in Santa Clara, um wieder produzieren zu können. Und: dadurch wird auch das Wohnumfeld mit Solarstrom versorgt werden können. Dafür werden 200.000 € benötigt. Unser Ziel: Noch in diesem jahr soll mit der Installation begonnen werden:
Die Menschen in Kuba brauchen unsere Hilfe! Denn: Solarenergie für Kuba heißt Überleben!
...Zum Schluss möchte ich unsere solidarischen Grüße an die Gewerkschaften in Kuba richten.
Gestern wurde auf dem 22. CTCKongress in Havanna eine neue Führung gewählt. Dazu gratuliere ich allen Gewählten im Namen unserer Initiative ganz herzlich!
Wir sind mit euch in unendlicher Solidarität verbunden!
Cuba si! – Bloqueo NO!