Teilnehmer der Solidaritätsbrigade aus Europa auf der Plaza de la Revolución in Havanna
Quelle:Thorben Austen

Ein Reisebericht aus einem Kuba zwischen Mangel, Reformen, Solidarität und Widerstandskraft

Von Thorben Austen

Ich habe im August gut drei Wochen lang Kuba besucht, die ersten zwei Wochen im Rahmen der 53. Europäischen Solidaritätsbrigade José Martí. Viele Menschen im Land bezeichnen die Monate seit Jahresbeginn als die schwersten seit der Revolution. Besonders die heißen Sommermonate im Juli und August waren aufgrund der häufigen Stromabschaltungen in vielen Regionen sehr mühsam für die Bevölkerung. Michel Torres Corona schrieb in einer Kolumne in der Tageszeitung junge Welt, dass der August überstanden worden sei, ohne dass es zu den von den USA erhofften Aufständen gegen die Regierung gekommen sei. Dies zeige, dass Kuba auch diese Krise überstehen werde.

Große Abfallansammlungen sind aktuell vor allem in Havanna zu finden.
Große Abfallansammlungen sind aktuell vor allem in Havanna zu finden. Quelle:Thorben Austen

Allgemeine Krisensituation

Von Kubanern und Teilnehmern der Solidaritätsbrigade, die das Land regelmäßig besuchen (mein letzter Besuch auf Kuba liegt 15 Jahre zurück), war zu hören, dass im Land und besonders in Havanna die Zahl der Menschen, die nach einer Geldspende oder Lebensmitteln fragen, seit Januar deutlich zugenommen hat. Auch Kinder haben mich nach Geld oder „etwas zu essen“ gefragt. Aufgrund des durch die Energieblockade provozierten Treibstoffmangels funktioniert die Abfallentsorgung nur noch eingeschränkt. Besonders in Havanna waren große Müllberge an Straßenecken zu sehen, häufig durchsuchten gerade ältere Menschen den Müll nach Verwertbarem.

Gleich zu Beginn der Brigade traf ein landesweiter Stromausfall das Land, der sechste in diesem Jahr. Auch unabhängig von den Stromausfällen war die Situation der Energieversorgung sehr prekär. In Havanna war nachts in großen Teilen der Stadt kein Strom, in den Provinzen ist die Situation teilweise noch schwieriger. In Santa Clara und Trinidad erzählten Einwohner, häufig nur noch drei Stunden Strom am Tag zu haben, manchmal gibt es mehrere Tage in Folge keine Elektrizität.

Das Verkehrsaufkommen ist niedrig, aber auch nicht bei null. Gerade in Havanna war auf einigen wichtigen Straßen durchaus regelmäßiger Verkehr von Elektro- und auch Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu sehen. Insgesamt sei der Verkehr seit Januar deutlich zurückgegangen, hieß es immer wieder. In den letzten Wochen habe sich die Situation aber eher wieder etwas entspannt. Auch sei das Benzin in den letzten Wochen wieder billiger geworden. Dies liegt am privaten Sektor, der Benzin (und andere Produkte) importieren darf, allerdings ausschließlich und ausgerechnet vom „Erzfeind“ der kubanischen Revolution, den USA.

Der Privatsektor wird wichtiger in Kuba. Besuch beim Technologie- und Kommunikationsunternehmen Surtics in Cienfuegos
Der Privatsektor wird wichtiger in Kuba. Besuch beim Technologie- und Kommunikationsunternehmen Surtics in Cienfuegos Quelle:Thorben Austen

Wirtschaftsreformen und privaten Sektor

Die Möglichkeit des Imports für den privaten Sektor ist auch einer der Gründe für dessen aktuellen Ausbau. So erhofft sich Kuba von den Wirtschaftsreformen neben der Ankurbelung der eigenen Wirtschaft auch die Schaffung neuer Importmöglichkeiten. Dieses Maßnahmenpaket aus 176 neuen Gesetzen wurde im Juni vom Parlament ohne eine breite Debatte in der Bevölkerung beschlossen, wie sie beispielsweise bei der neuen Verfassung stattfand (amerika21 berichtete).

Die Reformen haben inner- und außerhalb Kubas eine Debatte über die, je nach politischer Position, erhoffte oder befürchtete Rückkehr des Kapitalismus angestoßen. Einige der Maßnahmen, wie die Zulassung privater Banken, scheinen tatsächlich im Widerspruch zum sozialistischen Wirtschaftssystem zu stehen. In Gesprächen in Kuba bemängelten Kubaner vor allem, dass die – allerdings auch erst im Juni verabschiedeten – Reformen bisher keine Auswirkungen auf das tägliche Leben gebracht hätten und insgesamt wenig bekannt seien.

Einige sehen die Reformen als längst überfällig und verbinden sie mit weiteren Forderungen. Vereinzelt war die Forderung nach „freien Wahlen“ und einem „Systemwechsel“ zu hören. Ein älterer Herr, der Anfang der 1980er Jahre in der DDR studierte, ging konkret auf die Wirtschaftsreformen ein. Seiner Meinung nach kämen diese „30 oder sogar 40 Jahre zu spät, sie hätten gleich nach der Spezialperiode konsequent kommen müssen, dann stände Kuba heute anders da, trotz Blockade“. Auf meine Nachfrage, ob er die wirtschaftliche Öffnung der VR China und Vietnams als Vorbild sähe, antwortete er: „Ein bisschen China, ein bisschen Vietnam, ein bisschen wir selber.“ Ausdrücklich nennt er den Begriff der „sozialistischen Marktwirtschaft“ als Orientierung.

In der Solidaritätsbrigade waren die Wirtschaftsreformen und der wachsende private Sektor in der Wirtschaft vor allem bei einem Gespräch mit Santiago Bachín, Generalsekretär des Gewerkschaftsverbandes Central de Trabajadores de Cuba (CTC), Thema. Bachín führte aus, dass im privaten Sektor der gewerkschaftliche Organisierungsgrad deutlich niedriger als im staatlichen Sektor sei, wo zwischen 80 und 99 Prozent der Arbeiter Mitglied der Gewerkschaft seien. Darauf stelle sich die Gewerkschaft ein und versuche auch im privaten Sektor, neue Mitglieder zu gewinnen. In einigen der Unternehmen, „kleine Familienbetriebe“, seien Gewerkschaften laut Bachín nicht unbedingt nötig, eine These, die bei einzelnen Teilnehmern der Brigade auf Widerspruch stieß. Bachín unterstützte ausdrücklich die Reformen, auch er sprach von „kapitalistischen Maßnahmen im Sozialismus“.

Preisliste in einer Bodega, der staatlichen Zuteilungsstelle für Lebensmittel. Die Preise betragen wenige Cent, viele Produkte sind aber nicht oder nur unregelmäßig erhältlich
Preisliste in einer Bodega, der staatlichen Zuteilungsstelle für Lebensmittel. Die Preise betragen wenige Cent, viele Produkte sind aber nicht oder nur unregelmäßig erhältlich Quelle:Thorben Austen

Versorgung und Lebensmittel

Deutlich wurde, dass in vielen Bereichen, vor allem in der Versorgung der Bevölkerung, der private Sektor zunehmend wichtig wird. Die Libreta, die staatliche Bezugskarte für Lebensmittel, mit der diese zunächst komplett gratis, heute zu einem symbolischen Preis ausgegeben werden, existiert zwar nach wie vor, viele Lebensmittel sind aber nicht mehr und vor allem nicht immer erhältlich. Auch die kostenlose Milchversorgung für Kinder funktioniert nur noch eingeschränkt, für Kleinkinder und in krankheitsbedingten „Härtefällen“.

Private Geschäfte und Märkte werden zunehmend wichtig. Es gibt staatliche Preisobergrenzen auf den Märkten, die Preise sind moderat, allerdings reichen die vor allem im staatlichen Bereich niedrigen Löhne bei weitem nicht zum Leben. In Havanna erschien mir das Preisniveau in vielen Läden deutlich höher als in den Provinzen. Eine wichtige Rolle spielen mittlerweile, wie schon länger in anderen karibischen und mittelamerikanischen Ländern, die Remesas, die Geldüberweisungen von Verwandten im Ausland.

Migration und Remesas

Mindestens eine Million Kubaner haben das Land seit 2021 verlassen. Dies führt bei einer vergleichsweise niedrigen Geburtenrate auch zu demografischen Problemen und einem Rückgang der Bevölkerung. Aktuell hat die Insel noch rund 9,4 Millionen Einwohner, vor einigen Jahren waren es noch knapp elf Millionen. Ein Großteil der Auswanderer ist jung, wie ich gerade im Bildungsbereich hörte. Sowohl in Schulen als auch in Universitäten fehlen mittlerweile viele Lehrer und Dozenten.

Zu den Remesas liegen keine ganz exakten Zahlen vor. Presseberichte gehen von 2 bis 2,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr aus. Zum Vergleich: Nach Guatemala mit einer Bevölkerung von 18,9 Millionen Menschen flossen 2025 25,5 Milliarden US-Dollar an Remesas. Zwischen 2005 und 2020 sollen die Remesas nach Kuba rund 6,8 Prozent des BIP ausgemacht haben, mittlerweile dürfte der Wert höher liegen. Erschwert wird die Situation dadurch, dass die Sanktionen die Geldüberweisungen teilweise behindern. So schloss Western Union 2025, über das Migranten einen Großteil der Überweisungen abwickeln, aufgrund der Sanktionen seine Dienste nach Kuba.

Als Zielländer für Kubaner werden neben den USA auch lateinamerikanische Länder wie Brasilien und Uruguay genannt. Eine erstaunlich hohe Zahl von Kubanern erzählte mir von Verwandten in Deutschland. Eine Besonderheit sind direkt getätigte Onlineeinkäufe, die in den USA lebende Migranten tätigen. Über den Onlinehandel werden die Lebensmittel direkt an Verwandte in Kuba geliefert. Diese Dienste haben aufgrund der Sanktionen ihre Arbeit eingestellt, einige scheinen aber weiter zu funktionieren.

Interessant ist aber die mediale Bewertung der Migration. Laut verschiedenen Medien „flüchten“ die Kubaner vor dem „Regime“ oder verlassen das Land wegen des „gescheiterten Sozialismus“. Bei den rund 3,4 Millionen Guatemalteken, die in den USA leben, werden zwar konkrete Auswanderungsgründe wie Armut oder Gewalt genannt. Dass ein Massenmedium vom „gescheiterten Neoliberalismus“ als Fluchtursache schrieb, habe ich allerdings noch nicht gelesen.

Gemüseanbau am Randgebiet von Havanna
Gemüseanbau am Randgebiet von Havanna Quelle:Thorben Austen

Landwirtschaft und ländlicher Raum

Immer wieder Thema in Gesprächen mit Kubanern war die geringe Produktion von Lebensmitteln im Land. Kuba muss schätzungsweise 70 bis 80 Prozent seiner Lebensmittel importieren, wobei laut einem Artikel von Jacobin große Unterschiede bestehen, um welche Agrarprodukte es sich handelt. Bei Obst und Gemüse hat Kuba traditionell einen Selbstversorgungsgrad von über 90 Prozent. Die Reisproduktion ist zwischen 2018 und 2023 allerdings um 50 Prozent eingebrochen, weitere klassische Importgüter sind Hühner- und Schweinefleisch, wobei der Konsum seit Beginn der Krise im Januar laut des Artikels deutlich zurückgeht.

Weiter geht der Jacobin-Artikel auf die Umstellungen in der Landwirtschaft in der sogenannten Spezialperiode nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre ein. Damals wuchsen in Großstädten wie Havanna die Stadtgärten und die ökologische Landwirtschaft durch Kooperativen und kleine Familienbetriebe. Die kubanische Regierung schätzte während der Spezialperiode, dass mehr als 50 Prozent des in Havanna konsumierten Obsts und Gemüses auch dort angebaut wurden. Nach dem Ende der Spezialperiode und der wieder verbesserten Lage in der Energieversorgung, vor allem durch die vergünstigten Erdöllieferungen aus Venezuela, „kehrten die politischen Entscheidungsträger oft zur konventionellen industriellen Landwirtschaft zurück“, wurde Margarita Fernández vom Karibischen Institut für Agrarökologie in Jacobin zitiert. „Die Agrarökologie konnte sich nie vollständig als Grundlage des Ernährungssystems etablieren. Stattdessen wurde sie als Notlösung behandelt.“

Während der Brigade absolvierten wir zwei freiwillige Arbeitseinsätze im landwirtschaftlichen Betrieb UEB Fontanaz im Municipio Boyeros, der zum Stadtgebiet Havanna gehört. UEB steht für Unidad Empresarial de Base (betriebliche Basiseinheit). Die Arbeiter arbeiten in kleinen Einheiten im Gemüseanbau, verkauft wird sowohl im freien Handel als auch an staatliche Institutionen wie Krankenhäuser und Schulen. Ein kostenloses Mittagessen wird trotz der aktuellen Krise an Schulen weiter ausgegeben, erklärten mehrere Gesprächspartner übereinstimmend.

Mehrere Arbeiter bemängelten, dass immer weniger junge Leute in der Landwirtschaft arbeiten wollen. Ein Arbeiter schob das auch auf die Politik nach der Revolution, die eher das Leben in den Städten förderte, ein „Fehler, den unser Comandante gemacht hat“ und als „Kehrseite“ der guten Bildungsmöglichkeiten. Denn wer „studieren kann, will nicht mehr auf dem Feld arbeiten“. Auch von offizieller Seite wird versucht, das Leben auf dem Land attraktiver zu machen und die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, hieß es auf verschiedenen Konferenzen während der Brigade. Aktuell leben 80 Prozent der Kubaner in den großen Städten.

Das Eröffnungsforum zur Konferenz "100 Jahre Fidel, Vermächtnis und Zukunft" in Havanna
Das Eröffnungsforum zur Konferenz „100 Jahre Fidel, Vermächtnis und Zukunft“ in Havanna Quelle:Thorben Austen

Die „Stimme der Erfahrung“

Politischer Höhepunkt des Programms war die Teilnahme an dem Kongress „100 Jahre Fidel, Vermächtnis und Zukunft“, der vom 10. bis zum 12. August mit einem hochkarätigen Programm in Havanna stattfand. Am 13. August, dem 100. Geburtstag des 2016 verstorbenen Revolutionsführers, waren die Brigadeteilnehmer mit rund 5.000 weiteren Gästen zum offiziellen Zentralen Festakt im Theater „Karl Marx“ in Havanna eingeladen. Dort erlebten die Anwesenden nach einer kurzen Ansprache von Staatspräsident Miguel Díaz-Canel eine hochemotionale schauspielerische Darstellung von Kindern und Jugendlichen.

In dem Stück wurden drei Pioniergruppen von einer unbekannten Stimme, die sich als „ehemaliger Pionier“ und „Stimme der Erfahrung“ vorstellte, auf Erkundungsfahrt geschickt und konnten verschiedene Fragen stellen. Als roter Faden zogen sich das Bekenntnis zur Solidarität und die Idee des „Niemand Zurücklassens“ durch die knapp zweistündige Darbietung, die von den Zuschauern mit großem Beifall bedacht wurde.

Trotz ernster Lage hält Kuba stand

Die Lage in Kuba ist ernst, das wurde auf der Reise deutlich. Die von offizieller kubanischer Seite dargelegten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die seit der Revolution im lateinamerikanischen Vergleich sehr niedrige Kindersterblichkeit hat sich seit Januar verdoppelt, Tausende Operationen wurden verschoben und es herrscht ein Mangel an Medikamenten. Bereits im März standen 96.387 Operationen auf der Warteliste, davon 11.193 für Kinder. Die nationale Produktion von Medikamenten beträgt nur noch rund ein Drittel des Niveaus vergangener Jahre.

Trotz dieser Krise funktionieren staatliche Instanzen weiterhin. Das in einigen westlichen Medien gemalte Bild von einem kurz vor dem Zusammenbruch stehenden Land kann ich trotz der zweifellosen Probleme nicht bestätigen. Bei einem Besuch nach der offiziellen Brigade in Trinidad hörte ich von einer jungen Frau aus der Nachbarschaft, die nach einem schweren Motorradunfall seit drei Monaten im Krankenhaus und in der Reha alle notwendigen Behandlungen bekommt, wie gehabt vollständig kostenlos. Auch der Wochenmarkt in Trinidad war voll, es gab alles zu kaufen. Die in den Medien häufig erwähnten langen Schlangen vor Geschäften habe ich am ehesten in Havanna gesehen.

Eine Anwohnerin erklärte mir auch das politische System Kubas. Angefangen von den kleinsten Einheiten in den Wohnbezirken werden Kandidaten für die Versammlungen und Räte gewählt, auf Ebene der Municipios und Provinzen bis hin zur Asamblea Nacional del Poder Popular (Nationalversammlung der Volksmacht). Bis auf die höheren Posten arbeiten alle gewählten Volksvertreter ehrenamtlich. Mitglieder der Partido Comunista de Cuba (PCC) müssen die Kandidaten ausdrücklich nicht sein. Die Partei kontrolliere allerdings, ob die Kandidaten „gute Kandidaten“ seien, nicht kriminell, mit Alkohol- oder Drogenproblemen, wegen häuslicher Gewalt oder dergleichen vorbestraft. So wie sie das sagte, hörte es sich nicht so an, als fühle sie sich durch die PCC kontrolliert oder eingeschränkt, sondern eher so, dass die Partei halt kontrolliert, dass alles „ordnungsgemäß“ verlaufe, aber das ist sicher Interpretations- und Ansichtssache.

Trotz zunehmender Armut erschien mir das Land weiter sehr sicher. Selbst in Havanna bin ich zu später Stunde noch durch unbeleuchtete Straßen gelaufen, was ich in guatemaltekischen Großstädten nicht machen würde. Trotzdem hörte ich von Kubanern, dass Kriminalität zunehme. In einzelnen Stadtteilen sollen es auch vor allem nachbarschaftliche Zusammenschlüsse und nicht die Polizei sein, die für Sicherheit sorgen.

Ein interessantes Erlebnis noch am letzten Tag in Havanna: Mehrere Hundert Anwohner feiern ausgelassen auf der Straße den Geburtstag einer Transfrau aus der Nachbarschaft. Diese habe sich in den frühen 1980er-Jahren gegen die damalige staatliche Politik gestellt. Heute hat Kuba eine in Lateinamerika vorbildliche Politik für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft. 2022 wurde die gleichgeschlechtliche Ehe nach einer breiten Diskussion in einem Referendum gesetzlich verankert. In den ersten Jahrzehnten nach der Revolution gab es hier jedoch starke gesellschaftliche Ausgrenzung und staatliche Unterdrückung.

* Thorben Austen ist von Beruf Altenpfleger und lebt in Guatemala. Er arbeitet in der Redaktion von amerika21 und schreibt für die Tageszeitung junge Welt.